Volvo V60 – Tradition verpflichtet.

Volvo ohne Kombis, einfach undenkbar. Bereits mit dem „V“ der 90er Familie setzte der schwedische Premium-Hersteller die seit 1953 bestehende Tradition mehr als eindrucksvoll fort und begeisterte mich restlos. Nun freut es mich um so mehr, die Geschichte wird mit der neuen Volvo V60 Generation auf wunderbare Weise weiter erzählt.

Im vergangenen Jahr führte Volvo die zweite Generation des SUV XC60 ein, in wenigen Wochen rollt die Neuauflage des Volvo V60 in die Showrooms der deutschen Volvo-Händler. Womit die 60er Familie um den Kombi und somit ein weiteres sehr wichtiges Modell wächst. Für Volvo ist dieser V60 der legitime Nachfolger des Klassikers und Bestsellers Volvo V70. Ich möchte an dieser Stelle aber gar keinen Blick zurück werfen oder gar einen Vergleich anstellen, ist der neue V60 einfach zu schön, zu gelungen, um sich da noch mit irgendwelchen Vorgängern aufzuhalten.

Dem großen Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten, ist der neue V60 letztlich aber doch nicht nur ein kleiner Ableger. Denn wer genau hinsieht, entdeckt im direkten Vergleich mit dem V90 (gerade in der Seitenansicht) eine dynamischer verlaufende Linienführung. Und so paart der Mittelklasse-Kombi das elegante, sehr stilvolle und mittlerweile für die Marke charakteristische Design mit einer zusätzlichen Sportlichkeit, die den Volvo V60 unglaublich gelungen dastehen lässt. Womit die Schweden ein weiteres mal beweisen, so geht Kombi.

Der Kühlergrill mit dem bekannten Wasserfall-Motiv und die LED-Scheinwerfer mit dem sogenannten „Thors Hammer“-Lichtmotiv dürfen natürlich auch bei diesem Volvo nicht fehlen und zählen auch hier zu den kennzeichnenden Merkmalen.

Natürlich, nichts geht weiter auseinander als Geschmäcker. Doch ich muss sagen, das Mercedes C-Klasse T-Modell, der BMW 3er Touring und der Audi A4 Avant sehen doch gegen den Volvo V60 wahrlich blass aus.

Kurz und knapp, der Volvo V60 ist in meinen Augen einer der schönsten Mittelklasse-Kombis und so alles andere als „mittelklasse“. Denn dieser Designeranzug wirkt nun wirklich nicht wie von der Stange.

Auch im Innenraum heben sich die Schweden deutlich und sehr gelungen von den Mitbewerbern ab, zwar macht Volvo zwischen den eigenen Baureihen kaum Unterschiede, doch warum auch, wenn das Ambiente letztlich so gelungen ist.

Ich bin einfach Fan von dieser skandinavischen Designphilosophie, trotz der klaren und teils kühlen Ausrichtung, schafft Volvo es dennoch eine tolle Wohlfühlatmosphäre zu kreieren. Zudem setzen sie auf feinste Materialien, eine vorbildliche Verarbeitung und Liebe zum Detail.

Dreh- und Angelpunkt im Volvo V60 ist der neun Zoll große und stets serienmäßige tablet-ähnliche Touchscreen, zentral und senkrecht positioniert ist dieser sowohl vom Fahrer wie auch Beifahrer sehr gut zu erreichen. Zunächst vielleicht etwas ungewöhnlich, lässt sich hierüber selbst die Klimaanlage steuern. Teils verlangt die Steuerung der einzelnen Funktionen zwar eine Eingewöhnung, doch schon nach wenigen Testkilometern hat man die etwas andere Bedienung raus.

Statt der acht Zoll großen digitalen Instrumentenanzeige im Momentum, verbaut Volvo in der Inscription Line serienmäßig sogar eine 12,3 Zoll große hochauflösende Anzeige mit zwei variablen Rundinstrumenten und Info-Display hinter dem Lenkrad, die optional für 450 Euro aber auch für das Einstiegsmodell verfügbar ist.

Deinen Volvo V60 kannst Du darüber hinaus mit einem Head-up-Display und dem Sensus 3D-Navigationssystem ausstatten, doch hier ist zumindest die Routenführung betreffend Nachbesserung angesagt, die Anzeige sowie Ansage ist stets verzögert und sorgt so gerade im Großstadtdschungel schnell für Verwirrung.

Mit dem Infotainment-System Sensus Connect sowie dem Audiosystem High Performance Sound verwöhnt Volvo Dich bereits in der Basisausstattung und bietet Dir zudem einen Internetzugang, cloudbasierte Apps für Musik-Streaming sowie andere Diensten, darunter auch „Park & Pay“, das die Parkplatzsuche und den Bezahlvorgang im Parkhaus übernimmt.

Mit der Connected Service Booking App setzt sich Dein Volvo V60 sogar auf Wunsch bei einer anstehenden Wartung oder Inspektion selbstständig mit Deinem Händler in Verbindung. Auch wenn ein Fehler entdeckt wird, informiert Dich das System. Zudem erinnert die Connected Service Booking App an einen vereinbarten Termin und navigiert Dich auf Wunsch zum Volvo Partner.

Für 360,- Euro Aufpreis kannst Du Dein Smartphone außerdem über Apple CarPlay oder Android Auto in das Sensus Connect System einbinden und Apps auf dem großen Touchscreen darstellen. In Verbindung mit dieser Option erhält das Fahrzeug auch einen weiteren USB-Anschluss, eine induktive Ladestation hat Volvo allerdings noch nicht im Angebot, was mich doch verwundert.

Die verschiedenen Audiosysteme können allesamt mit tollem Sound glänzen, doch das erstmals verfügbare High Performance Sound Pro by Harman/Kardon garantiert puren Hörgenuss. Mit 14 Lautsprechern, 600 Watt Leistung, 12-Kanal-Verstärker und Dirac Unison Soundoptimierung des schwedischen Spezialisten Dirac Research ein grandioses Klangerlebnis. Das Volvo mit dem Premium Sound System by Bowers & Wilkins sogar noch einmal toppen kann. Mit 3.300 Euro allerdings auch kein wirklich preiswertes Extra.

Wurde dieses mit dem britischen Unternehmen ganz auf die Volvo Modellpalette zugeschnitten und so klickst Du Dich mit nur einem Tastendruck beispielsweise in den Göteborger Konzertsaal.

Wie alle Volvo Modelle der neuen Generation setzt der Volvo V60 auf vorbildlich Luftqualität. Das Fahrzeug ist serienmäßig mit dem Volvo CleanZone Luftreinigungssystem ausgerüstet, das bis zu 70 Prozent der mikroskopisch kleinen Feinstaubpartikel aus der Luft filtert. Teil des Systems ist auch ein Sensor, der die Luft auf gesundheitsschädliche Substanzen hin überwacht und bei Bedarf die Lüftungsdüsen des Fahrzeugs automatisch schließt.

Die Fahrzeuge der 90er Familie haben den Anfang gemacht und jetzt basieren auch die Modelle der neuen Volvo 60er Baureihe auf der skalierbaren Produkt-Architektur SPA. Dieser ist auch die tolle Beinfreiheit im Fond zu verdanken. Doch bevor ich hier Platz nehme, möchte ich mir den Kofferraum einmal näher ansehen.

Die Heckklappe lässt sich beispielsweise im Rahmen des Laderaum-Pakets für 550 Euro mit einer Automatik ausrüsten und so bequem per Tastendruck elektrisch öffnen bzw. schließen. Als Einzeloption wären es nebenbei bemerkt 510 Euro, wie Du siehst bringen die Pakete eine tolle Preisersparnis mit sich.

Auf Wunsch ermöglicht die sensorgesteuerte Heckklappenöffnung auch ein freihändiges Betätigen der Kofferraumklappe und wird in Verbindung mit dem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem Keyless Drive angeboten.

Die Kopfstützen der äußeren Rücksitze kannst Du gegen einen weiteren Aufpreis über den Touchscreen elektrisch nach vorn klappen. Auch das Umlegen der Rücksitzlehnen im Verhältnis 60:40 erfolgt auf Wunsch elektrisch vom Gepäckabteil aus, ansonsten ganz einfach mit einem Handgriff. Die Kopfstützen klappen dabei automatisch nach vorn.

Die serienmäßige Durchladereiche ermöglicht Dir auch den einfachen Transport langer Gegenstände, wie Skier beispielsweise, ohne aber das Platzangebot der äußeren Sitzplätze zu beeinträchtigen.

Vier einklappbare Ösen und weitere Haken findest Du im Ladeabteil von Haus aus vor. Optional sind aber auch verschiedene Sicherungs- und Befestigungssysteme erhältlich. Der serienmäßige Ladekantenschutz kann zudem um eine Schutzleiste für die Oberseite des hinteren Stoßfängers ergänzt werden.

Das zusätzliche und sehr praktische Fach im Gepäckraumboden bietet weiteren Platz und kann mittels „Private Locking“-Funktion sogar gesichert werden.

Doch komme ich zu den Fakten, bei Nutzung aller Sitzplätze nimmt der Gepäckraum vom Volvo V60 529 Liter auf, durch umlegen der Rücksitze wächst das Stauvolumen auf 1.441 Liter an. Respektabel, aber keineswegs rekordverdächtig. Fairerweise muss man aber sagen, auch BMW, Mercedes und Audi holen hier nicht mehr raus.

Dafür kann der Volvo V60 im Fond mit reichlich Kniefreiheit punkten, hier spielt die skalierbare Plattform und die neue Sitzkonstruktion all ihre Vorteile aus. Denn auch im neuen Mittelklassekombi verbaut Volvo die hervorragenden Komfort- oder Sportsitze. Die sehr schlanke und ergonomische Form der Rückenlehnen trägt maßgeblich zum Raumangebot bei. Zudem bietet das Gestühl vorbildlichen Sitzkomfort und hält mich aber auch beim sportlichen Ritt exzellent im Sattel.

Bis hin zu elektrisch einstellbaren Seitenwangen, einer Massagefunktion sowie einer Sitzheizung auch für die zweite Reihe, findest Du im Angebot der Extras wahrlich einige Wohlfühlfeatures. Hierzu zählt auch das für 1.450 Euro erhältliche Panorama-Dach. Identisch mit dem der 90er Familie ist es das größte zu öffnende Glasdach der Volvo Geschichte. So ist der Innenraum im V60 natürlich wunderbar lichtdurchflutet, außerdem kann der vordere Teil weit geöffnet oder aufgestellt werden.

Er mag zwar optisch etwas dynamischer als der V90 sein, doch den Fahrkomfort betreffend setzt auch der V60 wie sein großer Bruder den Fokus auf den Komfort. Zwar muss man das Kurvenräubern nicht scheuen, doch im direkten Vergleich – gerade mit einem 3er BMW – spürt man, dem Schweden liegt das Gleiten mehr. Die geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung wirkt ebenso unaufgeregt wie das Fahrwerk und so gibt der V60 insgesamt aber ein sehr stimmiges Bild als Cruiser ab.

Und da die adaptiven Dämpfer des Four-C-Fahrwerks den Kombi letztlich auch nicht zum Sportler machen, würde ich mir den Aufpreis von 900,- Euro durchaus sparen.

Ob sich der Wechsel vom serienmäßigen Dynamik-Fahrwerk – tatsächlich hat Volvo dieses so bezeichnet – zum optionalen Sportfahrwerk mit straffer abgestimmten Federn und Dämpfern sowie einer Tieferlegung um 15 Millimeter für 480 Euro lohnt, konnte ich allerdings noch nicht erfahren.

Die variable Drive Mode Funktion ermöglichte mir im Topmodell zumindest serienmäßig eine Anpassung von Motor, Getriebe, Lenkung, Bremsen und Fahrwerk. Obwohl letztere Einstellungen wiederum nur in Verbindung mit dem Four-C-Fahrwerk möglich sind.

Die Bremsanlage machte einen sehr zuverlässigen Eindruck und ist in allen Modellen mit einem hydraulischen Bremsassistenten und eine automatische Bremssystemvorspannung ausgestattet. Letztere kommt zum Einsatz, wenn Du sehr schnell vom Gas gehst. Das System geht dann davon aus, dass Du bremsen möchtest und bereitet die Bremsanlage entsprechend vor. Somit sprechen die Bremsen beim Tritt auf das Bremspedal verzögerungsfrei an und der Bremsweg wird entscheidend verkürzt.

Aus der von Volvo selbst entwickelten Drive-E Motorenfamilie wird für den V60 zunächst der Benziner T6 und die beiden Dieselaggregate D3 mit 110 kW / 150 PS und D4 mit 140 kW / 190 PS verfügbar sein. Die beiden Dieselmotorisierungen gehen dabei stets frontangetrieben und mit einem Sechsgang-Handschalter ans Werk.

Bei meiner ersten Ausfahrt waren die Diesel-Testfahrzeuge aber ebenfalls mit der Geartronic versehen, die beim Benziner bereits von Haus aus verbaut ist.

Die Antriebspalette wird zudem weiter ausgebaut werden und so geht Volvo gerade mit den zwei Twin Engine Motoren Richtung Zukunft. Sollen gegen Jahresende ein T6 und ein T8 mit Plug-in-Hybridantrieb das Portfolio ergänzen.

Somit ist der ausschließlich allradangetriebene 228 kW / 310 PS starke 2,0-Liter-Benzinmotor mit Kompressor- und Turboaufladung zum Marktstart das leistungsstärkste Pferd im Stall. Der Volvo V60 T6 AWD stellt Dir in einem Bereich von 2.200 bis 5.100 Umdrehungen ein Drehmoment von 400 Nm zur Verfügung, so spurtet er aus dem Stand heraus in kraftvollen 5,8 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Auf der Autobahn ist eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h drin. Klingt soweit ganz gut, doch am Motorsound müsste Volvo wirklich noch was drehen.

Auf der Dieselseite nimmt derzeit der D4 die Rolle des Spitzenmodells ein, der BiTurbo-Vierzylinder muss sich bei der Beschleunigung von null auf 100 km/h aber mit 7,9 Sekunden geschlagen geben und wird maximal 220 km/h schnell. Soweit auf dem Papier, im realen Fahrbetrieb vermittelte das Aggregat aber ein wunderbar spritziges Fahrgefühl und überzeugte stets mit akustischer Zurückhaltung. Von störenden Dieselgeräuschen keine Spur. Der Einsteiger D3 erreicht in 9,9 Sekunden die Marke von 100 km/h und hat bei 205 km/h seine Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Unabhängig von Deiner Wahl, erfüllt der neue Volvo V60 in allen drei Antriebsvarianten die Abgasnorm Euro 6d-TEMP und so legt der schwedische Hersteller bereits die Messwerte nach dem neuen WLTP-Zyklus vor, der doch etwas realitätsnäher als NEFZ ist.

Und so gibt Volvo den Durchschnittsverbrauch für den Ottomotor mit 7,2-7,6 Liter auf 100 Kilometer an, entsprechend belaufen sich die CO2-Emissionen auf 167-176 g/km.

Die Diesel können laut Datenblatt mit einem Verbrauch von 4,4-4,6 Liter auf 100 Kilometer glänzen, was CO2-Emissionen von 117-122 g/km entspricht.

Sind diese ebenfalls mit der Geartronic Achtgang-Automatik inklusive Start-Stopp-Funktion ausgerüstet, variiert der Verbrauch zwischen 4,5 und 4,8 Liter auf 100 km und der CO2-Ausstoß zwischen 119 und 126 g/km, die gewählte Reifengröße spielt natürlich jeweils eine Rolle.

Wie Du siehst, setzt auch die Automatik auf Effizienz und abgesehen davon, passt das Getriebe perfekt zum V60 und schaltet wunderbar schnell und darüber hinaus sehr sanft. Den Aufpreis würde ich bei D3 und D4 in jedem Fall in Kauf nehmen.

Die Schweden haben sich auch und vor allen Dingen das Thema Sicherheit auf die Fahne geschrieben und setzen mit ihren wegweisenden Sicherheitssystemen stets Maßstäbe in der Automobilbranche.

Und so fasst der skandinavische Hersteller nun auch beim neuen Volvo V60 unter dem Oberbegriff Volvo City Safety eine Vielzahl an Systemen und Assistenten zusammen. Dazu zählen neben dem Notbremssystem mit Lenkunterstützung und neuer Notbremsfunktion bei Gegenverkehr, auch der Kreuzungs-Bremsassistent, die Assistenz- und Schutzsysteme Oncoming Lane Mitigation, Road Edge Detection und Run-off Road Protection, eine Verkehrszeichenerkennung sowie das Driver Alert System, das Dich vor Übermüdung warnt und zum Einlegen einer Pause auffordert.

Ebenfalls serienmäßig an Bord, das Notrufsystem Volvo on Call mit eCall-Funktion, sodass bei einem Unfall automatisch ein Notruf abgesetzt wird. Volvo on Call wird mit Vorstellung des neuen V60 übrigens in allen aktuellen Modellen Serie sein. Diverse Airbags, das Schleudertrauma-Schutzsystem WHIPS, die Anhänger-Stabilisierungskontrolle und ein Reifendruck-Kontrollsystem ergänzen den Serienumfang beim 60er Kombi.

Die gegen Aufpreis erhältlichen Fahrer-Assistenzsysteme, weisen Dich nicht nur auf Gefahren und Risiken hin, sie unterstützen Dich auch. So verbirgt sich hinter dem Begriff IntelliSafe Surround für 1.750 Euro der Pilot Assist, das Blind Spot Information System (BLIS) mit Lane Change Merge Aid (LCMA) und der Cross Traffic Alert mit automatischem Bremseingriff und die Heckaufprallabschwächung.

Um dieses Features kurz im Detail zu erklären, BLIS warnt Dich vor Fahrzeugen die sich im toten Winkel befinden, zusätzlich erkennt das System bei Volvo sich schnell annähernde Fahrzeuge. Nicht mehr missen möchte man auch den Cross Traffic Alert mit automatischem Bremseingriff, der den beidseitigen Querverkehr hinter Deinem Fahrzeug erkennt. Parkst Du zum Beispiel trotz akustischer Warnung an einer unübersichtlichen Stelle weiter aus, bremst das System automatisch das Fahrzeug ab und verhindert so einen unschönen Zusammenstoß. Die Heckaufprallabschwächung macht wiederum den nachfolgenden Verkehr auf eine drohende Gefahr aufmerksam.

Doch Volvo ist auch für den unmittelbar bevorstehenden Zusammenprall gewappnet und strafft die Sicherheitsgurte, um Dich optimal im Sitz zu halten und Halswirbelverletzungen zu verringern.

Teilautonomes Fahren ermöglichen die Schweden mit dem Pilot Assist System. Bis zu einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometer unterstützt Dich die automatische Steuerung von Gaspedal und Bremsen sowie die leichten automatischen Lenkkorrekturen, selbst wenn kein anderes Fahrzeug vorausfährt. Teil des Systems sind die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsautomatik, der Stop & Go Stauassistent und ein Distanzwarner.

Doch auch bei aktiviertem Pilot Assist musst Du stets beide Hände am Lenkrad behalten und jederzeit bereit sein, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen. Solltest Du die Hände vom Lenkrad nehmen, erkennt der Lenkwinkelsensor das und fordert Dich zunächst optisch und akustisch auf. Bleibt eine Reaktion Deinerseits dennoch aus, schaltet sich der Pilot Assist allerdings ab. Hier geht Mercedes-Benz beispielsweise mit der E-Klasse schon einen entscheidenden Schritt weiter.

Erkennt das System der Stuttgarter, dass Du bzw. der Fahrer nicht mehr dauerhaft in das Geschehen eingreift – sei es beispielsweise aus dem Sekundenschlaf heraus oder wegen einer plötzlichen Herzattacke – bremst das Fahrzeug sicher und kontrolliert bis zum Stillstand ab und warnt dabei den nachfolgenden Verkehr mittels Warnblinker. Wann Volvo diesbezüglich nachziehen wird?

Zunächst bieten die Schweden den neuen Volvo V60 zur Markteinführung im Juli in der Ausstattungslinie Momentum und Inscription an. Gegen Ende des Jahres legt Volvo eine Basisvariante und die rassige R-Design-Version nach.

Somit startet der neue 60er Kombi zunächst mit dem aktuellen Einstiegsmodell Volvo V60 D3 Momentum für 40.100 Euro. Die höhere Ausstattung macht sogleich einen Sprung auf 44.350 Euro, wer dann noch in den Genuss der Achtgang-Automatik kommen möchte, muss jeweils weitere 2.200 Euro hinlegen. Der stärkere Diesel D4 startet im Volvo V60 Momentum bei 43.300 bzw. 47.550 Euro für den Inscription. Der Volvo V60 T6 AWD stets mit der Geartronic versehen verlangt Dir mindestens 49.950 Euro ab und durchbricht mit der Topvariante für 53.050 Euro auch bereits deutlich die 50.000 Euro-Marke.

Zugegeben, auf den ersten Blick nicht gerade wenig. Aber im Premiumsegment darf man nun mal keine Schnäppchen erwarten. Zwar befindet sich der Ausstattungsumfang auch beim Einstiegsmodell auf anständigem Niveau, lässt sich aber dennoch um zahlreiche weitere Optionen erweitern.

Im Grunde nicht überraschend, gestaltet sich diese Aufpreispolitik bei unseren deutschen Premium-Herstellern nicht anders. Im Falle von Volvo verwundert mich dann aber doch, dass die Sitzheizung erst im Inscription serienmäßig mit an Bord ist und für den Momentum nur im Winter-Paket inklusive beheizten Wischerblättern und Scheibenwaschdüsen vorne wie hinten erhältlich ist. Hierfür würden übrigens weitere 350 Euro anfallen.

Neben den einzelnen aufpreispflichtigen Extras, führt Volvo in der Preisliste eben auch zahlreiche attraktiv zusammengeschnürte Ausstattungspakete auf, die Dir darüber hinaus deutliche Preisvorteile gegenüber den Einzeloptionen bieten.

Hat es Dir der neue Volvo V60 auch so angetan wie mir, dann klickst Du Dich am besten gleich weiter zum Konfigurator.

Stand: Juni 2018; Test: CARWALK – Der Autoblog; Fotos: CARWALK / Volvo

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