Studie Kia Niro EV

Ich habe den neuen Kia Niro EV bereits letzte Woche angeteasert, ab heute gibt es das Elektro-SUV ganz offiziell auf der Consumer Electronics Show in Form einer Studie zu sehen. Somit präsentiert Kia seine nächste Vision sowie weitere wegweisende Technologien für die Mobilität der Zukunft und verfolgt hiermit ihre Umweltstrategie „Green Car Roadmap“.

Autonomes Fahren, Vernetzung und umweltfreundliche Antriebe sind die drei zentralen Technologiefelder der Kia-Zukunftsstrategie. So will Kia ab 2019 z.B. breit angelegte Flottentests für autonome Fahrfunktionen auf öffentlichen Straßen durchführen. Der erste kommerzielle Einsatz dieser Technologien soll 2021 im Rahmen eines „Smart City“-Pilotprojekts erfolgen, bei dem Fahrzeuge des Autonomie-Levels 4 in Städten mit entsprechend intelligenter Infrastruktur verkehren werden.

Zudem plant Kia, bis zum Jahr 2025 in allen Segmenten Fahrzeuge mit modernen Konnektivitätstechnologien anzubieten. Bis 2030 soll jedes neue Kia-Fahrzeug vernetzt sein. Zugleich setzt Kia den Ausbau seiner alternativ angetriebenen Modellpalette fort. Bis 2025 will der Hersteller die Anzahl elektrifizierter Fahrzeuge auf insgesamt 16 Modelle erweitern, darunter fünf neue Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, fünf neue batteriebetriebene Modelle sowie ein Brennstoffzellenfahrzeug für den Massenmarkt, das 2020 eingeführt wird.

Der jüngste Kia-Beitrag zum Thema E-Mobilität ist die Studie Niro EV, der 150 kW starke E-Motor bezieht seine Energie aus einer Lithium-Polymer-Batterie, deren hohe Kapazität (64 kWh) dem Niro EV eine Reichweite von bis zu 383 Kilometern gibt.

Zu den auffälligen äußeren Elementen des modernen Kompakt-SUV gehört ein interaktives Displayelement mit moderner Lichttechnologie anstelle des traditionellen Kühlergrills. In der Seitenansicht ist das Konzeptfahrzeug mit Crossover-Silhouette, höhergelegter Karosserie und breiten C-Säulen deutlich an das aktuelle Serienmodell angelehnt.

Im Innenraum, dem das puristische, minimalistische Design eine „digitale“ Atmosphäre gibt, stehen neue Technologien wie die zukunftsweisende Benutzerschnittstelle (HMI) im Vordergrund. Über ein ins Lenkrad integriertes Bedienfeld lassen sich das Infotainmentsystem und die Klimaanlage durch Touch-Gesten steuern. Darüber hinaus ermöglicht die Schnittstelle, sich per Gesichts- und Spracherkennung im Fahrzeug „einzuloggen“. Die von Kia und Amazon Web Services (AWS) entwickelte Zugangstechnologie aktiviert nach dem Log-in die für die jeweilige Person gespeicherten Fahrzeugeinstellungen.

Das aufgrund seines Elektroantriebs sehr leise Konzeptfahrzeug verfügt über eine weitere akustische Innovation: ein Active Pedestrian Warning System (APWS) mit Lautsprechern an der Fahrzeugfront. Das System erkennt per Kamera Fußgänger und Radfahrer, die vor dem Niro EV die Fahrbahn kreuzen, und macht sie bei Bedarf durch ein Warnsignal auf das Fahrzeug aufmerksam.

In verschiedenen Demonstrations-Cockpits präsentiert Kia auf seinem CES-Stand aber noch weitere Zukunftstechnologien. Dazu gehört die weltweit erste Fahrzeugvernetzung auf Basis des neuen Mobilfunkstandards 5G mit einer Echtzeitverbindung zwischen Las Vegas und der koreanischen Hauptstadt Seoul. Ein Virtual-Reality-Simulator macht zudem die neuesten Technologien des autonomen Fahrens erlebbar. Und in einem „V2X-Diorama“ wird demonstriert, wie Fahrzeuge nicht nur mit anderen Fahrzeugen, sondern mit der gesamten urbanen Infrastruktur kommunizieren.

Die Strategie der Marke erstreckt sich auch auf neue Dienstleistungen. So hat Kia auf der CES angekündigt, seinen 2017 in Korea gestarteten Carsharing-Service WiBLE – der Name steht für „Widely Accessible“ – ab Ende 2018 zunächst in einigen europäischen Märkten anzubieten und dann sukzessive auf weitere Regionen auszuweiten. Die Buchung der Fahrzeuge erfolgt dabei per Smartphone-App. Weitere Details will Kia im Laufe des Jahres bekanntgeben.

Stand: Januar 2018; Fotos: Kia

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