Next Level: Kia Stinger

Ten – nine – eight – seven – six – five – four – three – two – one – zero – Kia zündet den Stinger (wer mehr über die Rakete Stinger wissen möchte 😉 ) und somit die nächste Evolutionsstufe der Marke. Erst vor wenigen Tagen sorgten die Koreaner auf der Detroiter Motor Show mit der Weltpremiere des Kia Stinger für großes Aufsehen, doch schon jetzt hatte CARWALK – Der Autoblog bei der großen Premiere in Mailand die Möglichkeit sich die europäische Version des ersten koreanischen Gran Turismo anzusehen.

Wenn sich eine derart hohe Menschenansammlung um EIN Auto tummelt, kann man sich denken wie schnell es hier eng wird. Und wenn das Fahrzeug dann auch noch so heiß ist, kann man sich getrost erst einmal zurückziehen, einen Espresso genießen und den anderen den Vortritt lassen. Möchte ich mir schließlich den neuen Kia Stinger im Detail ansehen und Dir keine Fotos präsentieren, auf denen ein Auto nur hinter all den Menschen zu erahnen ist.

Und so ließ ich meine Kollegen erst einmal gewähren und siehe da, nach 2 1/2 Stunden konnte der Kia Stinger endlich seine Schönheit in voller Pracht entfalten.

Ich persönlich finde ja sehr großen Gefallen an Gran Coupés, stehen sie für eine ganz eigene Sinnlichkeit. Dennoch ist das keine Garantie, dass sie auch gelingen. Doch Kia ist sein Gran Turismo mehr als gelungen. Absolut eigenständig, durchaus mutig und teils auch polarisierend, hat der Stinger allein optisch alle nötigen Zutaten um ein Sahnestück zu sein. Doch sieh selbst!

Mit dem Kia Stinger streben die Koreaner das nächste Level an, Verkaufszahlen stehen hier nicht im Fokus, viel mehr soll er als Imageträger dienen, erneut aufzeigen welch Potential in dieser Marke steckt und Neukunden anlocken. Während Kia sich im SUV-Markt mit den Bestsellern Sportage und Sorento selbst unter den großen Premium-Marken einen Namen gemacht hat, will man BMW, Mercedes und Co nun auch zeigen „wir können auch sportlich“.

Also optisch auf jeden Fall, wie sich der Kia Stinger letzten Endes fährt bleibt zwar noch abzuwarten, doch ein Blick auf das Motorenportfolio ist schon mal vielversprechend.

Hierzulande wird die Sportlimousine gleich mit drei Motorisierungen angeboten. Neben einem 2,0-Liter-Turbobenziner und dem 3,3-Liter-V6 Twin-Turbo wird es für den Stinger auch einen 2,2-Liter-Turbodiesel geben.

Und laut Hersteller soll gerade dieser beim Europäer großen Anklang finden. Mit 147 kW / 200 PS sowie einem Drehmoment von 440 Nm Drehmoment beschleunigt der GT mit dem 2,2 Liter Turbodiesel in 8,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer und ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 225 Stundenkilometern.

Der ebenfalls turboaufgeladene 2,0-Liter-Vierzylinder legt mit 188 kW / 255 PS und einem maximalen Drehmoment von 353 Nm noch mal eine Schippe drauf, doch mein persönliches Interesse weckt zweifelsohne das bisher leistungsstärkste Serienmodell in der Geschichte der Marke.

Zwar kann Kia mit dem 3,3-Liter-V6 Twin-Turbo nicht mit den ganz Großen mitspielen, doch 276 kW bzw. stolze 370 PS und ein Drehmomentmaximum von 510 Nm lassen auf viel Fahrspaß schließen. Ein Beschleunigungswert von 5,1 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer spricht schon mal dafür. Die Topspeed soll bei 270 km/h erreicht sein, von Kia ebenfalls ungewohnt.

Alle Motoren werden an eine von Kia selbst entwickelte Achtstufen-Automatik gekoppelt sein und sind wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb erhältlich – eine weitere Premiere für den koreanischen Automobilbauer. Wer sich für die Ausführung mit Heckantrieb entscheidet, dem steht darüber hinaus ein mechanisches Sperrdifferential zur Wahl.

Mit der elektronischen Fahrmodus-Einstellung „Drive Mode Select“ und den fünf enthaltenen Einstellungen lässt sich sowohl die Schaltcharakteristik, die Motoreinstellung und natürlich auch das Fahrwerk entsprechend anpassen.

Über Preise könnte ich derzeit nur spekulieren, Kia selbst weiß noch nicht genau, ob man sich mit dem Kia Stinger noch unter oder doch über dem Sorento positionieren wird. Wie viel wird die Variante mit stärkstem Motor kosten und was wird der Interessent letztlich bereit sein zu zahlen?

Zu welchem Preis die Sportlimousine auch angeboten wird, eines sollte sicher sein. Kia setzt auch bei diesem Modell auf ihr einzigartiges 7-Jahre-Qualitätsversprechen, eine vorbildliche Ausstattung und neueste Fahrerassistenzsysteme. Wie beispielsweise das Kollisionswarnsystem FCA inklusive autonomem Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, einen Spurhalteassistenten mit korrigierendem Lenkeingriff, den Spurwechselassistent und Querverkehrwarner, eine 360-Grad-Kamera und erstmals auch eine Müdigkeitserkennung.

Während Alfa Romeo bei ihrer großartigen Giulia auf Traditionen, einen Namen und jede Menge Leidenschaft setzen kann, betritt Kia eine völlig neue Bühne, nichts desto trotz kann man auch den Koreanern die Leidenschaft nicht streitig machen. Und so kann Kia zu recht stolz auf seine Rakete sein. Denn auch ohne ihn gefahren zu sein, ist der Kia Stinger für mich voll durchgestartet! Wenn der GT jetzt noch fahrerisch das hält, was er optisch verspricht… eine erste Ausfahrt lässt jedoch noch etwas auf sich warten, ist der Marktstart erst für das vierte Quartal vorgesehen.

Weitere Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken):

Stand: Januar 2017; Test und Fotos: CARWALK – Der Autoblog

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5 Gedanken zu “Next Level: Kia Stinger

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