Worauf Du beim Reifenwechsel achten solltest

Der Winter naht in großen Schritten und wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, dem sei geraten, den Reifenwechsel nicht noch weiter hinauszuzögern. Seit Dezember 2010 gilt laut Straßenverkehrsordnung bei winterlichen Wetterverhältnissen die Winterreifenpflicht. Und auch wenn in der StVo kein fester Zeitraum bestimmt worden ist, so spricht man von der Faustregel O bis O, was so viel heißt wie von Oktober bis Ostern. Also höchste Zeit die Sommerreifen in den Winterschlaf zu versetzen.

Solltest Du gegen die Winterreifenpflicht verstoßen, droht Dir nicht nur ein Bußgeld von 60 bzw. 80 Euro, bei Behinderung des Verkehrs auch ein Punkt in Flensburg, im Falle eines Unfalls kann es auch dazu führen, das Deine Versicherung ihre Leistungen teilweise oder sogar vollständig einstellt.

Übrigens, ab 2018 tritt eine Änderung in Kraft, alle Winterreifen müssen dann das Schneeflocken-Symbol aufweisen. Doch keine Panik, Du bist jetzt nicht gleich dazu gezwungen neue Pneus zu kaufen, für M+S Reifen gilt eine Übergangsfrist bis zum 30.09.2024.

Wer die Montage selbst übernimmt, sollte folgende Punkte beachten:

Zunächst solltest Du Dir ein Bild von den Winterreifen machen, haben sie überhaupt noch genug Profil? Das Gesetz schreibt zwar eine Mindestprofil-Tiefe von 1,6 Millimetern vor, doch Experten raten bei Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern, besser mehr.

Außerdem ist es ratsam, auf mögliche Beschädigungen wie Risse oder poröse Stellen zu achten. In die Jahre gekommene Reifen sollten ebenfalls ausgetauscht werden, so sollten Pneus nicht länger als sieben Jahre im Einsatz sein.

Neben Sommer- und Winterreifen gibt es auch Allwetterreifen, die einen Reifenwechsel zwar überflüssig machen, in meinen Augen aber lediglich ein „fauler“ Kompromiss sind und so bist Du einzig mit Winterreifen auf der sicheren Seite.

Hast Du die für den Reifenwechsel notwendigen Werkzeuge, wie den Wagenheber, den Kreuzschlüssel und den Drehmomentschlüssel zur Hand, kann es auch schon losgehen.

Bevor Du Dein Fahrzeug aufbockst, versichere Dich, das die Handbremse angezogen und der Gang eingelegt ist. Nun alle Schrauben eines Rades um eine Viertelumdrehung lösen und dann erst den Wagenheber ansetzen. Jetzt kannst Du mit dem Kreuzschlüssel alle Schrauben vollständig lösen. Übrigens: Besser als die Wagenheber des Bordwerkzeug ist ein Rollwagenheber.

Die Sommerreifen können dann abgenommen werden. An dieser Stelle ein wichtiger Tipp: Markiere den jeweiligen Reifen mit der entsprechenden Bezeichnung – VL für vorne links, HR für hinten rechts usw.. So vermeidest Du im kommenden Frühjahr eine falsche Montage, gerade bei Pneus mit einer vorgegebenen Laufrichtung würde solch ein Fehler unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Und wenn Du die Reifen tauschen möchtest, dann bitte nur achsweise von vorne nach hinten, auf keinen Fall von links nach rechts.

Sind die Winterreifen an der richtigen Stelle angebracht, solltest Du die Radschrauben über Kreuz anziehen. Nun kannst Du das Fahrzeug herunterkurbeln und den Wagenheber lösen. Jetzt solltest Du die Schrauben alle noch einmal fest nachziehen, am besten mit einem Drehmomentschlüssel wie vorgeschrieben. Die richtigen Werte entnimmst Du der Betriebsanleitung. Ein Vorgang der nach rund 50 gefahrenen Kilometern zu wiederholen ist.

Wer seine Sommerreifen zu Hause überwintert, muss auch an die richtige Lagerung denken. Die Reifen sollten vor Sonneneinstrahlung geschützt sein und in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahrt werden. Dabei kannst Du die Räder übereinander liegend gestapelt oder einzeln an der Wand hängend lagern.

Sind die Winterreifen aufgezogen, musst Du abschließend nur noch den Reifendruck überprüfen und dann kannst Du Dich auch schon auf verschneite Wege machen.

Und für die wünschen Dir CARWALK – Der Autoblog und der Werkzeugstore24 stets eine gute und sichere Fahrt.

Stand: November 2017; Text: CARWALK – Der Autoblog; Fotos: CARWALK und Werkzeugstore24

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