Crossover Utility Vehicle Kia XCeed

Mit der dritten Generation Ceed bietet Kia Dir eine eindrucksvolle Bandbreite, vom klassischen Grundmodell dem Fünftürer, über den Kombi Ceed Sportswagon und dem großartigen Shooting Brake ProCeed bis hin zur neuen Crossover-Variante XCeed. Viertes und jüngstes Derivat der Ceed-Familie durfte ich mir nun bei einer ersten Sitzprobe genauer ansehen. Die wachsende Vielfalt an Karosserietypen macht die Auswahl wirklich immer schwerer, überzeugt mich Kia tatsächlich mit jedem Modell aufs Neue. Mit dem „Crossover Utility Vehicle“ XCeed entspricht Kia nun dem stetig wachsenden Kundeninteresse an Crossover- und SUV-Modellen im Kompaktwagensegment. Ist der neue Kia XCeed im Modellprogramm der Koreaner zwischen dem kleineren Crossover Stonic und dem SUV Sportage angesiedelt.

Die Ceed-Baureihe ist in meinen Augen rundum gelungen, die Familienzugehörigkeit ist unverkennbar und doch setzt jedes der vier Modelle auf eine Eigenständigkeit. Basierend auf der gleichen Plattform wie der klassische Fünftürer, übertrifft die Crossover-Variante den Ceed um acht Zentimeter und kommt auf eine Außenlänge von 4,39 Meter. Der Kia XCeed übernimmt letztlich sogar einzig die vorderen Türen unverändert vom Grundmodell und setzt sich sogar sehr deutlich von seinen Schwestermodellen ab.

Das Crossover-Modell XCeed steht betont dynamisch da, bis hin zum Coupé-ähnlichen Dachverlauf. Die Linienführung an Front und Heck ist nochmals emotionaler und schnittiger, die Scheinwerfer, wie auch der Kühlergrill und der untere Lufteinlass neu gestaltet.

Die schwarz verkleideten Radläufe und Seitenschweller, der markante Unterfahrschutz hinten und die Dachreling betonen den Charakter eines Offroaders.

Bei den Karosseriefarben stehen bis zu zwölf Lackierungen zur Wahl, darunter der neue Farbton Quantum Yellow, der ausschließlich für die Crossover-Variante XCeed verfügbar ist.

Der Kia XCeed kommt auf eine Bodenfreiheit von maximal 184 Millimetern bei aufgezogenen 18-Zöllern und liegt damit bis zu 42 Millimeter höher als der Basis-Ceed. Der Höhenzuwachs insgesamt beläuft sich ebenfalls auf vier Zentimeter, die entsprechend erhöhte Sitzposition ermöglicht zudem einen sehr bequemen Ein- und Ausstieg. Das Gestühl nimmt mich auch hier wohlig auf und verwöhnt mich je nach Ausstattung mit Sitzventilatoren und Sitzheizung, wobei letztere auch für die hinteren äußeren Sitze erhältlich ist. Eine Lenkradheizung gibt es ebenfalls im Kia XCeed.

Der Radstand ist mit 2,65 Metern bei allen vier Varianten identisch. Beim Stauraum übertrifft der XCeed aufgrund des längeren Hecküberhangs das Gepäckraumvolumen des Ceed um 31 Liter und fasst 426 Liter bis Fensterunterkante. Durch Umlegen der dreigeteilten Rücksitzbank (40:20:40) erweiterst Du das Fassungsvermögen auf bis zu 1.378 Liter bei Beladung bis Dachhöhe.

Der in der Höhe verstellbare Gepäckraumboden schafft zusätzliche Variabilität sowie ein nicht einsehbares praktisches Ablagefach. Die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe ermöglicht einen angenehmen Zugang zum Kofferraum.

Das Interieur des XCeed folgt dem sehr gelungenen Auftritt der anderen mir bekannten Ceed-Varianten, die Hochwertigkeit begeistert mich auch hier ein weiteres Mal. Dennoch hat das Cockpit des neuen Kia Xceed einige Neuheiten in petto.

Zum Marktstart bietet die koreanische Automarke Kia den neuen XCeed bis Jahresende in einer exklusiven Launch Edition mit neuem Innenraumpaket an, dieses setzt auf gelbe Akzente in Form von Ziernähten und Dekorelementen.

Unabhängig von der Variante, ragt auch in diesem Ceed-Ableger der freistehende Touchscreen des Infotainmentsystems aus dem Armaturenbrett. Doch der XCeed ist nach dem neuen e-Soul und dem überarbeiteten Niro der Erste aus der Ceed-Familie der mit dem Infotainmentsystem UVO Connect aufwarten kann, das wiederum an ein neues 10,25-Zoll-Kartennavigationssystem gekoppelt ist.

Auf Kia Live kannst Du dann über den Touchscreen des Navigationssystems zugreifen, das über eine eigene SIM-Karte Daten abruft und aktualisiert. Der Dienst bietet Verkehrsinformationen in Echtzeit, Wettervorhersagen, Warnung vor Gefahrenstellen und eine lokale Suche („Points of Interest“).

Der 10,25 Zoll große Touchscreen lässt sich dabei mittels Split-Screen-Funktion praktisch und nach Bedarf unterteilen. Die Auflösung ist dabei wirklich sehr brillant und die Handhabung unglaublich einfach. Reagiert der Display sehr gut auf Wischbewegungen und zudem können zahlreiche Widgets mühelos individuell konfiguriert werden.

Die kostenlose App wird für Android- und iOS-Betriebssysteme im Play Store und App Store zur Verfügung stehen. Über die Kia UVO App kannst Du nicht nur Fahrzeuginformationen abrufen oder beispielsweise die Klimaautomatik aus der Ferne aktivieren, auch die geplante Route kannst Du vom Smartphone direkt an das Navigationssystem schicken.

Sollte Dir entfallen, wo Du Dein Fahrzeug abgestellt hast, kein Problem, mit Hilfe der App kannst Du Deinen Kia XCeed auch orten. Der Telematikdienst UVO Connect steht Dir ganze sieben Jahre lang kostenlos zur Verfügung.

Darüber hinaus feiert im Cockpit des XCeed das erste volldigitale Kombiinstrument von Kia seine Premiere. Der 12,3 Zoll große, hochauflösende Bildschirm (1920×720 Pixel) zeigt im Fahrbetrieb Tachometer und Drehzahlmesser als Rundinstrumente an und dazwischen ein Multifunktions-Display für Bordcomputer-Daten und Informationen zu Navigation, Audiosystem und Assistenzfunktionen.

Kia spricht von sportlichem Handling und hohen Fahrkomfort, eine erste Ausfahrt Anfang September wird zeigen, was dran ist. Noch vor der Markteinführung wird der neue Kia XCeed auch fahrerisch von mir genauer unter die Lupe genommen.

Die zu Beginn angebotenen Motoren – darunter drei Benziner, zwei Diesel – decken ein Leistungsspektrum von 85 bis 150 kW (115 bis 204 PS) ab, erfüllen allesamt die Euro 6d-Temp und sind mir bereits aus den anderen Karosserievarianten bekannt.

Während der 204 PS starke Ottomotor bei Ceed und ProCeed die Rolle des GT einnimmt, wird der stärkste Benziner im XCeed als reguläre Motorvariante aufgeführt.

Die Antriebe sind stets an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt und können alternativ bis auf den 1.0 T-GDI an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Schaltstufen gekoppelt werden.

Anfang 2020 wird das Motorenprogramm darüber hinaus elektrifiziert und um ein Mild-Hybrid mit 48-Volt-System sowie den Plug-in-Hybrid erweitert.

Bei der Ceed-Familie macht der koreanische Automobilbauer zwar Unterschiede bei den Karosserievarianten, doch bei der Sicherheit fahren alle Ceed-Versionen mit einem serienmäßigen Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner und dem Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und autonomen Notbremsassistenten vor. Das elektronische Stabilitätsprogramm ist von Haus aus mit einer Gegenlenkunterstützung kombiniert und der aktive Spurhalteassistent hält Dich auf Kurs.

Abhängig von der Ausstattung geht Kia mit dem neuen Stauassistent den nächsten Schritt in Richtung autonomes Fahren. Das System erkennt weit mehr als nur die Fahrbahnmarkierungen und hält das Fahrzeug entsprechend in seiner Fahrspur. Der XCeed orientiert sich auch am vorausfahrenden Verkehr und übernimmt das Beschleunigen, Bremsen und Lenken, der Sicherheitsabstand zum Vorderwagen ist dabei stets gewährt.

Mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage inkl. Stop-and-go-Funktion, dem Spurwechselassistent, Querverkehrwarner, Verkehrszeichenerkennung und Parkassistent hat der Autobauer darüber hinaus noch weitere Fahrerassistenzsysteme im Ausstattungsprogramm.

Bei Kia fast nur noch als Randnotiz erwähnt, ist die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie aber auch heute noch ein Alleinstellungsmerkmal im Autobereich und selbstverständlich auch beim Kia XCeed im Preis enthalten. Der 88 kW (120 PS) starke XCeed 1.0 T-GDI kostet in der Basisversion 21.390 Euro, weitere Preise kann ich Dir bestimmt schon in wenigen Tagen nachreichen, darf ich dann bereits – vor der großen IAA-Premiere – den Kia XCeed erstmals fahren.

Eine Zahl habe ich abschließend aber dennoch für Dich, der Kia XCeed wird am 21. September 2019 in den Handel rollen. Zum Verkaufsstart wird das neue Crossover-Modell in einer sogenannten „Launch Edition“ in der speziellen Lackierung Quantum Yellow angeboten.

Stand: Juli 2019; Test und Fotos: CARWALK – Der Autoblog

3 Gedanken zu “Crossover Utility Vehicle Kia XCeed

  1. Pingback: Preis-Update: Kia XCeed | CARWALK

  2. Da dürfen sich viele namenhafte Hersteller warm anziehen. Dieser Hersteller zeigt einfach, daß er für Geld einfach viel mehr Auto bieten kann. Ich werde Ihn mir holen. Klasse Kia…..!

    • Vielen Dank für Dein Feedback. Bin ganz Deiner Meinung und auf den Fahrtermin Anfang September gespannt. Den ausführlichen Bericht findest Du dann natürlich ebenfalls hier auf CARWALK.

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