Zum 70. Geburtstag: Abarth 595 esseesse

Abarth beschenkt uns mit zwei neuen Modellen, dem streng limitierten Abarth 124 Rally Tribute und dem Abarth 595 esseesse. Anlass ist der 70. Geburtstag der Traditionsmarke. Entsprechend werden alle im Jahr 2019 gebauten Abarth-Modelle zudem mit einem speziellen „70th Anniversary“ Emblem versehen.

Die von Carlo Abarth ins Leben gerufene Marke machte zunächst mit den selbst entwickelten Rennwagen, in Kleinserie gebauten Straßensportwagen und Tuning-Kits für zu ihrer Zeit beliebte Großserienmodelle einen Namen. Mit 23.500 Neuzulassen ist heute bei den reinrassigen Abarth-Modellen keineswegs mehr von Kleinserie die Rede. So gibt es auch beim Blick auf die Verkaufszahlen Grund zu Feiern, konnte Abarth im vergangenen Jahr mit einem Plus von 36,5 Prozent einen absoluten Rekord verzeichnen.

Das aktuelle Angebot von Abarth besteht aus zwei Baureihen. Die 124er Zweisitzer-Ausführungen offen oder geschlossen sowie die verschiedenen Varianten des Abarth 595.

Die Versionen 595, Pista, Turismo und Competizione sind jeweils als Limousine und als Cabriolet mit Stoffverdeck erhältlich, so auch der neue Abarth 595 esseesse. Dieser weckt Erinnerungen an ein legendäres Modell gleichen Namens aus den 1960er-Jahren.

Während der Abarth 595 esseesse im Jahr 1964 mit seinem Zweizylindermotor auf zu seiner Zeit beachtliche 24 kW / 32 PS kam, ist der esseesse heute mit dem 132 kW (180 PS) starken Vierzylinder ausgestattet, der selbstverständlich Euro6d-Temp fit ist. Einzig der Vollständigkeit wegen: Der kombinierte Verbrauch liegt laut Datenblatt bei möglichen 6,8 Liter, der CO2-Ausstoß beläuft sich in diesem Fall auf 155 g/km.

Als 2008 der Abarth 500 sein Comeback feierte, folgte übrigens ein Jahr später der Verkauf eines Tuning-Kit namens „esseesse“, die Motorleistung konnte hiermit von 99 kW / 135 PS auf 118 kW / 160 PS gesteigert werden.

Zur Feier des 70. Geburtstags von Abarth aufgelegt, kommt nun, genau zehn Jahre nach der letzten esseesse Version, der Abarth 595 esseesse auf den Markt.

Der 595 Abarth esseesse steht für pure Performance, so klein er auch ist, die Suchtgefahr ist riesig. In sehr animierenden 6,7 Sekunden geht es aus dem Stand heraus bis auf Tempo 100. Maximal ist eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h drin. Doch vor allen Dingen erfreue ich mich an diesem kernig-rotzelnden großartigen Motorensound, der dieser wunderbaren Abgasanlage Abarth by Akrapovič mit Endrohrblenden aus Kohlefaser entströmt.

Geschaltet wird übrigens standardmäßig mittels einer Fünfgang-Handschaltung und ich muss gestehen, wie viel Spaß mir der kleine Abarth auch bereitet, den sechsten Gang vermisse ich doch sehr. Alternativ stellen die Italiener dem Fahrzeug auch ein automatisiertes Fünfgang-Schaltgetriebe „Abarth Competizione“ inkl. Schaltwippen am Lenkrad zur Wahl.

Der neue Abarth 595 esseesse bekam eine High-Performance-Bremsanlage von Brembo mit gelochten, belüfteten vorderen Bremsscheiben und den übergroßen Bremssätteln mit vier Kolben verpasst sowie Koni FSD (Frequency Selective Damping) Stoßdämpfer an der Hinterachse. Ebenfalls inspiriert vom Rennsport, das für 1.900 Euro ausschließlich im esseesse erhältliche mechanische Sperrdifferenzial „Abarth D.A.M“.

Der Abarth stört sich überhaupt nicht an dem hohen Aufbau der Karosserie und so jage ich den Abarth 595 esseesse mit einem derart hohen Tempo durch die Kurven, einfach beeindruckend. Nur die Sitzposition ist mir persönlich auch bei diesem Abarth-595-Ableger einfach zu hoch. Ansonsten gibt das Gestühl überhaupt kein Anlass zur Kritik, die perfekt zugeschnittenen Rennsportschalensitze aus Kohlefaser bieten mir optimalen Halt und mit roten Kontrastnähten sowie dem eingestickten Schriftzug „Abarth 70“ schmeicheln sie auch dem Auge. Die roten Gurte für die vorderen Sitze sind zwar nur gegen Aufpreis erhältlich, aber die 190 Euro wären es mir wert.

Motorsportflair vermittelt mir auch das serienmäßige Lederlenkrad mit Carbon-Einsätzen oder die Pedale mit Kohlefaser-Trittplatten.

Warum eigentlich ein Wappen mit dem schwarzen Skorpion auf rotgelbem Grund die Abarth-Modelle prägt? Es wurde als Anlehnung an das Sternzeichen von Carlo Abarth gestaltet und zeichnet die Abarth-Fahrzeuge damals wie heute aus.

Die zwei Gummihalterungen, anstelle des üblichen Handgriffs für die Sicherung der Motorhaube, waren zu seiner Zeit das Erkennungsmerkmal des historischen Abarth 595 esseesse. Auf diese verzichtet man heute.

Kennzeichnend für den Abarth 595 esseese sind 2019, 17-Zoll-Supersport-Leichtmetallräder in Racing White-Finish, der Kit Estetico mit Abarth Seitenstreifen und Spiegelkappen in Weiß, alternativ auf Wunsch in Schwarz, Rot oder Grau.

Für den neuen Abarth 595 esseesse stehen optional auch Karosseriekomponenten aus Kohlefaser zur Wahl. Die getönten hinteren Scheiben sowie die Bi-Xenon-Scheinwerfer sind ebenso serienmäßig verbaut.

Teil der Serienausstattung ist darüber hinaus das Infotainment- und Navigationssystem UconnectTM HD NAV inklusive 7-Zoll-Touchscreen. Die Anbindung Deines Smartphones via Apple CarPlay oder Android Autosind ein einfaches, die Mirroring-Funktion spiegelt zudem Deine Inhalte auf den Display im Fahrzeug.

Abhängig von Deiner Karosseriewahl, legst Du für den neuen Abarth 595 esseesse mindestens 29.690 Euro für die Limousine oder aber 32.290 Euro für das Cabriolet hin. Meine Konfigurationsliste würde zudem die Optionen Beats Audio Soundsystem, Sitzgurte in Rot und den Licht-/Regensensor aufweisen, womit ich nochmals 1.080 Euro einberechnen müsste.

450 bis 1.000 Euro für die entsprechende Lackierung noch oben drauf, hier stehen von Uni-Lackierungen und Sonderfarben über Metallic-Lacke bis hin zu Bicolore-Ausführungen zahlreiche Möglichkeiten zur Wahl und dann findet sich bestimmt in den diversen optischen Gestaltungsmöglichkeiten noch das ein oder andere verlockende Extra.

Stand: Juli 2019; Test und Fotos: CARWALK – Der Autoblog

3 Gedanken zu “Zum 70. Geburtstag: Abarth 595 esseesse

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