FIAT Topolino – Cuteness Overload

In 23 Jahren als Autotester durfte ich unzählige Fahrzeuge erfahren. An Highlights erinnere ich mich in großer Zahl. In der jüngsten Vergangenheit brachte insbesondere die stetige Entwicklung in den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren neue Erfahrungen und zahlreiche WOW-Momente mit sich. Nun gelingt es dem FIAT Topolino meinen Alltag als Autotester aufzumischen. Dabei handelt es sich bei dem kleinsten Italiener um gar kein Auto. Richtig gelesen, der jüngste und kleinste Familienzuwachs im Hause FIAT zählt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern zu den Leichtfahrzeugen der Klasse L6e.

Entsprechend musste ich meine gewohnte Sichtweise und den Blickwinkel auf das Testfahrzeug ändern. Darf ich den FIAT Topolino nicht mit einem gewöhnlichen PKW messen. Stellt das Modell doch viel mehr eine Alternative zu Lastenrädern und Rollern dar. Mit dem Topolino haben die Italiener die urbane Mobilität auf eine neue Art und Weise im Blick. 30 Millionen FIATs sind derzeit weltweit auf unseren Straßen unterwegs. Das vollelektrische City-Car soll helfen, den CO2-Fussabdruck in den Städten zu senken. Erhältlich in einer geschlossenen und offene Karosserievariante, vermittelt unbestritten letztere Modellversion dieses einmalige italienische Dolce-Vita-Feeling.

Die Geschichte

125 Jahre FIAT, ein wahrhaft großes Jubiläum, welches am 11. Juli 2024 bevorsteht. Zu den meistprämierten und -verkauften Fahrzeugen zählt der FIAT 500. Eine Ikone unter den Kleinwagen, die bis heute die Herzen erobert. Nun positioniert sich mit dem Topolino ein Fahrzeug darunter.


Der Topolino zählt nicht zu den klassischen Autos. Es geht um Mikromobilität. Eine smarte Lösung für die City. Mit einem Führerschein der Klasse AM ab 15 Jahre fahrbar, ist der FIAT Topolino ein Leichtfahrzeug der Klasse L6e. Dieses bietet eine Reichweite von 75 Kilometer und notiert eine Ladezeit von unter vier Stunden. Simple strukturiert, in zwei Versionen erhältlich – mit gegenläufigen Türen oder Türseilen und Faltverdeck – rollt der kleinste Italiener ausschließlich in der mintgrünen Farbe auf unsere Straßen. Das Modell lässt sich mit Merchandising aufwerten und individualisieren. Hier beweisen die Italiener erneut Ideenreichtum und setzen auf Emotionen. Faktoren, die bereits den Dauerbrenner FIAT 500 auszeichnen. Sicher Dir den FIAT Topolino im Rahmen eines einfachen Online-Kaufs. Nur wenige Mausklicks sind von Nöten…

Der ein oder andere mag sich noch an den FIAT 500 „Topolino“ aus den Jahren 1936 bis 1955 erinnern. Die Namensgebung kommt nicht von ungefähr, lehnt FIAT den Namen sowie das Design an das damals gebaute Modell an. Zählte der Kleinwagen zu den erschwinglichen Fahrzeugen und Bestsellern im Hause. Topolino heißt übersetzt Mäuschen und ist die italienische Bezeichnung für Micky Maus. Diese Tatsache diente auch zur Design-Inspiration für die fünf einzigartigen FIAT Topolino. Die als symbolisches Geschenk zum 100. Geburtstag von Disney dienten.

Lastenräder und Roller im Visier

Mit dem Topolino beschreitet FIAT neue Märkte und spricht somit auch neue Kunden an. Geeignet für Fahranfänger ab 15 Jahren, zielt der Microwagen laut Hersteller neben den Teenagern auch auf Rentner und sogenannte Urban eMOVERS ab. Urban Mover sehen wir tagtäglich, wie sie auf ihren Lastenfahrrädern unterwegs sind.

Für Lastenräder konnte ich mich nie begeistern. Und wenn ich auch die Mobilitätslösung „vierrädriges Leichtfahrzeug“ bis dato nie direkt mit mir im Verbindung gebracht habe, so zeigt mein ausführlicher Fahrbericht auf, so abwegig ist eine Anschaffung auch für mich nicht. Denn der FIAT Topolino ist mehr als nur eine wetterfeste Alternative zu den genannten Zweirädern. Auch dem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) bietet der kleine Italiener Paroli. Ob und wann der FIAT Topolino sich für Dich lohnt, erfährst Du in diesem Test.

Der Sympathieträger

FIAT zählt zu den größten Marken von Stellantis. Man schafft Synergien und profitiert von gemeinsamen Plattformen. Der FIAT Topolino steht im Konzern in direkter Konkurrenz mit dem Opel Rocks-e und Citroën Ami. Technologisch baugleich, setzen der Rocks Electric und der Ami jedoch auf einen nüchternen Auftritt. Der kleine Italiener hebt sich wiederum mit Charme und Emotion gelungen ab. Blicke ich alleine in diese treuen Kulleraugen…

Der Topolino setzt optisch auf den FIAT 500 und Amore-Effekt, wie ich es an dieser Stelle nennen möchte. Das im Vergleich bewusst gewählte niedliche Design weckt Gefühle und schafft eine Nähe zum Fahrzeug. Diesen Effekt steigern die Italiener unbestritten in der Cabrio-Version mit den Seilen an den Türausschnitten. Die anstelle der gegenläufigen Türen zum Einsatz kommen.

Und genau in diesem Punkt bedarf es meines Erachtens dringend einer Änderung. Zwar erhält die geschlossene Version ein Panorama-Glasdach, doch ich bedauere es sehr, ausschließlich in der Variante ohne Türen in den Genuss des aufrollbaren Stoffverdecks kommen zu können. Wie sehr ich auch die Lösung mit den Seilen feiere, unser Sommer zeigt aktuell nur zu gut auf, die Tage an denen man diesen umfangreiche Open-Air-Genuss in vollen Zügen genießen kann, sind rar.

Nichts desto trotz, auch hier spielt die Version ohne Türen gegenüber einem Lastenfahrrad oder E-Roller natürlich seine Vorteile aus. Schützt die Karosserie im Vergleich deutlich mehr vor Regen. Wird es übrigens im Innenraum nass, keine Panik, das Wasser läuft einfach wieder ab. Unter den Fußmatten befinden sich die entsprechenden Öffnungen. Und sogleich liefert der FIAT Topolino die Antwort auf die Frage, warum die Italiener hier keine wohlig weichen Stoffsitze verbauen. Dürften diese natürlich nicht dem Regen ausgesetzt werden. Wer nun jedoch in der geschlossenen Version eine andere Sitzausführung erwartet, wird enttäuscht… mitgehangen, mitgefangen. Basieren die Modelle auf der gleichen Plattform. Der Kostenfaktor wäre zu hoch – nachvollziehbar.

Ebenso verständlich, hierzulande wird sich nur eine kleine Käuferschicht für die Modelle ohne Türen entscheiden. Wie schade es auch ist. Doch die Windverwirbelungen sind nicht zu unterschätzen und bei den „sommerlichen“ Temperaturen die wir derzeit erleben dürfen, wird es gerne mal unangenehm kühl. Entsprechende Kleidung ist absolut zu empfehlen.

Flirtmodus on

Der Sympathiefaktor des FIAT Topolino ist derart hoch, schafft es der kleine Italiener den Mitmenschen auch im hektischen und lauten Alltag ein Lächeln oder gar ein Winken abzuringen. Wie meine Ausfahrt in der hessischen Frankfurter City nur zu eindrucksvoll aufgezeigt hat. Während ich dort – unterwegs mit dem herkömmlichen Auto – reichlich Rücksichtslosigkeit und Gehupe erlebe, scheint der FIAT Topolino nicht nur mich als Fahrer zu entschleunigen. Der kleine Italiener bereitet auch meinem Umfeld Freude und lässt sie gerne einen Moment innehalten, oder am Ende sogar das Smartphone zücken, um Fotos mit einem Strahlen im Gesicht zu knipsen.

An roten Ampeln derart oft angesprochen zu werden, lässt mich zu der Erkenntnis kommen, der Fiat Topolino ist nicht nur etwas für Teenager, Rentner und Urban Movers. Singles sollten durchaus auch einmal darüber nachdenken, die Tinder-App vom Smartphone zu löschen und mit dem süßen kleinen Topolino wieder im realen Leben mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Die Flirtchancen steigen gerade in der Cabrio-Ausführung unbestritten. Der offenen Version steht übrigens eine Streifenoptik für das Verdeck zur Wahl.

Der Zweisitzer

Stets in Mintgrün lackiert, sticht beim Topolino weit mehr als nur das besondere Raddesign hervor. So reduziert das Leichtmobil auch daher kommt, die Portion an Emotion ist riesig. Diese nimmt im Innenraum zugegeben ab. Ausgenommen das Armaturenelement im Streifendekor und mit Lederriemen versehen, welches ein großes Fach über die gesamte Breite bereithält, kommt das Cockpit sehr nüchtern und schlicht daher. Hartplastik dominiert.

Sitzbezüge in Mintgrün, die sich bei Bedarf in Strandtücher verwandeln lassen, finden sich im Zubehörprogramm. Ob der Sitz damit etwas weicher wird, konnte ich aktuell nicht erfahren. Verzichtete mein getestetes Modell auf dieses Extra. Das verbaute Gestühl wirkt im ersten Moment überraschend hart, erwies sich während meiner Ausfahrt aber gar nicht so unbequem, wie zunächst erwartet. Das man hier keinen wohlig weichen Sitz verbaut – wie wir ihn aus dem Pkw kennen – habe ich ja bereits thematisiert. Eine Sitzheizung findet man verständlicherweise ebenfalls nicht vor. Klimaanlage? Weit gefehlt. Ein Gebläse inklusive Defrosterfunktion findet sich wiederum an Bord und sorgt für freie Sicht.

So kompakt der neue FIAT Topolino auch daher kommt, unangenehme Enge kommt im Innenraum nicht auf. Bei diesem Platzangebot fühle ich mich auch mit meinen 1.80 Meter wohl. Und selbst wenn zwei Großgewachsene im Topolino reisen, das Raumgefühl gibt es her. FIAT platziert die beiden Sitze etwas versetzt angeordnet. Montiert FIAT den Beifahrersitz fest im Fahrzeug, lässt sich der Fahrersitz verstellen.

Der FIAT Topolino hält Stauräume mit einem Volumen von 63 Liter bereit. Zusätzlich lassen sich Koffer oder Getränkekisten im Fußraum des Beifahrers oder zwischen den Sitzen verstauen. Einen Taschenhaken finde ich ebenfalls vor. Sowie Türnetze und einen Getränkehalter. Unabhängig von der Karosserie, am Heck sorgt eine Box für die Unterbringen von weiteren Gepäckstücken. Diese lässt sich auf dem schicken Chrom-Gepäckträger montieren. Einen klassischen Kofferraum gibt es nicht.

Optional stellt FIAT dem Topolino weitere Extras zur Seite, wie beispielsweise eine kleinen Dusche, die den Badeausflug im Sommer noch angenehmer gestalten soll. Oder aber Hundebesitzern das Leben erleichtert, lässt sich der verschmutzte Vierbeiner zuvor abduschen. Und Tierbesitzer finden in meinen Augen im Topolino einen weiteren Vorteil gegenüber einem Lastenrad. Zwar finden kleinere Hunde auch dort ihren Platz, aber geschützter und bequemer reisen sie dann doch im Microwagen.

Das Zubehörprogramm bietet neben einer geräumigen Gepäckträgertasche, außerdem einen Ventilator mit USB-Schnittstelle, den Bluetooth-Lautsprecher oder eine Isolierflasche für heiße und kalte Getränke. Wer sich für die geschlossene Karosserie entscheidet, kann Türapplikationen mit Holzeffekt auswählen.

Gegenüber einem klassischen Auto kommt der kleinste Italiener sehr minimalistisch her. Diese Reduzierung zieht sich bis hin zum Getriebe. Während ich die Tasten für die Schaltstufen N für Neutral, R für Rückwärts und D für Drive (Fahren) vorfinde, verzichtet der FIAT Topolino auf die Stufe P für Parken. Das Ein-Gang-Getriebe wechselt beim Abstellen des Motors automatisch in den Modus N. Nun ist in jedem Fall die manuelle und große Handbremse zu ziehen. Jetzt noch den Schlüssel aus dem Zündschloss nehmen… auch hier ist der FIAT Topolino dem Roller näher als dem Pkw. Während Autos schon seit Jahren auf einen klassischen Schlüssel mit Bart oder gar ein Zündschloss verzichten und stattdessen auf den schlüssellosen Zugang und Motorstart setzen, hab ich hier noch alles selbst in der Hand.

Über die FIAT Topolino App hat man Zugriff auf die MY CONNECT BOX und FIAT SWITCH, sprich den MAGIC BUTTON. Dem Nutzer stehen die Connected Services zur Verfügung, die einem über das Smartphone Infos zum Fahrzeug und dem Standort liefern. Ergänzt um den SOS Call und weitere Funktionen. Die Topolino App bietet darüber hinaus die Entertainment-Sparte. Darin enthalten, Radio und Streaming Anbieter, die Navigation, Anrufe und Kalendereinträge. Das Smartphone findet seinen Platz in der entsprechenden Halterung und über den USB-Port lässt sich dieses auch während der Fahrt laden.

Der Kostenfaktor

Ein Kaufpreis von knapp unter 10.000 Euro ist natürlich kein Schnäppchen. Der Entfall von Kfz-Steuern, TÜV-Kosten und die geringen Versicherungskosten von unter 100 Euro garantieren dem Leichtfahrzeug L6e jedoch sehr geringe Unterhaltskosten.

Das elektrische Kleinstfahrzeug FIAT Topolino notiert 9.890 Euro. Du erhältst beide Versionen zu einem Preis. Zudem hat FIAT noch ein attraktives Leasingangebot im Ärmel. Für 49 Euro monatlich, bei einer Anzahlung von 1.500 Euro und einer Laufzeit von 36 Monaten bei einer Laufleistung von 5.000 Kilometern kann man den kleinsten Italiener bereits erleben.

FIAT setzt beim Topolino auf ein neues Mobilitäts- und zugleich Verkaufskonzept. 100 Prozent Digital und Online Direktvertrieb. Der Kauf gestaltet sich sehr einfach, der Hersteller notiert für die Konfiguration lediglich drei Mausklicks.

Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel

Der FIAT Topolino hat das Potential unsere Ballungsräume auf charmante Art und Weise zu entlasten. Der Topolino ist die ideale Lösung für den reinen Stadtverkehr. Doch nachhaltige Mobilität ist auch außerhalb der großen Städte gefragt. Mit dem FIAT Topolino darf man zwar nicht die Autobahn befahren, doch kurze Passagen auf der Landstraße schließt das Elektrofahrzeug nicht aus. Natürlich kann ich mir schöneres als Fahrten mit einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometer bei erlaubten Tempo 100 vorstellen, aber allein die Möglichkeit… und so lange ich ja IN dem Topolino fahre und nicht hinter ihm hänge bei Gegenverkehr 😉 In der Stadt wiederum fühlte ich mich zu keiner Zeit als rollendes Verkehrshindernis. Ein Schicksal, welches doch gerade die Lastenradfahrer ereilt.

Der FIAT Topolino kann von jugendlichen Fahranfängern im Alter ab 15 Jahren genutzt werden und somit sprechen die Italiener nicht nur eine neue Zielgruppe an, sie sorgen auch für eine frühe Markenbindung. Der Topolino ist wahrlich nicht für die großen Stückzahlen angedacht, sorgt mit seinem emotionalen Auftreten aber unweigerlich für großes Aufsehen und beschert der Marke ein tolles Image. Eint das Leichtmobil die Faktoren Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, urbane Mobilität mit sehr viel Emotion.

Nur um den Komfort ist es nicht all zu gut bestellt, zumindest, wenn ich wieder in den Vergleich mit einem Pkw verfalle. Denn wirklichen Federungskomfort, ein sanftes Abrollen oder gar eine Geräuschdämmung erlebe ich hier nicht. Stelle ich aber doch nun wieder den Vergleich mit dem Lastenrad und dem Roller an… Du verstehst, auf was ich hinaus möchte?!

Als reinelektrischer Microwagen setzt der FIAT Topolino auf geringe Emissionen und Entspannung in unseren überfüllten Städten. Mit einer Außenlänge von lediglich 2,53 Metern beansprucht der Topolino nur wenig Raum für sich. Mit dem kleinen E-Mobil findet sich auch in der kleinsten Lücke noch ein Plätzchen. Der FIAT Topolino beansprucht 1/3 des Platzbedarfs eines Autos. Zudem verfügt das Modell über einen sehr geringen Wendekreis von 7,2 Metern, was das Manövrieren zu einem Kinderspiel macht. Bevor man mit dem Topolino losfährt, sei einem geraten die Außenspiegel bei stehendem Fahrzeug einzustellen. Geht dies manuell per Hand von statten. Was erneut aufzeigt, der FIAT Topolino ist dem Lastenrad näher als zunächst gedacht. Vom Fahrersitz aus benötigt man sehr, sehr lange Arme. Am Besten hat man hier einen Beifahrer zur Hand, der einem hilft, den rechten Außenspiegel optimal einzustellen.

Das „Mäuschen“ mit dem Elektromotörchen

Rein der Vollständigkeit wegen, der kleine E-Motor bringt eine Leistung von 6 kW, sprich 8,2 PS auf die Waage. Während ich keine Beschleunigungsorgien erwarte, war ich dann aber doch über die geringe Verzögerung verwundert. Wünschte ich mir eine stärkere Rekuperation und so muss ich die Bremse öfter bemühen als von einem elektrisch angetriebenen Vierrad gewohnt.

In der offenen Variante ist je nach Lichteinfall die Displayanzeige des Tacho leider schlecht einzusehen. Die Möglichkeit die Lichtverhältnisse der Anzeige einzustellen besteht nicht. Zwar ist eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h nicht schnell, in einer 30er Zone ist aber dann selbst der FIAT Topolino zu schnell unterwegs. Und es reicht aus, um geblitzt zu werden. Nur gut, mangels Nummernschild an der Front wird die Zustellung eines Bußgeldbescheides über 50 Euro unmöglich. Und ob der Niedlichkeitsfaktor des Microwagens bei einer Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren der Polizeibeamten ein Knöllchen verhindern kann, ist nicht garantiert. Aber durchaus möglich, wie ich mir vorstellen könnte.

Wer die 45 Stundenkilometer fordert, legt realistische 75 Kilometer rein elektrisch zurück. Dies entspricht einem Stromverbrauch von acht Kilowatt pro Stunde auf hundert Kilometer. Um die Stromreserven der 5,4-kWh-Batterie wieder voll aufzufüllen, vergehen weniger als vier Stunden an einer herkömmlichen 220 Volt Steckdose.

Sicherheit der Leichtfahrzeuge

Anders als beim Lastenrad oder dem Motorroller, bei dem man sich der kalten und nassen Witterung ungeschützt aussetzt, schafft der FIAT Topolino insbesondere in der geschlossenen Variante eine wohlige Hülle. Und selbst bei der Version mit offenen Türen ist man dem Regen nicht völlig schutzlos ausgeliefert. Dies gilt zudem die Sicherheit betreffend. Gegenüber der Zweiräder bietet das Leichtfahrzeug einen gesteigerten Sicherheitsanspruch. Ein Thema, welches erneut aufzeigt, ein Leichtmobil wie der Topolino kann nicht in den direkten Vergleich mit einem Pkw gestellt werden. Entsprechend gibt es in diesem Kapitel auch nichts über Airbags oder Fahrassistenten zu berichten.

Tausend Bestellungen hat FIAT aktuell bereits überschritten. Für ein Fahrzeug dieser Gattung bereits eine ordentliche Ansage. Dass das Modell die Möglichkeit hat, diese Zahl weiter auszubauen, sollte mein Bericht aufgezeigt haben.

Stand: Juli 2024; Test: Lexi Lind; Fotos: Fiat/Lexi Lind

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