Ford steht unter Strom

Die Elektrifizierung bei Ford schreitet rasant voran und so möchte der Autobauer bis Ende 2021 hierzulande 18 Modelle auf den Markt bringen, die entweder mit Mild Hybrid 48 Volt-Technologie und Plug-in-Hybrid teilelektrisch oder aber sogar mit vollelektrischem Antrieb unterwegs sind. Dabei macht Ford keine Ausnahmen, vom Kleinwagen Ford Fiesta und dem Kompaktwagen Ford Focus mit EcoBoost Hybrid-Technologie über den Ford Mondeo der als Voll-Hybrid vorfährt, aber auch die erfolgreichen Nutzfahrzeuge bezieht Ford in die Elektrostrategie ein und so ermöglicht der Hersteller beispielsweise beim Tourneo Custom oder Transit Custom Plug-in-Hybrid eine reine elektrische Reichweite von bis zu 53 Kilometer. Für kommendes Jahr ist die Markteinführung des vollelektrischen Ford Transit geplant. Während der aufregende Mustang Mach-E bereits mit den Hufen scharrt, zu Preisen ab 46.900 Euro schon jetzt bestellbar ist und je nach Antrieb und Batterie-Pack mit einer rein elektrischen WLTP-Reichweite von bis zu 600 Kilometern noch in diesem Jahr seinen Marktstart feiern wird, durfte ich jetzt gleich drei Ford-Neuheiten mit elektrifizierten Antrieben erfahren: Den Puma, den Kuga sowie den Explorer.

Ford möchte den unterschiedlichsten Ansprüchen und Nutzungsprofilen das passende Konzept bereitstellen, mit Blick auf den künftigen Mustang Mach-E gefällt mir besonders, das nach Batteriegröße gestaffelte Angebot. Denn nicht jeder benötigt eine große Akkuleistung und muss entsprechend große Strecken zurücklegen. Dieses Konzept ermöglicht auch die Nutzung von kleineren Akkus, die dem Kunden wiederum weniger Geld aus der Tasche ziehen.

Die gesetzten Ziele sind durchaus ambitioniert, geht Ford davon aus, bereits Ende 2022 in Europa mehr elektrifizierte Fahrzeuge zu verkaufen, als Modelle mit konventionellen Benzin- oder Dieselmotoren. Fakt ist, Ford kann definitiv abliefern, doch wird die notwendige Infrastruktur bis dahin entsprechend nachziehen können?

Auch dieses Problem nimmt der Automobilhersteller in Angriff und hat sich dem schnellen und bequemen Aufladen von Elektrofahrzeugen angenommen. Mit Ford Charging Solutions bietet Ford ein ganzheitlich konzipiertes System.

Mit der kostenlos integrierten FordPass-App kannst Du als Kunde auf ein öffentliches Elektrotankstellen-Netz mit derzeit über 125.000 Ladepunkten in 21 europäischen Ländern zugreifen, welches rasant weiter anwachsen soll und zweifelsohne von Nöten ist. Hinzu kommen die 400 IONITY Schnell-Ladestationen die bis Ende 2020 entlang europäischer Fernverkehrsstraßen errichtet werden. Die Distanz zwischen den einzelnen Ladestationen soll maximal 120 Kilometer betragen. Wirklich bequem, die Tank-Abrechnung erfolgt benutzerfreundlich über ein einziges Kundenkonto.

Darüber hinaus stellt Ford eine neue Smartphone- und Tablet-App bereit, die Dir als Nutzer von Plug-in-Hybriden sowohl die Suche nach einer geeigneten Strom-Tankstelle wie aber auch die Bezahlung an dieser Ladestation erleichtern soll.

Aber auch praxisgerechte Ladelösungen für Zuhause hat Ford auf dem Zettel stehen. So liefert beispielsweise das Wallbox-Angebot von Ford eine bis zu fünffach höhere Ladeleistung als herkömmliche Haushalts-Steckdosen mit 230 Volt. Womit die Ladezeit um 1/3 verkürzt werden kann.

Schneide ich nun die einzelnen von mir gefahrenen Fahrzeuge im Detail an:

Ford Puma

Unter der Bezeichnung „EcoBoost Hybrid“ verbaut Ford im neuen Puma einen Dreizylinder-EcoBoost-Turbobenziner mit 1,0 Liter Hubraum und kombiniert diesen mit einem 48-Volt-Mild-Hybridsystem. Wahlweise bietet Dir Ford hier eine Leistung von 92 kW / 125 PS oder 114 kW / 155 PS. Erfreulicherweise verbannt Ford die konventionellen Antriebslösungen aber nicht gänzlich und bietet den kleineren Turbobenziner auch ohne Hybridtechnologie an und setzt zudem auf einen 1,5 Liter EcoBlue-Vierzylinder-Diesel, der 120 PS entwickelt.

Während die Mild-Hybrid-Versionen mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe vorfahren, kommt lediglich die Version ohne Hybrid-Technologie in den serienmäßigen Genuss der 7-Gang-Doppelkupplung. Übrigens, in Kombination mit dem künftigen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe lässt sich sogar der Motor per Fernbedienung starten.

Der von mir gefahrene Mild-Hybrid wird bei geringeren Drehzahlen lediglich von einem Elektromotor unterstützt, sprich: einem riemengetriebenen Starter-Generator der eine Leistung von 11,5 kW / 16 PS zu bieten hat und die in einem Benzinmotor gewöhnlich verbaute Lichtmaschine ersetzt. Von unten heraus vermittelt dieses Konzept ein druckvolleres Ansprechverhalten, ein Turboloch bleibt zudem aus.

An eine externe Stromquelle kannst Du den Ford Puma mit EcoBoost Hybrid-Technologie allerdings nicht anschließen.Die luftgekühlte 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie wird ausschließlich durch das Bremssystem aufgeladen, sowohl beim Ausrollen wie aber auch beim Abbremsen, hier spricht man von Rekuperation.

Dies soll eine Verbrauchsreduzierung von bis zu 10 Prozent im realen Fahrbetrieb zur Folge haben. An dieser Stelle kann ich mich nur auf die Verbrauchsangaben von Ford verlassen: Im Falle des Hybrid mit 125 PS belaufen sich die Werte auf 5,5 Liter bei 17 Zoll Bereifung, die stärkere Variante begnügt sich mit lediglich 0,1 Liter mehr. Die CO2g/km WLTP-Werte liegen bei 124 bzw. 127 Gramm.

Meine erste kurze Ausfahrt mit dem Fahrzeug reicht natürlich nicht für fundierte Verbrauchswerte aus, sagen kann ich allerdings die Mildhybrid-Unterstützung sorgt für mehr Dynamik bei niedrigen Touren. Die Funktionsweise ist sehr angenehm, bei vollem Tritt aufs Gaspedal und aktiviertem Sport-Modus hebt der kleine Motor das maximale Drehmoment von 170 auf 210 Nm bei 1.750 Touren an, bei der 155 PS Variante kann der der Ford Puma sogar einen Anstieg um 50 Newtonmeter auf 240 Nm bei 2.500 U/min verzeichnen. Im Normal-Modus liegt der Overboost bei 220 Nm bei 3.000 U/min und bei der kleineren Motorisierung bei 200 Nm bei 1.750 U/min.

Bedingt durch den größeren Lader und dem verbauten Soundgenerator, kann die stärkere Variante zumindest im Innenraum mit einem etwas kraftvolleren Motorsound aufwarten, mir persönlich gefällt der kernige Dreizylindersound sehr gut und hat nichts störendes an sich. Wiederum andere würden sich jedoch wünschen, diesen Effekt abschalten zu können, dies ist allerdings nicht möglich. Letztlich ist der Effekt aber wirklich sehr dezent.

Im Sport-Modus hätte man durchaus mehr Sound erwartet, aber hier ändert sich diesbezüglich nichts, allerdings wechselt die Instrumentenanzeige auf Rot, das Gaspedal spricht spürbar schneller an und die Stopp-Start-Automatik stellt ihre Arbeit ein.

Ansonsten schaltet diese den Motor bereits beim Ausrollen unterhalb von 15 km/h ab, sobald ich den Gang herausnehme. Allerdings ist dies weiterhin notwendig, die Kupplung allein reicht nicht aus. Andere Wege geht Ford auch beim Anlassen, so startet der Motor auch erst wieder bei eingelegtem Gang.

Über den selektiven Fahrmodus-Schalter stehen Dir außerdem die Einstellungen „Normal“, „Eco“, „Rutschig“ und „unbefestigte Straßen“ zur Wahl, der Wechsel kann ganz bequem auch während der Fahrt vollzogen werden. Jeder gewählte Modi wird auf der 12,3 Zoll großen digitalen Instrumenteneinheit angezeigt.

Mit einem Benzinpartikelfilter sind die Aggregate ebenfalls ausgestattet und können bei entsprechend zurückhaltender Fahrweise und dank der intelligenten Zylindersteuerung sogar noch einen Zylinder abschalten.

Die Ford Co-Pilot360-Assistenztechnologien umfassen u.a. die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrsschild-Erkennungssystem, die in Kombination mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auch über den Stau-Assistenten mit Stop & Go Funktion sowie über einen Fahrspur-Piloten.

Wenn gewünscht, erfasst das System nicht nur Verkehrsschilder, es passt auch die Fahrzeuggeschwindigkeit an die entsprechende Tempobegrenzung an.

Zudem fährt der neue Puma im Segment mit einer Premiere die Rückfahrkamera betreffend auf, denn auch diese verfügt auf Wunsch über die „Split-View“-Technologie an. Toter-Winkel-Assistent und der Querverkehrwarner, genannt Cross Traffic Alert mit Notbremsfunktion, sind im Ford Puma ebenso lieferbar, wie der aktive Park-Assistent mit Ein- und Ausparkfunktion.

Der serienmäßige Pre-Collision-Assist fährt in einer überarbeiteten Version vor, erhält einen erweiterten Kamerawinkel, erkennt Gefahren früher und zudem auch Fußgänger. Du erhältst sowohl eine optische wie auch akustische Warnung und das Bremssystem wird vorbereitet. Bleibt eine Reaktion Deinerseits dennoch aus, bremst das System automatisch mit voller Bremskraft. Auch der Post-Collision-Assist ist Serie und vermindert das Risiko, nach der Kollision noch mit weiteren Verkehrsteilnehmern zusammenzustoßen. Teilweise serienmäßig, teilweise optional wartet der neue Ford Puma auch mit dem Ausweich-Assistent und der Falschfahrer-Warnfunktion auf.

„Titanium“, „Titanium X“, „ST-Line“ „ST-Line X“ oder „ST-Line Vignale“, was darf es sein, die Preise starten beim Ford Puma bei glatten 24.000 Euro. Die Ausstattungslinie „Titanium“ ist in diesem Fall an den 92 kW starken 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder mit 48-Volt-Technologie gekoppelt.

Der Ford Puma ST-Line Vignale veranschlagt mit dem 92 kW starken 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder inklusive 48-Volt-Technologie mindestens 29.600 Euro und stellt wie in allen Baureihen die luxusorientierte Ausstattungsvariante dar.

Der 30 PS stärkere EcoBoost Hybrid schlägt in allen Ausstattungen einen Aufpreis von 1.500 Euro obendrauf.

Der Puma ST-Line X fand seine Inspiration übrigens in der Motorsport-Division Ford Performance und setzt auf zahlreiche optische Akzente oder aber auch ein speziell abgestimmtes Sportfahrwerk. Hier ebenfalls serienmäßig, das eigens für den neuen Ford Puma entwickelte B&O Sound System sowie die 12,3 Zoll große digitale Instrumententafel. Die in den 48-Volt-Antriebsversionen zusätzlich über einen Mild-Hybrid-Informationsbereich verfügen. Somit wirst Du darüber informiert, ob die Batterie gerade geladen oder als zusätzliche Unterstützung bei der Beschleunigung eingesetzt wird.

Der Ford Puma sticht optisch sehr gelungen hervor, zumindest meinen Geschmack trifft der neue Puma rundum. Mit seinen ausgewogenen Proportionen und dem sportlich flach und keilförmigen Verlauf folgt der Ford Puma nicht dem klassischen SUV und wird im B-Segment unter den Crossover-SUV-Modellen aufgeführt. Je nach gewählter Lackierung – hier stehen Dir zehn Karosseriefarben zur Wahl – lassen sich das Dach und die beiden Außenspiegel auch in den Kontrastfarben Schwarz oder Silber bestellen und hebt die flache, geschwungene Dachpartie zusätzlich hervor.

Positiv hervorheben muss man bei Ford in jedem Fall, jedes Modell geht seinen eigenen Weg. Dies zeigte meine Ausfahrt mit den drei Modellen nur zu gut.

Womit ich auch zum nächsten Gesellen kommen möchte.

Ford Kuga

Der Kuga nimmt bei Ford die Rolle der ersten Baureihe ein, die in drei verschiedenen Hybrid-Optionen erhältlich ist.

So ist die dritte Kuga-Generation als EcoBlue Hybrid mit dem 2,0 Liter großen 140 kW / 190 PS starken Vierzylinder-Diesel inklusive Mild Hybrid-Technologie erhältlich, oder aber als selbstladender Voll-Hybrid. Das voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2020 bestellbare Modell lädt die Lithium-Ionen-Batterie rein während der Fahrt mit Energie auf, rekuperiert beim Ausrollen und beim Abbremsen des Fahrzeugs, ein externes Laden ist nicht möglich. Hier hat Ford allerdings den Kuga Duratec PHEV im Angebot. Diese Plug-in-Lösung setzt Ford aktuell außerdem beim Explorer, dem Tourneo Custom und im Transit Custom ein.

Wie beim Kuga Voll-Hybrid verbaut auch hier Ford den 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner, gekoppelt an einen 81 kW / 110 PS starken Elektromotor sowie einer Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit einer Kapazität von 14,4 Kilowattstunden, die Gesamtleistung beläuft sich auf 165 kW / 225 PS), der Benzinmotor leistet dabei 112 kW / 152 PS. Klingt soweit so gut, wäre da nicht das stufenlose CVT-Automatikgetriebe, das zusammen mit dem Frontantrieb die Kraft auf die Straße bringt. Die Allradvariante in dieser Motorkombination wird erst Ende des Jahres erhältlich sein.

Das Getriebe nimmt dem Fahrzeug leider spürbar an Elan und kann sich den altbewährten Nerv-Effekt eines stufenlosen CVT nicht verkneifen. Schade, haben Mitbewerber bereits bessere Lösungen präsentiert. So nimmt mir das Getriebe hier den Fahrspaß und bringt den Verbrenner zum lauten aufheulen, während die erwartete Beschleunigung ausbleibt. So benötigt der Ford Kuga PHEV 9,2 Sekunden für den Standardsprint 0 bis 100 km/h. Maximal wären übrigens 200 Stundenkilometer möglich, die ich während meiner ersten Ausfahrt allerdings nicht ausgereizt habe.

Lag der Fokus dann doch mehr auf das Fahren mit Elektromotor, der zumindest etwas Abhilfe schafft und den Nervfaktor des Getriebes drückt und dem Ford Kuga Plug-in-Hybrid zudem Verbrauchswerte von 1,4 Liter Super nach WLTP bescheren soll, der Stromverbrauch liegt laut Ford bei 15,8 kWh auf 100 Kilometer. Dies entspricht einem glänzenden Ausstoß von 32g kombinierte CO2-Emissionen g/km, ebenfalls nach WLTP.

Zunächst geht es übrigens im automatisch aktivierten Hybridmodus los, d.h. ich fahre elektrisch an und der Verbrenner schaltet sich erst zu, wenn ich durch entsprechend fordernden Tritt aufs Gaspedal eine sportlichere Beschleunigung oder eine höhere Geschwindigkeit verlange. Die mir zur Wahl stehenden Fahrmodi lassen mich nicht nur zwischen Normal, Sport und Gelände wechseln, auch in den Elektromodus kann ich schalten und nutzte dies vor allen Dingen bei der Fahrt durch die Stadt, hier liegt die rein elektrische Reichweite bei 68 Kilometer.

Wenn auch aktuell die meisten Plug-in-Hybrid-Käufer ihr Fahrzeug ausschließlich mit dem Verbrenner antreiben und gewohnt Benzin tanken, so liegt der Fokus eines Plug-in-Hybriden doch eigentlich in der Möglichkeit, das Fahrzeug rein stromgetrieben zu bewegen und damit lokal emissionsfrei unterwegs zu sein. Mit Strom aus der Steckdose kommt der Ford Kuga PHEV im kombinierten Fahrzyklus bis zu 56 Kilometer nach WLTP weit. Ein Wert, der sich nach meiner Ausfahrt durchaus als reale Aussage bestätigen lässt.

Geht der Saft zu Neige, hast Du verschiedene Möglichkeiten wieder Energie zu tanken. Ob Du die Batterie an einer Ladestation, einer Wallbox oder einer herkömmlichen Haushalts-Steckdose mit 230 Volt lädst, bleibt Dir überlassen. Mit maximal 3 ½ Stunden sind zu rechnen.

Im sehr kleinen Rahmen kannst Du auch während der Fahrt durch regeneratives Bremsen oder die reine Motorkraft die Batterie etwas laden, dies erhöht natürlich den Benzinverbrauch. Ist die Batterie-Kapazität völlig aufgebraucht, wechselt das Fahrzeug praktisch in den Voll-Hybrid-Modus. Der arbeitende Benzinmotor nutzt die im Schubbetrieb oder durch Bremsen rekuperativ gewonnenen Energiereserven, um elektrisch zu unterstützen.

Du kannst stets zwischen den vier unterschiedlichen EV-Fahrprogramme auswählen und entscheiden, wann und wie Du die Akkuladung nutzen möchtest. Ob „EV Auto“, „EV Jetzt“, „EV Später“ oder „EV Aufladen“.

Für den 2,5-Liter-Duratec-Benziner Plug-in Hybrid wie auch für den für den 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel hat Ford eine aktive Geräuschkontrolle in petto, die das Komfortniveau nochmals anhebt. Komfortverwöhnte werden sich wiederum an der sportlichen Fahrwerksauslegung stören, wenn er dem dynamisch orientierten Fahrer auch eine durchaus ausgewogene Abstimmung bietet. Ob ich nun entspannt oder dynamisch unterwegs war, die Lenkung traf leider nicht meinen Geschmack.

Der neue Ford Kuga ist in stolzen sieben Ausstattungsvarianten erhältlich, die Preisspanne reicht von 26.750 Euro für den Trend mit dem kleinen 1.5l EcoBoost bis hin zu 45.800 Euro für den Vignale in der Plug-in-Hybrid-Variante. Die wiederum erst ab der Ausstattungslinie Titanium für 39.550 Euro und nicht in den Einstiegslinien Trend sowie Cool & Connect erhältlich ist. Dabei setzen die Versionen sowohl auf einen unterschiedlichen Ausstattungsumfang wie auch eine differenzierte Optik.

Die Ford Focus Baureihe machte den Anfang und baute erstmals auf der für den weltweiten Einsatz konzipierten C2-Fahrzeugarchitektur auf, nun basiert der neue Ford Kuga als erstes SUV-Modell der Marke auf dieser Plattform.

Leichter, verwindungssteifer, sicherer. Apropos, im Euro NCAP-Crashtest konnte die dritte Modellgeneration bereits das Maximal-Ergebnis von fünf Sternen einfahren.

Bereits im Basismodell fährt die dritte Generation mit einer Geschwindigkeitsregelanlage, einem intelligenten Geschwindigkeitsbegrenzer inklusive Tempolimit-Anzeige, dem Pre-Collision-Assist mit Auffahrwarnsystem und Fußgänger- sowie Fahrraderkennung vor.

Ab Titanium X wartet der Kuga darüber hinaus mit dem Park-Pilot-System vorn und hinten, einem Müdigkeitswarner sowie den statischen LED-Scheinwerfern mit Fernlicht-Assistent und LED-Nebelscheinwerfer auf.

Im Rahmen der Ford Co-Pilot360-Assistenztechnologien steht der Ford Kuga dem Puma in nichts nach, so hat auch die Kuga-Baureihe die übrigen Fahrhilfen in petto. Ein aktiver Park- Asisstent „Plus“ mit Ein- und Ausparkfunktion mit teil- automatisierter Fahrzeugführung (nur in Verbindung mit Automatikgetriebe) ist ebenfalls im Angebot zu finden.

Exterieur wie auch Interieur wurden von den Verantwortlichen komplett neugestaltet, insgesamt deutlich größer geworden, legt die neue Kuga-Generation aber auch in puncto Konnektivität eine ordentliche Schippe drauf, beispielsweise mit dem neuen und nun serienmäßigen FordPass Connect-Modem: Live Traffic, WLAN-Hotspot für bis zu zehn Geräte und der Notruf eCall sind nur einige wenige Features.

Durch den Download der kostenlosen FordPass-App auf Dein Smartphone, erhälst Du zudem Zugriff auf eine Vielzahl weiterer Funktionen und Services, sei es die Fahrzeugortung, die Abfrage des aktuellen Kraftstoffstand, Kilometerstand oder Reifendruck. Aber auch ein Entriegeln, Verriegeln sowie Motorstart (in Verbindung mit 8-Gang-Automatikgetriebe) aus der Ferne ist möglich.

In Verbindung mit dem Kuga Plug-in-Hybrid bietet Dir die FordPass App auch nützliche Features wie zum Beispiel die Abfrage des Ladezustands, der Reichweite im Elektromodus oder auch eine Routenempfehlung zur nächstgelegenen Ladestation.

Im gesamten Ford-Portfolio rangiert der Ford Kuga in Europa hinter dem Ford Fiesta und dem Ford Focus auf Platz 3 und nimmt somit die Rolle des meistverkauften SUVs ein. Bleibt abzuwarten, ob der Puma daran rütteln kann, weniger gefährlich wird ihm mit Sicherheit der neue Ford Explorer. Zumindest hier in Deutschland, in Amerika sieht das allerdings ganz anders aus.

Ford Explorer

Um an dieser Stelle den Rahmen nicht völlig zu sprengen, möchte ich Dich abschließend zu meinem ausführlichen Fahrbericht des neuen Ford Explorer verlinken.

Der Ford Explorer PHEV setzt auf einen 3,0 Liter großen EcoBoost V6-Benziner, der in Verbindung mit dem Elektromotor auf eine stolze Systemleistung von 336 kW / 457 PS kommt und ein maximales Drehmoment von 825 Newtonmetern abliefert.

Mit diesen Leistungswerten sichert sich der Ford Explorer bis dato die Spitzenposition unter den Hybrid-Fahrzeugen von Ford. Ob er halten kann, was die Daten versprechen, erfährst Du in meinem Einzeltest Ford Explorer.

Stand: Juli 2020; Test und Fotos: CARWALK – Der Autoblog: Fotos Mach-E und Transit: Ford

2 Gedanken zu “Ford steht unter Strom

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