Abarth 500e Scorpionissima Launch Edition im Test

Abarth wird elektrisch. Mit dieser Entscheidung bricht in der Geschichte eine neue aufregende Ära an. Bei Abarth möchte man mit der Elektromobilität nicht zwingend die Nachhaltigkeit in den Fokus rücken. Viel mehr möchte man die Performance auf eine neue Ebene heben. Wie es letztlich um diese bestellt ist, wird eine Fahrveranstaltung im kommenden Jahr aufzeigen. Heute durfte ich mir den Abarth 500e als Prototypen erstmals statisch ansehen und anhören. Ist es schließlich der großartige Motorensound der Abarth Modelle bis heute auszeichnet. Doch wie hört sich die elektrische Zukunft an? In meinem Testbericht erfährst Du es, sowie vieles mehr.

In Anlehnung an das Gründungsjahr auf 1.949 Fahrzeuge limitiert, weiß der neue Abarth 500e Scorpionissima Launch Edition mich mit seiner Optik für sich einzunehmen. Die limitierte „Scorpionissima“ Launch Edition ist sowohl als Limousine wie auch als Cabrio zu haben. Wer sich für die offene Modellvariante entscheidet, erhält ein in Schwarz gehaltenes Verdeck mit integriertem Spoiler. Die Limousine ist als Sondermodell serienmäßig mit einem Glasdach und verdunkelten Scheiben ab der B-Säule ausgestattet.

Das elektrifizierte Skorpion-Signaturlogo präsentiert sich erstmals im neuen Abarth 500e und steht für die Zukunft der Marke.

Der Abarth 500e fällt auf. Bis ins kleinste Detail. So lasse ich meinen Blick von den ausdrucksstarken Voll-LED-Scheinwerfer mit einer Abarth-Signatur, über die dynamische Frontstoßstange und den weißen Frontspoilereinsatz weiter zu den kraftvollen Seitenschürzen wandern. Am Heckdiffusor taucht der weiße Einsatz erneut auf.

Die Leichtmetallräder in 18 Zoll zieht Abarth dem 500e im exklusiven Look auf. Mit Diamantschliff in Titanium Grey taucht dieser Farbton an den Spiegelkappen wieder auf. Die neuen Abarth-Schriftzüge an Front und Heck lackiert der Hersteller ebenfalls in dunklem Titanium Grey.

Dir stehen bei der limitierten Variante die Karosseriefarben Acid Green oder Poison Blue zur Auswahl. Zusätzliche Farben folgen mit den weiteren Ausstattungen. Zunächst geht der vollelektrische Abarth als limitiertes Sondermodell an den Start.

Im Vergleich zu den Modellen mit Verbrenner, erhält das Elektroauto etwas mehr Radstand und Breite. Im Innenraum angekommen, fährt der Abarth an Komfort und Luxus groß auf. Der 10,25 Display ist für ein Fahrzeug dieser Größenordnung wahrlich gigantisch.

Der Abarth 500e Scorpionissima ist serienmäßig mit dem Uconnect inklusive Touchscreen und Navigationssystem ausgestattet. Die neuen Performance Pages wurden speziell für den neuen Abarth 500e entwickelt. Der Hightech-Display mit neuen aufregenden Abarth-Grafiken ermöglicht es Dir Deine Fahrten nachzuvollziehen.

Im Fahrzeug erhältst Du kabellosen Zugang via Apple CarPlay und Android Auto sowie ein kabelloses Smartphone Ladepad. Den Umfang ergänzen Uconnect™-Dienste. Keyless Go, Klimaautomatik und das JBL Premium-Audiosystem zählen ebenfalls zur Standardausstattung des Abarth 500e Scorpionissima.

Der neue 500e präsentiert sich der Abarth Community im Innenraum im vertrauten 500er Stil und weiß dennoch seine persönliche Note zu versprühen. Die Armaturenbrettumrandung in Titanium Grey und die Einlage mit Alcantara-Prägung stellen einen Eyecatcher dar. Dieses Element taucht am Gestühl sowie den Einsätzen am Lenkrad auf. Das Dreispeichen-Lenkrad kennzeichnet eine neue 12-Uhr-Markierung in Poison Blue. Doppelziernähte finden sich an den Verkleidungen in den Türen und an der Mittelarmlehne.

Platz nehme ich bei meiner ersten Sitzprobe auf tollen Sportsitzen mit integrierten Kopfstützen. Gehüllt in feines Leder und Alcantara, findet sich in den Alcantara-Einsätzen ein geprägter Skorpion in Acid Green. Der Fahrersitz ist höhenverstellbar und beide Vordersitze sind beheizbar.

Pedalabdeckungen in Stahl und eine Einstiegsleiste mit eingraviertem Logo erwarten Dich außerdem im Innenraum.

Abarthisti finden im Angebot derzeit die Baureihen 595 und 695 sowie deren zahlreiche Sondermodelle. Nun baut Abarth die Range um den 100 Prozent unter Strom stehenden Abarth 500e aus. Online in wenigen Minuten seinen elektrifizierten Abarth auswählen und reservieren, dies ist seit einigen Tagen möglich.

Zunächst steht Dir der vollelektrische Abarth als 500e Scorpionissima Launch Edition zur Auswahl. Der Preis für die Einführungs-Launch Edition beläuft sich auf 43.000 Euro. Den Aufpreis für das Open-Airvergnügen beziffert Abarth mit 3.000 Euro. Weitere Preise für andere Ausstattungen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Der ABARTH 500e Scorpionissima feiert seine Markteinführung im zweiten Quartal 2023. Das exklusive und limitierte Modell zeichnet sich mit einer Vollausstattung aus. Ergänzend lässt sich das Fahrzeug mit Seitenstreifen und einem nummerierten Echtheitszertifikat aufrüsten.

In der kleinen Rennsemmel finden sich sechs Airbags, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Autonomer Notbremsassistent inklusive Fußgänger und Radfahrer Erkennung, der Intelligente Geschwindigkeitsassistent sowie den Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistent. Der Totwinkel-Assistent und das automatische Notrufsystem E-Call runden das Paket ab.

Abarth „elektrisiert“ die Fans bereits seit 1949. Nun verkörpert der Hersteller dieses Attribut auch Seitens der Motoren. Der neue Abarth 500e soll Abarthisti mit in die Elektromobilität ziehen und neue Kunden für sich gewinnen. Letzteres wird Abarth mit diesem rein elektrischen Skorpion mit Sicherheit gelingen. Das stelle ich nicht Frage. Doch ob eingefleischte Abarth-Fahrer dafür offen sein werden? Die fahrerische Performance wird begeistern, da bin ich mir schon jetzt sicher. Doch welch großen Einfluss wird das Thema Sound nehmen?

Ich liebe den betörend kernigen Abarth-Motorensound der den Verbrenner-Modellen entströmt. Für mich ist das zweifelsohne eine Signature der Marke, welches ich eigentlich nicht missen möchte. Doch es ist nun mal so, ein Elektroauto kommt auf leisen Sohlen daher. Natürlich sonores Brummen, Fehlanzeige. Aus diesem Grund entschied sich Abarth für eine künstliche Lösung. Der Abarth 500e reproduziert mittels Soundgenerator den legendären Abarth Motor Sound.

Das künstlich erzeugte Motorengeräusch ist lautstark, satt und ganz Abarth-Like. Dies ist den Machern wirklich gut gelungen. Und doch stößt mir der Sound auf. Gibt mir die Geräuschkulisse das Gefühl Spieler eines Computerspiels zu sein. Das finde ich ehrlich gesagt eher befremdlich, es ist nun mal Fake. Zu einem späteren Zeitpunkt legt Abarth weitere Soundfiles nach. Wer daran Freude hat, bitte.

Das alternative AVAS (Acoustic Vehicle Alert System) soll Gitarrenklänge ertönen lassen, sobald man erstmals die 20 Stundenkilometer überschreitet. Damit möchte man sich von anderen E-Autos unterscheiden. Wenn das Fahrzeug über den optionalen Soundgenerator verfügt, bekommst Du im Innenraum jedes Mal eine Gitarre zu hören, wenn Du das Auto startest oder ausschaltest. Die Option den künstlichen Motorsound auf Wunsch zu deaktivieren, stellt zumindest beide Seiten zufrieden. In diesem Clip gibt es was auf die Ohren:

Mehr als Zufriedenstellend, die Leistungs- und Fahrwerte, die Abarth vorab für den neue 500e angibt. Im Vergleich zum Abarth 695 mit 180 PS Benzinmotor, der erst kürzlich ein Update erhalten hat, stellt der Autobauer folgende Performance-Verbesserungen fest.

Der 500e beschleunigt 50 Prozent schneller von 20 auf 40 km/h. Überholvorgänge absolviert er 20 Prozent schneller, als der Abarth 695. Das benzinbetriebene Pendant hat auch in Haarnadelkurven das Nachsehen. Legt der Abarth 500e die Wegstrecke von 40 auf 60 km/h in nur 1,5 Sekunden zurück, genehmigt sich der Kleinwagen mit Benzinmotor eine Sekunde mehr. Somit fährt er 15 Meter hinter der Elektroversion. Mit 155 PS unter dem Blechkleid sprintet der Abarth 500e in 7 Sekunden aus dem Stand von 0 auf 100 km/h und das bei Null lokale Emissionen.

Von diesen Werten konnte ich mir zwar bei der statischen Veranstaltung kein Bild machen, aber letztlich sind sie es doch, die prägend für den ersten rein elektrischen Abarth sind. Daher sollen sie an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Das war es dann aber auch schon, mehr kann Abarth derzeit nicht an technischen Daten vorlegen. Wir müssen uns noch etwas gedulden, bis wir WLTP Verbrauchswerte, Reichweiten usw. erfahren.

Fests steht, im Abarth 500e verbaut der Konzern die gleiche Batterie wie im Fiat 500e. Somit könnten 300 Kilometer ein grober Richtwert sein. Ist die 42-kWh-Batterie leer, erhältst Du an einem Schnelllader in 35 Minuten 80 Prozent der Reichweite.

Laut Abarth soll das elektrifizierte Modell in Kurven noch dynamischer sein. Diese gesteigerte Performance schlägt sich in schnelleren Rundenzeiten nieder, die Du im Fahrzeug abfragen kannst. Ebenso die Temperatur der Batterie.

Die Vorzüge des Elektroautos liegen bei der optimierten Gewichtsverteilung, dem breiteren Radstand und dem besseren Drehmoment. Im direkten Vergleich schneidet der Abarth 500e besser ab, als der Benziner. Sowohl die Sprintwerte, als auch die Straßenlage und das Fahrverhalten betreffend.

Abarth verspricht mit seinen drei Fahrmodi puren Fahrspaß. Du kannst zwischen Turismo, Scorpion Street und Scorpion Track auswählen. Die Programme nehmen Einfluss auf die Leistung. Im Turismo Mode steht Dir die auf 100 kW reduzierte Leistung zur Verfügung. Der Modus senkt das Drehmoment um 15 Newtonmeter auf 220 Newtonmeter. Somit rückt in diesem Fahrprogramm die Effizienz in den Vordergrund und der Fahrspaß etwas in den Hintergrund.

Die maximale Leistung von 113 kW und das Drehmoment von 235 Nm rufe ich dagegen im Scorpion Street Mode ab. Zugleich maximiert der Modus das regenerative Bremsen. In beiden Fahrprogrammen stellt Abarth die One-Pedal-Fahrfunktion bereit. Für rassige Sportlichkeit steht der Scorpion Track-Mode.

Stand: Dezember 2022; Fotos: Abarth/Lexi Lind; Video: Abarth

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