Nissan GT-R Prototyp by Italdesign

Nissan bereitet sich auf das 50. Jubiläum seiner Supersportwagen-Ikone GT-R vor: In Zusammenarbeit mit der Designschmiede Italdesign, die ebenfalls ihr 50-jähriges Bestehen feiert, hat der japanische Automobilhersteller nun den Prototypen Nissan GT-R50 by Italdesign vorgestellt. Einzigartig ist das Modell dabei in sämtlichen Belangen, leider aber auch in der Stückzahl.

Italdesign hat das Auto entwickelt, konstruiert und gebaut. Das unverwechselbare, klare Exterieur- und Interieur-Design stammt von Nissan Design Europe in London und von Nissan Design America.

Die Front des Nissan GT-R50 by Italdesign ziert ein markantes goldenes Element, das sich nahezu über die gesamte Breite des Fahrzeugs streckt. Auf der Motorhaube finden sich ausgeprägte Sicken, während die schmalen LED-Scheinwerfer vom Radkasten bis zur Kante oberhalb der äußeren Lufteinlässe reichen.

In der Seitenansicht sticht die um 54 Millimeter abgesenkte Dachlinie heraus: Sie fällt in der Mitte ab, während das Äußere leicht erhöht ist, was den muskulösen Charakter unterstreicht. Die im Stile von Samurai-Schwertern gehaltenen Lufteinlässe hinter den Vorderrädern – ein Markenzeichen des Nissan GT-R – kommen durch Goldeinlagen noch besser zur Geltung und erstrecken sich nun von der unteren Türkante bis zur Schulterlinie.

Das Heck betont dank muskulös ausgestellten Radhäusern die breite Spur des Fahrzeugs. Die Schulterlinie verjüngt sich auf Höhe der Rückscheibe und setzt sich bis zur Mitte des Kofferraumdeckels fort. Besonders auffällig ist das gegenüber dem Serienmodell längere und tiefere Heckfenster. In Kombination mit zusätzlichen goldenen Applikationen erscheint es als separater, modularer Teil der Rückwand.

Die typischen Doppelrund-Rückleuchten des Nissan GT-R wurden mit dünnen Lichtringen und ausgesparten Zentren neu interpretiert. Abgerundet wird das Gesamtbild von einem großen, verstellbaren Heckflügel auf zwei Stützen. Spezielle Räder – 21 x 10 Zoll vorne und 21 x 10,5 Zoll hinten – betonen die breite Haltung des Fahrzeugs. Das Exterieur ist in „Liquid Kinetic Gray“ lackiert, das perfekt mit den goldenen Akzenten harmoniert.

Im Innenraum spiegelt sich die moderne, leistungsstarke Herkunft des Nissan
GT-R50 by Italdesign wider:

Zwei unterschiedliche Karbonfaser-Muster finden sich an Mittelkonsole, Instrumententafel und Türverkleidung. Die Sitze schmücken schwarzes Alcantara® und feinstes italienisches Leder ebenfalls in Schwarz.

Goldene Akzente an Instrumententafel, Türen und dem futuristischen, vom Rennsport inspirierten Ganghebel greifen die Exterieur-Highlights auf. Nabe und Speichen des maßgeschneiderten Lenkrads sind in Karbonfaser gehalten, während der unten abgeflachte Kranz mit Alcantara bezogen ist.

Unter den neuen Formen verbirgt der Nissan GT-R50 by Italdesign eine radikale Weiterentwicklung bekannter Tugenden: Basierend auf der GT3-Rennsporterfahrung von Nissan, treibt die Motorsport-Tochter NISMO das handgefertigte 3,8-Liter-Triebwerk weiter ans Limit. Der handgefertigte Sechszylinder leistet hier geschätzt 530 kW/720 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 780 Nm.

Der Motor weist unter anderem optimierte, großvolumige GT3-Turbolader und größere Ladeluftkühler sowie eine Hochleistungs-Kurbelwelle auf. Die Modifikationen betreffen außerdem Kolben, Pleuel und Lager, Hochleistungs-Kolbenöldüsen, überarbeitete Nockenwellen-Profile, Einspritzdüsen mit höherem Durchfluss sowie optimierte Zünd-, Ansaug- und Abgassysteme.

Ein verstärktes sequenzielles Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und stärkere Differenziale sowie Antriebswellen lenken die Kraft auf alle vier Räder.

Auch die Aufhängung wurde überarbeitet, zum Einsatz kommt das stufenlos einstellbare Dämpfersystem BILSTEIN DampTronic® I. Für Verzögerung sorgen vorn Sechskolbenbremsen und hinten Vierkolbenbremsen von Brembo, die über leuchtend rote Bremssättel verfügen.

Die Michelin Pilot Super Sport Reifen in der Dimension 255/35 R21 vorn und 285/30 R21 hinten bieten den notwendigen Grip, um die Leistung des Motors auf die Straße zu bringen.

Stand: Juni 2018; Fotos: Nissan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.