Honda Civic – Hier werden Sie geholfen.

Schon wieder ein Civic Testwagen? Hatte ich doch erst. Aber nicht mit den zahlreichen neuen Assistenzsystemen, die Honda mittlerweile im Angebot hat und die das Fahren komfortabler, einfacher und sicherer machen. Also dreht sich diesmal alles um diese Systeme.

Honda Civic Assistenten 01Das heißt, kein Wort über den neuen 1,6 Liter Dieselmotor mit 88 kW/120 PS und den 300 Nm Drehmoment, mit dem der futuristische Japaner 207 km/h schnell wird und nicht nur in 10,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 rennt sondern insgesamt ausgesprochen spritzig ist und prima am Gas hängt. Noch dazu sind die 6 Vorwärtsgänge auf knackig kurzen Wegen straff und exakt anzusteuern und gut auf den Motor abgestimmt. Der Verbrauch bleibt trotz flotter Fahrweise mit 4,6 Litern im Mix erfreulich niedrig.

Kein Wort über die unschönen Schweißnähte unten am Seitenschweller und über das unerträgliche Wummern schon bei Tempo 70, wenn nur ein Seitenfenster hinten geöffnet ist.

Auch kein Wort über das ausgewogene Fahrwerk, mit dem sich der Civic richtig flott um die Kurven treiben lässt, auch wenn die Reifen dann ziemlich jaulen, die Elektronik jedenfalls lässt dem sportlich ambitionierten Fahrer lange Zeit freie Hand.

Und über die nicht vorhandene Sicht nach hinten werden wir an dieser Stelle ebenso schweigen wie über den gelungenen Tempomat, der auch dann noch das vorgewählte Tempo hält, wenn man zwischendrin mal schalten muss, vorausgesetzt man schafft das innerhalb von 5 Sekunden. Und auch über die Variabilität in Sachen Kofferraum und Rücksitze, die zugegebener Maßen seines Gleichen sucht, werde ich kein Wort verlieren. Na ja, auch über die sehr gute Bremsanlage decke ich in diesem Bericht den Mantel des Schweigens – wer sich ausführlicher darüber informieren lassen will, der findet alles Wissenswerte im Bericht vom Civic Tourer.

Honda Civic Assistenten 02Und damit möchte ich mich nun den neuen Assistenzsystemen im Honda Civic widmen. Davon gibt es – in zwei optionalen Paketen – den Ausparkassistent CTM, den City Notbremsassistent CTBA, den Fernlicht-Assistent HSS, den Kollisionswarner FCW, den Spurhalteassistent LDW, den Toter-Winkel-Assistent BSI sowie die Verkehrszeichenerkennung TSR. So war auch mein Testwagen ausgestattet, und so kannst Du Deinen Civic aufrüsten, wenn Du Dich für den Sport, Lifestyle oder Executive entschieden hast.

Beginnen wir mit dem Ausparkassistent CTM. Der Cross Traffic Monitor greift dabei auf die vorhandenen Sensoren am Heck zurück und erkennt damit bei der Rückwärtsfahrt aus einer Ausfahrt ob sich von links oder rechts ein Fahrzeug nähert, und das zuverlässig schon auf große Entfernung.

Die selben Radarsensoren am Heck nutzt auch der Toter-Winkel-Assistent BSI. Entdeckt er ein von hinten herannahendes Fahrzeug oder eines das man gerade überholt hat, dann warnt eine LED im Außenspiegel. Das funktionierte auf der Autobahn tadellos, auf Landstraßen ließ sich das System auch schon mal von größeren Schildern (z.B. auf Verkehrsinseln) irreführen.

Honda Civic Assistenten 03Mit dem City-Notbremsassistent CTBA sollen Unfälle in der Stadt verhindert werden. Das System arbeitet bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h. Mit Hilfe eines Laserradars wird dabei die Fahrbahn vor dem Fahrzeug überwacht. Erkennt das System eine drohende Kollision, wird nicht nur der Fahrer akustisch und optisch gewarnt, es wird auch eine automatische Bremsung eingeleitet.

Der Fernlicht-Assistent HSS schaltet zuverlässig das Fernlicht ein oder aus, solange entgegenkommende Fahrzeuge nicht in einer Linkskurve auftauchen, werden sie auch sehr gut und frühzeitig erkannt, gleiches gilt für Ortschaften. Nachdem auch die Umgebungsbeleuchtung erfasst wird, kann sich das System schon mal an der Reflektion von zahlreichen Schildern beeinflussen lassen, wie sie häufig an Einmündungen auftauchen. Unterhalb von 40 km/h arbeitet dieses System nicht. Es kann, wie übrigens alle hier beschriebenen Systeme, jederzeit vom Fahrer aktiviert oder auch wieder ausgeschaltet werden, dazu dient ein kleines Menü in der Instrumenteneinheit.

Der Spurhalteassistent arbeitet über die Frontkamera und zeigte sich im Test recht zuverlässig, auch wenn die Fahrbahnmarkierungen schon etwas abgenutzt waren. Schmutz auf der Fahrbahn kann dem aber auch schnell ein Ende bereiten. Fährt man langsamer als 64 km/h bliebt das System inaktiv, ansonsten wird bei Überfahren der Linien ohne Blinkerbetätigung akustisch und optisch gewarnt, bis zu einem Kurvenradius von 250 m. Obwohl Honda so was schon bei anderen Modellen im Angebot hat, muss man beim Civic auf eine ganz feine Sache verzichten: die automatischen Lenkeingriffe, die das Fahrzeug selbstständig in der Spur halten würden.

Honda Civic Assistenten 04Eine feine Sache, auf die man sich beim Civic auch gut verlassen kann, ist die Verkehrsschildererkennung. Bis zu zwei Schilder (Tempolimit und Überholverbot) werden gleichzeitig im Info-Display in Farbe angezeigt.

Last but not least überwacht der Kollisionswarner FCW ebenfalls mit Hilfe der Frontkamera den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und gibt ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h bei einer drohenden Kollision ein akustisches und optisches Signal, um den Fahrer zu warnen.

Das zweite Paket ist nur dem Executive vorbehalten und hat statt des City Notbrems- und des Fernlichtassistenten eine Adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC und ein Präventives Fahrerassistenzsystem CMBS an Bord.

Mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelung ACC hält das Fahrzeug immer einen konstanten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Das System bedient sich dabei der Technik des CMBS, des präventiven Fahrerassistenzsystems. Das misst mit einem Millimeterwellen-Radar den Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen informiert optisch und akustisch wenn eine Situation wirklich kritisch wird und der Fahrer bremsen sollte. Tut der Fahrer das, wird sogleich der Bremsassistent aktiv. Verringert sich der Abstand zum Vordermann trotzdem weiter, straffen sich Fahrer- und Beifahrergurt. Und wenn es dann noch kritischer wird, kann CMBS auch alleine Bremsen, wenn auch nur mit 60 Prozent der vollen Bremsleistung. So können Unfälle vermieden oder zumindest entschärft werden.

Honda Civic Assistenten 06So ausgestattet solltest Du deutlich sicherer durch den Straßenverkehr kommen und das Fahren mit dem Honda Civic macht noch einen Tick mehr Spaß. Und was kostet der Spaß jetzt? Das Fahrerassistenzsystem-Paket 1 ist für 950,- Euro , das Paket 2 für 1.990,- Euro zu haben. Noch eins drauf legt dann das HDD-Navigationssystem mit 6,5 Zoll Touchscreen für 2.200,- Euro. So kann sich ganz schön was zusammen läppern, immerhin kostete mein vollausgestatteter Testwagen Honda Civic 1.6 i-DTEC Lifestyle 30.180,- Euro.

Stand: Januar 2015; Test und Fotos: CARWALK

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