Fahrbericht: Mitsubishi ASX 1.0 Turbobenziner

Vor einem Jahr durfte ich erstmals in einem Vorserienmodell des Mitsubishi ASX Platz nehmen. Nun ist es an der Zeit, das SUV auf Herz und Nieren zu prüfen. Passend dazu bietet Mitsubishi Motors in Deutschland große Frühjahrsaktionen an. Mit Bezug auf den ASX sicherst Du Dir das Fahrzeug zu einem reduzierten Preis. In nackten Zahlen ausgedrückt heißt das, Du erhältst das Einstiegsmodell in Kombination mit dem Benziner bereits für 19.990 Euro. Der Rabatt von 4.700 Euro gilt bis zum 31.03.2024. Über den Frühling hinaus, gewährt Mitsubishi allen anderen Versionen des ASX bis zum 30.06.2024 einen Preisnachlass von 2.000 bis 4.500 Euro. Dieser variiert letztlich abhängig der gewählten Ausstattung.

In allen Preisen stets enthalten, die 5-Jahres-Garantie, die Mitsubishi bis 100.000 Kilometer gewährt und bei Bedarf um drei weitere Jahre verlängert. Wer sich für einen ASX mit Vollhybrid und Plug-in Hybrid entscheidet, erhält zudem eine 8-Jahres-Garantie auf die Fahrbatterie (bis 160.000 km).

Mit dem „Wir-kümmern-uns-Versprechen“ steht Mitsubishi den Kunden auf dem Weg in die Elektromobilität zuverlässig zur Seite. Wer sich für den ASX mit Plug-in Hybrid entscheidet, erhält mit diesem Versprechen ein Serviceangebot und Dienstleistungen der Extraklasse. Mitsubishi lässt Dich mit der Installation der Wallbox, der Wahl nach dem optimalen Ökostromtarif zuhause sowie der Suche nach transparenten Tarifen für das Laden unterwegs nicht allein. Einmalig, packt der Hersteller die Mobilitätsgarantie von 20 Jahren obendrauf.

Das es sich beim Mitsubishi ASX um ein Klon des Renault Captur handelt, muss man nun wirklich nicht mehr erwähnen und so gehe ich hier und heute dem Vergleich bewusst aus dem Weg. Habe ich mich diesbezüglich bereits vor einem Jahr ausreichend darüber geäußert.

Konzentriert auf die Marke Mitsubishi und die Geschichte des ASX, blicken wir auf die Jahre 2010 bis 2021 zurück. Mit dem Comeback des Mitsubishi ASX kehrt der Hersteller in das stetig wachsende Segment der kompakten SUV zurück.

Die Angebote bieten dem Interessenten die Qual der Wahl. Stellt Mitsubishi dem kompakten SUV nicht nur die Antriebsformen Turbobenziner, Mildhybrid, Vollhybrid oder Plug-in Hybrid zur Wahl. Ergänzend finden sich in der Preisliste vier Ausstattungslinien. Die Kombinationsmöglichkeiten differenzieren abhängig der Motorenwahl.

Steht die BASIS ausschließlich dem 1.0-Liter-Turbo-Benziner zur Seite, können Käufer der Variante PLUS zwischen diesem sowie dem kleineren 1,3-Turbo-Benziner Mildhybrid mit Schaltgetriebe oder 1.6-Liter-Benziner Vollhybrid auswählen.

Mit Bezug auf meinen Testwagen mit dem Turbobenziner veranschlagt die Version 28.390 Euro. Ungeachtet einer Frühjahrsprämie. Äußerlich kennzeichnet sich das Modell durch die silberne Dachreling, verdunkelte Privacy Glasscheiben ab der B-Säule und elektrisch anklappbare Außenspiegel.

Die reguläre Preisliste ergänzen die Intro Edition und das TOP-Modell. Gesondert listet Mitsubishi das Sondermodell Select auf, welches ich in diesem Bericht außen vor lasse.

In meinem Testwagen Mitsubishi ASX PLUS erhalte ich im Vergleich zum Einstiegsmodell BASIS zwar den schlüssellosen Zugang, den Regensensor, die Klimaautomatik und das beheizte Lederlenkrad, doch muss mich in Anbetracht der Möglichkeiten und Angebote die das SUV bereithält etwas in Verzicht üben.

Lässt sich in meinem gefahrenen Fahrzeug der Beifahrersitz nicht in der Höhe verstellen, ein 12 Volt-Anschluss und USB-Schnittstellen finden sich bei beiden Einstiegsmodellen nur vorn. Die anderen Ausstattungen ergänzen diesen um einen weiteren Anschluss und Schnittstellen hinten.

Ich blicke auf eine analoge und nicht digitale Instrumenteneinheit, die Mitsubishi in 7 oder 10,25 Zoll bereit hält. Jedoch nur in Verbindung mit den Hybriden und den Ausstattungen Intro Edition und TOP. Dies gilt darüber hinaus für das 3D-Navigationssytem. Welches Mitsubishi an den 9,3 Zoll Touchscreen und die Smartphone-Anbindung koppelt, seitens Android Auto und Apple CarPlay. Letztere bereits kabellos.

Das Ablagefach für induktives Laden geeigneter Smartphones findet sich ausschließlich im TOP-Modell. Die Bose Premium Sound-Anlage inklusive Subwoofer gibt es ebenfalls nur dort. Sowie den vollelektrisch einstellbaren Fahrersitz, gehüllt in Leder und ausgestattet mit einer manuellen Lendenwirbelstütze.

Das digitale Kombiistrument mit 7-Zoll-Bildschirm ist konfigurierbar, das Digitalcockpit in 10,25 Zoll sogar vollständig personalisierbar. Darüber muss ich mir im Test keine Gedanken machen. Muss ich mich mit der Version mit analoger Anzeige begnügen sowie dem 7-Zoll-Touchscreen im Querformat über der Mittelkonsole.

Bei der statischen Veranstaltung konnte ich das 9,3-Zoll-Display im Hochformat erleben, welches sogleich für eine andere optische Darstellung sorgt. Das Multi-Sense-System dient als Schnittstelle und umfasst verschiedene Funktionen und Einstellungen das Fahrzeug und die Konnektivität betreffend.

Angenehm weich unterschäumte Materialien sowie die tadellose Verarbeitung weiß zu überraschen und gefällt.

4.23 Meter lang, 1.80 Meter breit und mit Dachreling 1.58 Meter hoch, entspricht der ASX dem klassischen Gardemaß eines Kleinwagen-SUVs. Der ASX bietet für ein SUV der kleinen Kategorie ein großzügiges Platzangebot. Insbesondere vorn fühlen sich Großgewachsene sehr wohl. Doch auch zwei 1.90 Meter Insassen reisen hier bequem hintereinander. Bietet die zweite Sitzreihe eine überraschend gute Beinfreiheit.

Cleveres Detail, die Rückbank lässt sich um 16 Zentimeter verschieben. Entsprechend variiert der Bein- und Gepäckraum. Möchte man mehr Kapazität im Kofferraum schaffen, reicht ein Handgriff aus und der Laderaum wächst um 114 Liter an. Lege ich nun noch die Rücksitzlehnen um, wächst das Stauvolumen von 422 bis 536 Liter auf 1.275 Liter.

Gepäckstücke oder Einkäufe, Ladegut im Allgemeinen muss man etwas höher anheben, befindet sich die Ladekante auf einer Höhe von 78 Zentimeter. Die folgende Stufe gleicht der variable Ladeboden aus. Der doppelte Ladeboden findet sich – ausgenommen die BASIS-Ausstattung – serienmäßig an Bord.

Ausklappbare Tische an den Rückseiten der Vordersitzlehnen, entnehmbare Sonnenschutznetze und weitere praktische Details steigern den Nutzen und finden sich im Zubehörkatalog. Die Übersichtlichkeit des ASX ist durchaus verbesserungsfähig, der eingeschränkten Sicht nach hinten möchte Mitsubishi zumindest mit der Rückfahrkamera entgegenwirken.

Seit geraumer Zeit zählt der sogenannte „Dynamic Shield“-Kühlergrill zu dem für die Marke charakterisierenden Designelement. Welches sich in der Neuauflage des Mitsubishi ASX modern interpretiert präsentiert. Der Grill stellt das gelungene Bindeglied zwischen den Frontscheinwerfern dar. Die Elemente bilden eine harmonische Einheit. Das SUV streckt optisch stolz seine Nase dem Wind entgegen. Diese ausdrucksvolle Gestaltung zieht sich in Form der fließenden Übergänge und kraftvollen Linienführung vom Kühlergrill und den groß dimensionierten Scheinwerfern über die Silhouette bis hin zum Heck.

Auch hier sorgen die Rückleuchten für Strahlkraft, jeweils in LED gehalten, ist die Zeichnung an Front und Heck markant und gelungen. In großen Lettern erstreckt sich zwischen den Heckleuchten der Schriftzug „Mitsubishi“.

Mitsubishi ist bekannt für sein einzigartiges Angebot an Zubehör. Dieses stellt der Hersteller Interessenten aller Modellreihen zur Wahl und sticht mit direkt auf die Fahrzeuge zugeschnittenen Zubehörartikeln hervor. Vom einzigartigen Hundeausbau über Fahrradträger selbst beim Kleinstwagen, der Zubehörkatalog hält ein derart breit gefächertes Angebot bereit, dass ein Blick in die Zubehörliste unumgänglich ist.

Neben den zahlreichen praktischen Ausstattungsmerkmalen finden sich dort zudem Features, die den dynamischen Auftritt des Mitsubishi ASX nochmals schärfen. 19 Zoll-Leichtmetallfelgen, markante Seitenschweller und Trittbretter, Außenspiegelgehäuse und vieles mehr.

Seitens der Farbpalette, stehen sechs Farben zur Wahl. Den Ausstattungen BASIS und PLUS bleibt die Zweifarb-Metallic-Lackierung leider verwehrt. Die anderen Versionen ersetzen die Einfarb-Metallic-Lackierung für 750 Euro für einen weiteren Aufpreis von 450 Euro um den Kontrast-Look. Ausgenommen das Nacht-Blau und Onyx-Schwarz Metallica, lassen sich die Metallic-Farben Royal-Blau, Anthrazit-Grau, Aurora-Rot und Himalaya-Weiß mit dem in Onyx-Schwarz lackierten Dach kombinieren.

Was darf es sein? Ein klassischer Turbo-Benziner, Antriebe mit Mildhybrid- und Vollhybrid-Technologie oder ein Plug-in Hybrid, der rein elektrisch bis zu 48 Kilometer beziehungsweise 62 Kilometer innerorts zurücklegt? Die Antriebsformen seitens der Benziner ist wahrlich vielfältig, ein Diesel findet sich nicht im Angebot.

Mit Blick auf unseren Testwagen Mitsubishi ASX 1.0 Turbo-Benziner PLUS entschied sich der Hersteller für die Einstiegsmotorisierung. Der Dreizylinder verzichtet auf elektrifizierte Komponenten und die Möglichkeit den Motor an das Doppelkupplungsgetriebe zu knüpfen. Das 7-Gang-DCT steht der 158 PS starken Mildhybrid-Version zur Seite. Die Varianten Vollhybrid und PHEV erhalten das automatische Multi-Mode-Getriebe.

Der 1.3 Turbo-Benziner Mildhybrid mit vier Zylindern und 140 PS sowie der 1.0 Turbo-Benziner sind ausschließlich mit dem Handschalter erhältlich. Übernehme ich bei meinem Dreizylinder die Schaltarbeit noch selbst. In heutigen Zeiten wird dieser Vorgang ja immer mehr zur Seltenheit. Erfreulicherweise finde ich im Mitsubishi sechs Gänge vor, die sich reibungslos wechseln lassen.

Der 1.0 Turbo-Dreizylinder ist mit 67 kW/91 PS im Vergleich zu den anderen Motoren natürlich etwas schwach auf der Brust. Mit einem Sprintwert von 14 Sekunden wird dies auch auf dem technischen Datenblatt deutlich. Der Dreizylinder-Turbo mit 1 Liter Hubraum liefert 160 Newtonmeter ab 2000 Umdrehungen pro Minute. Beschleunigungsorgien sind hier natürlich nicht zu erwarten. Dennoch treibt er das 1,2 Tonnen schwere Gefährt ausreichend an. Im Alltag schwimme ich gut mit. Das Aggregat vermittelt mir ein zuverlässiges Fahrgefühl. Akustisch wahrnehmbar, bleibt aber auch hier der Störfaktor aus.

Der Einstiegsmotor stellt bewusst den Preis und die Effizienz in den Fokus. Doch wie sparsam ist das kompakte SUV letztlich? Laut Hersteller realisiert der Mitsubishi ASX 5,8 Liter nach WLTP. Das entspricht einem Mehrwert von einem Liter gegenüber dem ersten im ASX erhältlichen Vollhybrid. Verbrauchswerte von unter sechs Liter sind unter höchster Zurückhaltung möglich, im alltäglichen Stadt-Land-Mix attestiere ich dem Fahrzeug eher 6 bis 6 ½ Liter.

In der Fahrzeugklasse eine gängige Entscheidung, der Verzicht auf einen möglichen Allradantrieb. Somit finde ich im ASX den Frontantrieb vor, gepaart mit einer betont straffen Fahrwerksabstimmung. Diese Auslegung erweckt tendenziell einen agileren Eindruck. Beim sportlichen Ritt durch die engen Kehren neigt der ASX zu kontrollierbaren Untersteuern, schiebt er nur leicht über die Vorderräder. Die Elektronik hat das Fahrzeug gut im Griff und greift spürbar aber nicht störend ein. Ansonsten bleibt das Modell ziemlich neutral, die Karosserieneigungen sind zu vernachlässigen.

Die angenehm straffe Lenkung erlaubt ein müheloses Handling. Im Test folgt das SUV willig der elektromechanischen Servolenkung. Seitens des Komforts präsentiert sich mir der Mitsubishi ASX im Alltagstest keineswegs negativ. Im Vergleich mit dem ein oder anderen Mitbewerber liegt der Federungskomfort jedoch weniger im Fokus. Das Fahrwerk entspricht guten Standard und verzichtet auf die Möglichkeit, die Abstimmung der Federung zu variieren. Beispielsweise durch Fahrmodi Komfort oder Sport.

Mit dem MI-PILOT-System realisiert die neue ASX-Generation erstmals teilautonomes Fahren. In Verbindung mit der adaptiven Tempoautomatik und dem aktiven Spurfolgeassistent. Zumindest, wenn man sich das Topmodell gönnt, ausschließlich in diesem Modell finden sich beide Sicherheitsmerkmale serienmäßig.

In der von mir erlebten PLUS-Version sowie dem Basismodell muss man zudem auf den Geschwindigkeitswarner, den automatisch abblendenden Innenspiegel, die Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion und leider auch den Totwinkelassistent verzichten.

Diese Features kennzeichnen die Intro Edition und den ASX TOP von Haus aus. Ein aktiver Spurhalteassistent, der Notbremsassistent, die Einparkhilfe und Rückfahrkamera, die Verkehrszeichenerkennung und die Notruffunktion finden sich wiederum in allen Ausführungen. Ebenso das Auffahrwarnsystem, das Fußgänger und Radfahrer erkennt.

Stand: März 2024; Test und Fotos: Lexi Lind

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