BMW 750i xDrive – Luxuslimousine per excellence

Mit der aktuellen 7er Baureihe sorgte BMW wahrlich für Aufsehen. Selten hatte es ein Facelift so in sich. Es handelte sich nicht wie von vielen zunächst vermutet um eine neue Modellgeneration der Oberklasselimousine. Der Münchner Automobilbauer nahm sich viel mehr die Ende des Jahres 2015 eingeführte sechste Generation zur Brust, überarbeitete die Motoren, modifizierte Fahrwerk und Lenkung, optimierte die Fahrassistenten, setzte auf modernste Konnektivität und nahm eine einschneidende optische Modellpflege vor. Die Designer spendierten dem Fahrzeug eine gigantische Doppelniere, die den BMW 7er förmlich für sich einnimmt. Und wenn hinter diesem Kühlergrill noch viel mehr Auto steckt, über das es zu berichten gilt, so muss ich mich zunächst dem Design widmen.

Die Neuauflage des BMW 7er strotzt vor Selbstbewusstsein. Trotz der imposanten Erscheinung wirkt die Oberklasselimousine aber aus keinem Blickwinkel klobig oder gar plump.

Der BMW 7er ist in zwei Karosserievarianten erhältlich. Die klassische Variante kommt auf stolze 5.120 Millimeter und wird in der Langversion um weitere 140 Millimeter überragt. Die aktuelle Generation legt gegenüber dem Vorgänger jeweils 23 Millimeter zu. In der Breite und in der Höhe bleibt die Karosserie unverändert.

Unweigerlich die größte Veränderung, ist an der höheren Fahrzeugfront auszumachen. Die gar riesige BMW Niere schreckte mich ehrlich gesagt zu Beginn an ab. Die von einem einteiligen Rahmen eingefasste Doppelniere ist rund 40 Prozent größer als zuvor und derart dominierend. Sie nimmt die Blicke für sich ein und birgt eine Faszination der man sich nicht entziehen kann. Ob sie einem nun gefällt oder nicht.

Die aktive Kühlluftklappensteuerung öffnet die verstellbaren Klappen nur bei erhöhtem Kühlluftbedarf. Die Nierenstäbe sind je nach Ausstattung in Aluminium oder in hochglänzendem Chrom ausgeführt. Die Zierstäbe auf den Luftklappen sind in Verbindung mit dem M-Sportpaket in Schwarz gehalten. Der BMW M760Li xDrive setzt auf Ceriumgrau.

Fast zur Nebensache geraten die Scheinwerfer, die aber ebenso ausdrucksstark und unverwechselbar für das Fahrzeug sind. Das markentypische Vieraugen-Gesicht wurde im BMW 7er modern interpretiert und mit effizienter LED-Technologie ausgestattet, die für eine lichtstarke Ausleuchtung sorgen.

Stets mit Adaptiven LED-Scheinwerfern mit variabler Lichtverteilung, Kurven-und Abbiegelicht sowie dem blendfreien Fernlichtassistenten BMW Selective Beam ausgestattet, findest Du unter den Sonderausstattungen das BMW Laserlicht.

Die blauen Elemente setzen einen optischen Akzent mit hohem Wiedererkennungwert, während die Funktion des Fernlichts eine Reichweite von bis zu 560 Metern erreicht.

Kann ich meinen Blick von der Front lösen, erfreue ich mich an der ausdrucksstarken Seitenansicht. Der lange Radstand trifft auf knackig kurze Überhänge. Die Proportionen sind ausgewogen, der Dachverlauf fließend und mündet im sehr gelungenen Heck.

Die flachen dreidimensional modellierten Heckleuchten und die durchlaufende Lichtleiste betont die breite Statur des Fahrzeuges zusätzlich. Vollständig in LED-Technik ausgeführt, sind die Oberflächen in Rot und Schwarz gehalten.

Wohlfühl-Atmosphäre der besonderen Art erwartet mich im Innenraum des BMW 7er. BMW hat ein Ambiente von überragender Qualität geschaffen, dass sowohl luxuriöse wie auch Hightech-Elemente gelungen miteinander vereint. Wer möchte, kann mit BMW Individual die Exklusivität gen Himmel heben.

Zu den Technik-Features zählt unter anderem das serienmäßige BMW Live Cockpit Professional. Dieses umfasst eine digitale Instrumenteneinheit in hochauflösender Darstellung und einer Bildschirmgröße von 12,3 Zoll. Der mittig an der Armatureneinheit platzierte Control Display misst 10,25 Zoll. Die Darstellung und Menüführung des Infotainment-Systems kannst Du selbst konfigurieren.

Die unzähligen Funktionen lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise bedienen. Sei es per Touch, Lenkradtasten, Gestensteuerung, iDrive-Controller oder die Sprachsteuerung. So vielfach die Bedienmöglichkeit, so zahlreich sind die Verstelloptionen der Sitze.

Treu zur Seite steht mir der BMW Intelligent Personal Assistant. Mit „Hey BMW“ angesprochen, erlaubt er mir per Sprache den Zugriff auf diverse Funktionen. Du kannst Deinem Assistenten wenn gewünscht einen individuell ausgewählten Namen geben. Dein Assistent lernt stets dazu und erweitert den Umfang über Remote Software Upgrade um weitere Funktionen und Fähigkeiten.

Zu diesen zählt bereits, dass der BMW Intelligent Personal Assistant Deine Gewohnheiten berücksichtigt, er weiß um Deine bevorzugten Einstellungen. Die Funktionsweise während der Testphase war tadellos. Auf meine Worte „Hey BMW, mir ist zu warm“ regulierte er umgehend die Temperatur im Fahrzeug. Stehen Fragen zum Fahrzeug oder der Bedienung im Raum, kannst Du diese direkt an den BMW Intelligent Personal Assistant stellen.

Die Smartphone Integration ermöglicht die Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto. Auf meine Smartphone Apps kann ich somit über WLAN kabellos auch im und über das Fahrzeug zugreifen. Diese werden direkt in das Anzeige- und Bediensystem integriert. Der Fahrer kann alle wichtigen Informationen der dort bereitgestellten Apps auf dem Control Display sowie Navigationshinweise auch im Instrumentenkombi sowie auf dem optionalen Head-Up Display sehen.

Die Navigation ist vernetzt und lernfähig und verfügt über digitale Services wie On-Street Parking Information und ParkNow. Als BMW Kunde kannst Du digitale Dienste im Connected Drive Store für drei Monate bis zu drei Jahren nachbuchen.

Die Bowers&Wilkins-Surroundanlage durchströmt den Innenraum mit einem Sound einmaliger Qualität. Mit der Komfortverglasung setzt BMW auf eine besondere Lärmdämmung. Während diese in erster Linie die Insassen vor störenden Außengeräuschen verschonen soll, spielt sie in diesem Fall einen weiteren Vorteil aus. Kann ich ruhigen Gewissens die Musik laut aufdrehen, ohne jemanden zu belästigen.

Angebunden an Microsoft Office 365 und Skype for Business kannst Du Dein Homeoffice ins mobile Büro verlagern und Telefonkonferenzen bequem von der Rückbank aus abhalten. Dem Kapitel „Fond-Entertainment“ könnte man einen eigenen Testbericht widmen, so umfangreich ist das Angebot.

Die Raumverhältnisse in meinem „kurzen“ BMW 7er sind derart großzügig und dennoch weiß der Münchner Automobilbauer diese mit der Langversion zu überragen. Luxus der Extraklasse gibt es in beiden Karosserievarianten nicht umsonst, bevor ich mir mit all den Aufpreisen und Kosten die Laune verderbe, möchte ich sie zunächst einfach nur genießen.

Und mit dem Entertainment-System das mich im Fond der Oberklasse-Limousine erwartet, gibt es einiges zu erleben. Mit jeweils zwei 10 Zoll großen Full-HD-Touch-Displays an den Lehnen der Vordersitze, einem herausnehmbaren 7 Zoll Tablet in der Mittelkonsole und BMW Touch Command ausgestattet, ist es mir möglich die Steuerung bequem von hier aus vorzunehmen. Ob ich nun die Klimaanlage steuern, die Sitzeinstellung vornehmen oder das Infotainment- und Kommunikationssystem beziehungsweise die Navigation bedienen möchte.

Um diesen beeindruckenden Luxus im Fond genießen zu können, muss ich mich als leidenschaftlicher Fahrer dazu zwingen, das Lenkrad auch mal aus der Hand zu geben und auf der Rückbank Platz zu nehmen. Und glaube mir, sich im BMW 7er chauffieren zu lassen, ist ein Wellness-Kurzurlaub. Allerdings ist das Vergnügen, die Limousine selbst zu fahren, so groß, da lockt der Fahrersitz zu sehr. In den Genuss der verschiedenen Massageprogramme kam ich in meinem Testwagen erfreulicherweise vorne wie hinten.

In der Langversion erhältst Du für einen Aufpreis von 5,400 Euro noch mehr Platz, der Radstand wächst in der langen Version der Luxuslimousine um 14 Zentimeter. Dieser Zuwachs kommt dem Raumangebot im Fond zu gute. Welches in meinem „Standard“-7er aber bereits mehr als großzügig war. Das Kofferraumvolumen ist mit 515 Liter ebenfalls alles andere als knapp bemessen.

Der Komfortanspruch steht bei einer Luxuslimousine verständlicherweise ganz oben im Lastenheft. BMW weiß diesem Anspruch eindrucksvoll gerecht zu werden und überrascht zugleich mit einer Freude am dynamischen Fahren.

Beim Facelift hat man kleine aber sehr aussagekräftige Anpassungen vorgenommen. Gerade die Lenkung betreffend, weiß der aktuelle BMW 7er alte Schwächen gänzlich auszumerzen.

Die alternativ erhältliche Integral-Aktivlenkung kombiniert die elektromechanische Vorderrad-Lenkung einschließlich der geschwindigkeitsabhängigen Lenkkraftunterstützung Servotronic und der variablen Lenkübersetzung mit einer lenkbaren Hinterachse. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lässt sich das Flaggschiff kinderleicht rangieren, der Wendekreis liegt bei 12,6 Meter.

Zieht das Tempo an, agiert die Lenkung angenehm straff und zielgenau. Je nach Fahrgeschwindigkeit lenken die Hinterräder unterschiedlich mit. Dies spielt sowohl bei der Kurvenhatz, aber auch im engen Großstadtdschungel seine Vorteile aus. Manövriere ich das Fahrzeug bei niedrigen Geschwindigkeiten werden die Hinterräder entgegen dem Lenkwinkel der Vorderräder eingeschlagen. Dies erfolgt jetzt bereits bei einer besonders niedrigen Geschwindigkeit von weniger als drei Stundenkilometer.

Serienmäßig glänzt das adaptive Fahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern und einer Zweiachs-Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung sowie Fahrerlebnisschalter. Bei einer ungleichmäßigen Beladung ist es möglich die Luftversorgung der Federung individuell für jedes Rad zu regeln. Zudem lässt sich die gesamte Fahrzeughöhe mittels Tastendruck um 20 Millimeter anheben.

Das optional verfügbare Fahrwerkssystem Executive Drive Pro inklusive Wankstabilisierung sorgt in meinem Testwagen für hervorragende Federungsqualitäten und begeistert mit einer unerwarteten Agilität.

Trotz seiner enormen Größe ist es den Verantwortlichen gelungen, das Gewicht im Zaun zu halten. Der BMW 750i bringt es auf ein Leergewicht von knapp über zwei Tonnen. Schwerfällig wirkt das Flaggschiff keineswegs und weiß selbst in Extremsituationen auf ein neutrales Fahrverhalten zu setzen. Lenke ich den BMW 7er scharf und mit hohem Tempo in die Kurve, ist es absolut beeindruckend wie er diese meistert und sich ins Zeug wirft. Insbesondere im aktivierten Sport-Modus.

Hält der Fahrerlebnisschalter, was sein Name verspricht. Aktiviere ich den Modus ADAPTIVE, übernimmt das System die Abstimmung mit Fokus auf den Fahrstil und die jeweilige Fahrsituation. Dabei berücksichtigt das Fahrzeug Fahrpedal-und Lenkradbewegungen, Getriebeeinstellung und darüber hinaus die Navigationsdaten. Somit erkennt das System nahende Kurven oder Schnellstraßen und stellt umgehend die passende Abstimmung bereit.

Darüber hinaus beinhaltet Executive Drive Pro eine vorausschauende Fahrwerksregelung. Die Vorausschauinformationen für die Regelung der kombinierten Fahrwerkssysteme werden aus Daten der Fahrstilanalyse, den Informationen des Navigationssystems und einer Stereokamera ermittelt und verbessern Fahrkomfort und Fahrsicherheit.

Der Allradantrieb gehört bei dem von mir gefahrenen 750i zur Serienausstattung. Selbst bei Nässe ist es mir möglich, eine sportliche Gangart an den Tag zu legen. Das Flaggschiff bleibt sicher und souverän zu handeln, die Antriebskraft wird verlustfrei auf die Straße übertragen.

Vernetzt mit der Fahrstabilitätsregelung DSC und der elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung verteilt der Allradantrieb das Antriebsmoment bedarfsgerecht und variabel zwischen den Vorder- und Hinterrädern. In alltäglichen Fahrsituationen, in denen der Allradantrieb nicht von Nöten ist, leitet das System die Kraft ausschließlich an die Hinterräder, der Verbrauch wird somit reduziert.

BMW spricht von „Akustikkomfort“ und bringt es damit auf den Punkt. Abroll-, Motor- oder Windgeräusche stören die Insassen zu keiner Zeit. Diese Kombination aus Laufruhe und Federungskomfort bescheren dem BMW 7er einzigartige Reisequalitäten. In dieser Oberklasselimousine kann die gefahrene Strecke kann gar nicht lange genug sein.

Der in meinem Testfahrzeug verbaute V8-Motor mit den beiden Twin-Scroll-Turboladern wurde mit dem Facelift neu ins Portfolio aufgenommen. Der 4,4 Liter große Biturbo-Achtzylinder präsentiert sich grundlegend neu und wird gegenüber dem Vorgängermotor von 80 PS (60 kW) mehr befeuert. Stolze 530 PS (390kW) treffen im BMW 750i xDrive auf ein maximales Drehmoment von 750 Newtonmeter, 100 Nm mehr als zuvor. Bei einer Drehzahl von 5.500 bis 6.000 Touren steht die geballte Power voll bereit. Das maximale Drehmoment wird zwischen 1.800 und 4.600 Umdrehungen bereitgestellt.

Auch bei leichtem Tritt aufs Gaspedal ist eindrucksvoller Vortrieb garantiert. Wer den Pferden freien Lauf lässt, katapultiert die Oberklasselimousine in gerade mal vier Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Mich persönlich reizen die kurzen Zwischensprints, egal aus welcher Situation oder Geschwindigkeit heraus, es geht beeindruckend nach vorn. Stets untermalt von einer wunderschönen V8-Klangkulisse, der serienmäßigen klappengesteuerten M-Sportabgasanlage. Das mehr als 250 Stundenkilometer möglich wären, ist zu spüren. Nichts desto trotz, wird der BMW 7er bei dieser Höchstgeschwindigkeit elektronisch abgeriegelt.

Weiterentwickelt wurde im Facelift darüber hinaus das 8-Gang Steptronic Getriebe. Dieses übernimmt mit einer neuen elektronischen Getriebesteuerung stets ruckfrei und auf höchstem Komfortniveau die Kraftübertragung. Die erweiterte Spreizung der Gangstufen trägt zu einer komfortableren und effizienteren Arbeitsweise bei.

Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beläuft sich laut Datenblatt des Herstellers nach NEFZ auf 9,5 Liter auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen betragen entsprechend 216 Gramm. Den angegeben WLTP-Verbrauch von 10,9 bis 10,5 Litern je 100 Kilometer konnte ich im Alltagstest nahezu auf das Komma genau realisieren. Womit mich das Flaggschiff durchaus überraschen konnte. In Verbindung mit dem 78 Liter großen Tank konnte ich im Rahmen des Tests Strecken von 800 bis 900 Kilometer zurücklegen.

Die modernste BMW TwinPower Turbo Technologie umfasst beim 750i Twin-Scroll-Turbolader, die Benzin-Direkteinspritzung High Precision Injection, die vollvariable Ventilsteuerung VALVETRONIC und die variable Nockenwellensteuerung Doppel-VANOS. Der BMW 750i erfüllt wie die gesamte BMW 7er Baureihe – die Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder, darunter Dieselmotoren und Plug-in-Hybride umfasst – die Emissionsnorm Euro 6d-TEMP.

Die serienmäßigen und optionalen Fahrhilfen wurden optimiert und die einzelnen Systeme um zusätzliche Funktionen ergänzt. Diese unterstützen und warnen Dich, minimieren mit gezielten Brems- oder Lenkeingriffen das Unfallrisiko und steigern die Sicherheit.

Stets serienmäßig finde ich die Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion vor, gegen Aufpreis arbeitet die Regelung bis zu Tempo 210 aktiv und verfügt über die Stop&Go-Funktion. Im neuen Modell ist zusätzlich die adaptive Abstandsregelung enthalten. Das System hält das von mir gewählte Tempo sowie den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unter Berücksichtigung der Verkehrslage ein. Wenn nötig, wird der BMW 7er bis zum Stillstand abgebremst. Befinde ich mich in stockendem Verkehr, erfolgt auch das Wiederanfahren automatisch und ohne mein Zutun.

Zugegeben, dass Problem der fehlenden Rettungsgasse hat sich in den vergangenen Monaten verbessert, besteht aber weiterhin. Ausmerzen könnte es der neue Rettungsgassenassistent. Dieser führt Deinen BMW 7er in Stausituationen automatisch an den Rand Deiner Fahrspur.

Die Verkehrszeichenerkennung berücksichtigt nun zeitlich befristete und nur an bestimmten Wochentagen geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen. Eine entscheidende Weiterentwicklung. Für eine weitere Entlastung meinerseits sorgt die automatische Einhaltung der erkannten Tempolimits. Wer den Vorgaben nicht Strichgenau folgen möchte, kann das System Speed Limit Info auf eine Abweichung um bis zu 15 Stundenkilometer einstellen.

Sehr hilfreich, die Abstandsinformation unterstützt Dich auch bei nicht aktivierter Geschwindigkeits- und Abstandsregelung. Über eine Anzeige wirst Du über die Einhaltung einer festgelegten Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug informiert.

Der kamera-und radarbasierte Driving Assistant beinhaltet unter anderem die Auffahr-und Personenwarnung mit City-Bremsfunktion, die im aktuellen Modell zudem Radfahrer erkennt. Der Driving Assistant ist serienmäßig an Bord und hält das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten zwischen 70 und 210 km/h in der Spur. Beziehungsweise unterstützt Dich zwischen 20km/h und der Höchstgeschwindigkeit mit einem aktiven Lenkimpuls.

Der Driving Assistant hat auch das Geschehen hinter dem Fahrzeug im Blick und verfügt über die Heckkollisionswarnung und die Querverkehrswarnung.

Mit dem Driving Assistant Professional erhältst Du zudem beim Vorwärtsrangieren hilfreiche Querverkehrswarnungen sowie die Vorfahrts- und Falschfahrwarnungen. Ein weiterer Bestandteil ist die Ausweichhilfe, der Lenk-und Spurführungsassistent einschließlich Stauassistent sowie der Spurhalteassistent mit aktivem Seitenkollisionsschutz. Hiermit geht BMW den Schritt gen automatisiertes Fahren.

Die im Driving Assistant Professional enthaltene Aktive Geschwindigkeitsregelung umfasst eine navigationsdatengestützte Anpassung des Tempos an die gefahrene Strecke. Nähere ich mich Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren verzögert der Assistent automatisch auf die jeweils passende Geschwindigkeit. Basierend auf den Navigationsdaten berücksichtigt die Verkehrszeichenerkennung auch die Tempobegrenzungen im weiteren Streckenverlauf. Somit werden diese frühzeitig berücksichtigt.

Die Aktive Navigationsführung weist mich auf meinen Reisen auf den Spurwechsel hin und mithilfe des Spurwechselassistenten kann ich diese bequem vollziehen.

Das Nachtsichtsystem BMW Night Vision ist optional erhältlich und liefert ein Echtzeit-Videobild. Personen sowie größere Tiere und andere Wärme abstrahlende Objekte werden erkannt und im Control Display dargestellt. Das Nachtsichtsystem umfasst ein Markierungslicht und leuchtet registrierte Objekte mit dem Scheinwerfer an.

Parken und Rangieren ist bei einem Fahrzeug dieser Größenordnung wahrlich nicht zu unterschätzen. Wie eindrucksvoll und kinderleicht der BMW 7er sich auch einparken lies, es liegt nicht jedem und manch einer ist auch von der Fahrzeuggröße eingeschüchtert.

Wie gut, dass der BMW 7er auf Wunsch einem diese Sorgen nimmt. Automatisiertes Ausparken aus Längsparklücken, kein Problem. Automatisches Rangieren ist dank Rückfahrassistent ebenfalls möglich. Das Fahrzeug speichert die letzten 50 vorwärts gefahrenen Meter und kann diese abrufen und alleine wieder zurückfahren. Selbst ein ferngesteuertes Parken ist via BMW Display Schlüssel möglich.

Die Oberklasse-Limousine verwöhnt mich mit Luxus der Extraklasse, Komfort der Seinesgleichen sucht, einer beeindruckenden Performance und eindrucksvollen Sicherheitsfeatures. Das all die in meinem Fahrbericht aufgeführten Annehmlichkeiten und Features nicht im Basismodell enthalten sind, verständlich. So treibt mein sehr üppig ausgestatteter Testwagen den Grundpreis von 119.000 Euro für den BMW 750i xDrive rasant in die Höhe.

Zunächst wählst Du aus den vier Modellvarianten, nun konfigurierst Du Farbe und Interieur, dann kannst Du aus Paketen und Editionen wählen. Abschließend stehen Dir einzelne Sonderausstattungen zur Wahl. Am Beispiel meines Testwagens habe ich einen Aufpreis von über 46.000 Euro errechnet. Dies möchte ich abschließend einfach unkommentiert stehen lassen.

Stand: Januar 2021; Text und Fotos: Lexi Lind

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