Sitzprobe im neuen Opel Mokka & Mokka-e

Der Zweite wird der Erste sein, so könnte man es beim neuen Opel Mokka kurz und knapp zusammenfassen. Denn die zweite Generation des Kompakt-SUV ist nicht nur das erste Modell mit dem neuen Markengesicht, er trägt auch als erster Rüsselsheimer den neugestalteten Opel-Blitz, den Modellschriftzug am Heck und führt als erstes Opel-Modell das sogenannte Pure Panel ein, mit dem Dir der Hersteller ein volldigitales Cockpit zur Seite stellt. Obendrein ist er der erste Opel, der direkt ab Marktstart elektrisch vorfährt. Die Bestellbücher sind geöffnet!

Ab sofort kannst Du den neuen Opel Mokka-e ab 32.158,32 Euro bestellen, unter Berücksichtigung der aktuellen Innovationsprämie reduziert sich der Preis auf sehr, sehr attraktive 22.678,32 Euro, 324 Kilometer Reichweite nach WLTP und 16 % Mehrwertsteuer inklusive. Bei 19 % sind es immer noch reizvolle 23.510 Euro.

Wer an einem konventionell angetriebenen Opel Mokka interessiert ist, kann diesen bereits zu Preisen ab 19.486,05 Euro bei derzeit reduzierter Mehrwertsteuer oder 19.990 Euro inkl. 19 % MwSt. in Auftrag geben und zwar ganz einfach online im Opel Store.

Neben der Basisvariante „Mokka“ stehen Dir die Version Edition, Elegance, GS Line und Ultimate zur Wahl. Für die Benzin- und Dieselvarianten hat Opel auch eine Business Elegance Ausstattungslinie kreiert. Warum ich hier auch die Preise mit 19 Prozent Mehrwertsteuer angebe? Der neue Opel Mokka rollt erst Anfang 2021 in den Handel.

Namentlich kehrt das SUV zu alten Wurzeln zurück, heißt der Rüsselsheimer in der zweiten Generation wieder Mokka, das X ist gestrichen. Stolz prangt der Modellname nun mittig auf der Heckklappe.

Mit 4,15 Meter unter den Kompakt-SUVs zuhause, fährt der neue Mokka mit deutlich kürzeren Fahrzeugüberhängen vor, präsentiert zugleich mit gestreckteren Proportionen. In Verbindung mit dem leicht verlängerten Radstand und 10 Millimeter mehr in der Breite, steht der neue Opel Mokka spürbar dynamischer, selbstbewusster und satt da.

Optisch erfindet sich die zweite Generation neu. Optik ist eine objektive Angelegenheit, unbestritten ging Opel einen mutigen Schritt, nichts erinnert mehr an den Vorgänger. Opel zeigt Mut zur harten Kante.

Mir persönlich gefällt der neue Mokka richtig gut, modern und doch nicht überladen, er ist ungewöhnlich und wirkt bereits vertraut, von eingestaubtem Opel-Charme keine Spur. Eine harte Linienführung trifft auf weiche Rundungen. Diese neue Formensprache läutet bei Opel das Zeitalter der kommenden Modelle der 2020er Jahre ein.

Die zweite Mokka-Generation trägt als erster Opel nicht nur den neu gezeichneten Marken-Blitz, er präsentiert auch stolz das neue Markengesicht. Tragen künftig alle kommendenen Opel-Modelle den sogenannten neuen Opel-Vizor. Horizontal verlaufend erstreckt er sich und über die gesamte Fahrzeugfront und umfasst die IntelliLux LED-Matrix-Scheinwerfer, die wiederum mit dem flügelförmigen und für die Marke charakterisierenden LED-Tagfahrlicht aufwarten.

Mit der GS Line hat die Mokka-Baureihe ein weitere Premiere zu verkünden und setzt das Auto mit der roten Fenstersignaturlinie, den schwarzen Zierelementen – anstelle von Chrom-Dekor, den schwarzen Leichtmetallrädern und der Zweifarblackierung mit kontrastierendem Dach und der Motorhaube betont sportlich in Szene.

Im Innenraum weiß die neue GS Line den neuen Mokka mit einem schwarzen Dachhimmel und den Sitzbezügen inklusive roten Ziernähten und Streifen ins sportliche Licht zu rücken. Hinzu kommt großflächiges rotes Dekor an der Armatureneinheit, die auf schwarze Klarlackelemente treffen. Und diese Materialien wirken hochwertig und sind überraschenderweise nicht anfällig für Fingerabdrücke, hatte ich dies zunächst befürchtet.

Das zum Fahrer gewandte Cockpit harmoniert perfekt mit der äußeren Hülle des Mokka, präsentiert sich futuristisch, dennoch klar und stimmig gestaltet. Der Wohlfühlfaktor ist sofort eingetreten und das neue und erstmals in einem Opel verbaute Pure Panel macht Eindruck. Mit dem Opel Pure Panel möchte man zugleich die Gestaltung des Opel-Vizors ins Cockpit transportieren. Das volldigitale Cockpit integriert zwei hochwertige Widescreen-Displays, wovon das Fahrerinfodisplay bis zu 12 Zoll groß ist. Die horizontal verlaufende Instrumentenanzeige wirkt harmonisch und perfekt in das Design der Armaturen integriert.

Wirklich sehr erfreulich, die wichtigsten Funktionen lassen sich nach wie vor über Bedientasten steuern. Diese Entscheidung begrüße ich sehr. Geht Volkswagen diesbezüglich leider einen anderen Weg. Doch dazu bald mehr im Fahrbericht des VW Golf 8.

Das von Opel zusammengestellte Infotainment-Angebot umfasst u.a. Multimedia-Systeme inklusive 7-Zoll-Farb-Touchscreen oder im Topmodell das Multimedia Navi Pro in Verbindung mit dem 10-Zoll großen Display, das Fahrerinfodisplay erstreckt sich hier über 12 statt 7 Zoll und ergeben zusammen das neue Pure Panel.

Apple CarPlay gehört für den neuen Mokka zum guten Ton, wie die Vernetzung via Android Auto oder die integrierte Sprachsteuerung. OpelConnect ergänzt den Umfang und setzt automatisch einen Notruf ab. Mit der LIVE Navigation ermöglicht die neue Mokka-Generation möglichst stressfreie Reise. Und wessen Smartphone dazu in der Lage ist, kann dieses kabellos per Wireless Charging aufladen, die entsprechende Ablage mit rutschfester Gummimatte findest Du in der Mittelkonsole.

Opel weiß mit seinen Sitzen zu begeistern, so auch im neuen Mokka, gleite ich förmlich in den knackigen Sportsitz der GS-Line. Alcantara- oder Leder, Du hast die Wahl. Im Angebot sind Sechs-Wege-Ergonomiesitze oder die beheizbaren Komfortsitze zu finden, die mit einer Massagefunktion den Wohlfühlfaktor krönen.

Der neue Opel Mokka bietet vorbildliche Raumverhältnisse. Nehme ich mit meinen 1.80 Meter auch auf der Rückbank sehr gerne Platz. Einzig beim Ein- und Ausstieg bleiben große Füße hängen, ist der Bereich im Fußraum eng gestaltet. Doch ist diese Hürde überwunden, bin ich überrascht von dem luftigen Gefühl, dass mich im Mokka erwartet. Sowohl beim Bein- wie auch beim Kopfraum geht dem SUV die Luft nicht aus.

Die Batterie ist vollständig in die Plattform integriert, diesen Vorteil spielt der neue Opel Mokka auch im Kofferraum aus, fasst dieser in der Standardkonfiguration 350 Liter. Allerdings muss eine breite ungeschützte Ladekante überwunden werden und wenn der doppelte Ladeboden in der untersten Stellung positioniert ist, geht es danach eine deutliche Stufe runter. Die Heckklappe öffnet sehr weit und wer erst mal weiß, dass die entsprechende Taste unten am Nummernschild zu finden ist, steht auch nicht ratlos am schönen Heck des Opel Mokka. In punkto Nutzfaktor gibt es unbestritten SUVs mit deutlich mehr Potential, meinen positiven Gesamteindruck kann dies allerdings nicht schmälern.

Die zweite Mokka-Generation baut auf der neuen Multi-Energy-Plattform CMP auf, die eine Verwendung von konventionellen Verbrennern und sogleich dem rein batterie-elektrischen Antrieb erlaubt.

Das Fahrzeuggewicht konnten die Ingenieure aus Rüsselsheimer um bis zu 120 Kilogramm reduzieren und zugleich die Karosseriesteifigkeit erhöhen. Opel spricht von einem agilen und direkten Ansprechverhalten und ungemein viel Fahrspaß. Dieser Aussage kann ich allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Grund gehen.

Das trifft bei einer Sitzprobe natürlich auch auf die Antriebsmöglichkeiten zu. Dennoch möchte ich diesen Punkt an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Zumal Opel auch in diesem Punkt eine weitere Premiere zu verzeichnen hat.

Kannst Du als Interessent eines Opel Mokka erstmals direkt ab Bestellstart die batterie-elektrische Variante ordern. Der Mokka-e liefert 100 kW/136 PS Leistung. Für den Elektromotor sprechen zudem das unmittelbare Ansprechverhalten und das maximale Drehmoment von 260 Newtonmeter. Du wirst zwischen den drei Fahrstufen Normal, Eco und Sport wählen können. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Im Normal-Modus lassen sich im Mokka-e bis zu 324 Kilometer gemäß WLTP-Zyklus rein elektrisch zurücklegen. Wer die Rekuperation clever nutzt und den Fahrmodus B wählt, kann noch mehr Reichweite herausholen.

Der elektrische Mokka ist auf alle Ladeoptionen vom einphasigen bis zum dreiphasigen Laden mit 11 kW vorbereitet, ob Wall Box, High-Speed-Charging oder Kabellösung für die Haushaltssteckdose. Hierzulande ist der dreiphasige 11 kW-On-Board-Charger serienmäßig an Bord, Schnellladen somit kein Problem. An einer 100 kW-Gleichstrom-Säule kannst Du die Batterie in einer halben Stunde per Schnellladung bis zu 80 Prozent wieder aufladen.

Eine 8-Jahres-Garantie für die Batterie, bzw. auf eine Laufleistung von 160.000 Kilometer, vermittelt in jedem Fall ein sicheres Gefühl. Für entspannte Fahrten mit dem Elektroauto sorgen zudem OpelConnect, die myOpel App und die Free2Move Services.

Das Antriebsportfolio umfasst außerdem Benzin- und Diesel-Motoren die ein Leistungsspektrum von 74 kW/100 PS bis 96 kW/130 PS abdecken. Den Einstieg stellt der 1.2 Turbo mit 74 kW/100 PS und einem Sechsgang-Schaltgetriebe dar, der Kraftstoffverbrauch ist gemäß NEFZ im kombinierten Zyklus bei 4,6 l/100 km angegeben, die CO2-Emissionen belaufen sich auf 104 g/km.

Die 130 PS (96 kW) Leistungsstufe des 1.2 Turbo ist wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Achtstufen-Automatik erhältlich. Der Kraftstoffverbrauch variiert entsprechend zwischen 4,8-4,5 l/100 km (111-103 g/km CO2). Adaptive Schaltprogramme und Quickshift-Technologie stehen Dir in Verbindung mit der Automatik zur Seite.

Der 1,5-Liter-Diesel rundet das Angebot ab und ist an ein Schaltgetriebe mit sechs Gängen gekoppelt. Der Selbstzünder kommt auf 81 kW/110 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter. Im kombinierten Fahrzyklus soll sich das Aggregat mit 3,8 Liter auf 100 km begnügen und stößt 100 g/km CO2 aus.

Umweltbewusstsein trifft auf Sicherheitsanspruch. Der Frontkollisionswarner mit automatischer City-Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung ist ab einer Geschwindigkeit von mehr als 5 km/h aktiv und in allen Mokka-Modellen serienmäßig verbaut. In der Basisversion ist auch ein Spurhalte-Assistent, die Müdigkeitserkennung, der intelligente Geschwindigkeitsregler und -begrenzer, die elektrische Parkbremse oder aber die Verkehrsschilderkennung im Serienumfang enthalten.

Auf Wunsch kannst Du den Assistenzumfang um das ausgezeichnete, adaptive und blendfreie IntelliLux LED-Matrix-Licht mit insgesamt 14 Elementen erweitern. Darüber hinaus hält der Automatische Geschwindigkeits-Assistent ACC den Mokka auf Abstand zum Vordermann und verfügt in Kombination mit Automatikgetriebe über eine Stop & Go-Funktion, die das Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen kann. Der Aktive Spurhalteassistent hält die Spur, ein Toter-Winkel-Warner hat entsprechenden im Blick und der Automatische Parkassistent nimmt Dir auch diesen Vorgang ab. Diese Assistenten sind unter den Sonderausstattungen im Bereich Sicherheit ebenso zu finden, wie der Flankenschutz und die 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera.

Stand: September 2020; Test: CARWALK – Der Autoblog; Fotos: Opel & CARWALK

5 Gedanken zu “Sitzprobe im neuen Opel Mokka & Mokka-e

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  3. Schickes Auto; guter Beitrag. Frage: wie transportiere ich mit dem Mokka e meine Ebikes? Anhängerkupplung kann nicht konfiguriert werden!

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