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Nissan Qashqai e-POWER N-Connecta im Test: Jetzt besser denn je?

Kaum ein Modell hat das Segment der kompakten SUV in Europa so geprägt wie der Nissan Qashqai. Seit der ersten Generation im Jahr 2007 zählt er zu den festen Größen seiner Klasse und hat es geschafft, sich auch gegen eine stetig wachsende Zahl an Wettbewerbern erfolgreich zu behaupten. Drei Generationen, mehrere Modellpflegen und zahlreiche Sondermodelle später gehört der Qashqai noch immer zu den beliebtesten Vertretern seines Segments.

Mit der dritten Generation, die 2021 an den Start ging, setzte Nissan die Erfolgsgeschichte konsequent fort. Doch wer sich mit dem Modelljahr 2025 beschäftigt, sollte genauer hinschauen. Denn tatsächlich durchlief der Qashqai innerhalb kurzer Zeit gleich zwei unterschiedliche Entwicklungsstufen, die häufig miteinander vermischt werden.

Den Anfang machte die umfangreiche Modellpflege, die bereits 2024 als Modelljahr 2025 eingeführt wurde. Nissan spendierte seinem Bestseller ein deutlich geschärftes Erscheinungsbild mit neu gestaltetem Kühlergrill, überarbeiteten Leuchten und einer insgesamt moderneren Frontpartie. Im Innenraum hielten hochwertigere Materialien Einzug, hinzu kamen Google Built-in, eine verbesserte Around-View-Kamera sowie die neue Ausstattungslinie N-Design, die ich im Nissan Qashqai vergangenes Jahr erfahren durfte. Technisch blieb unter der Haube jedoch alles beim Alten.

Erst im Oktober 2025 folgte die zweite Evolutionsstufe. Während sich äußerlich praktisch nichts mehr änderte und auch der Innenraum unverändert blieb, nahm Nissan den e-POWER-Antrieb grundlegend unter die Lupe. Ein effizienterer 1,5-Liter-Generator-Benziner, weniger Geräuschentwicklung und ein geringerer Verbrauch sollten das einzigartige Antriebskonzept nochmals spürbar verbessern. Der Fokus lag damit vollständig auf den inneren Werten.

Doch wie groß fällt der Fortschritt im Alltag tatsächlich aus? Hält die neue Generation des e-POWER-Antriebs, was Nissan verspricht? Genau dieser Frage gehe ich in meinem aktuellen Fahrbericht des Nissan Qashqai e-POWER N-Connecta mit 151 kW (205 PS) auf den Grund.

Verbesserte Nissan e-POWER

Genau hier liegt die spannendste Neuerung des aktuellen Qashqai. Denn während Nissan beim Design und Innenraum zuletzt bereits kräftig Hand angelegt hatte, konzentrierte sich die Überarbeitung im Herbst 2025 vollständig auf die Technik unter der Haube.

Das Wichtigste vorweg: Nissan hat das Grundprinzip des e-POWER-Antriebs nicht verändert, sondern konsequent weiterentwickelt. Der Qashqai bleibt ein serieller Hybrid. Anders als bei klassischen Vollhybriden übernimmt der Benzinmotor niemals direkt den Antrieb der Räder. Stattdessen dient der 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner ausschließlich als Stromgenerator. Den eigentlichen Vortrieb übernimmt jederzeit der Elektromotor. Genau dieses Konzept verleiht dem Qashqai seinen ganz eigenen Charakter.

Und das spürt man bereits nach wenigen Metern. Das SUV setzt sich direkt, leise und vollkommen ruckfrei in Bewegung. Es gibt keine Gangwechsel, kein Umschalten zwischen verschiedenen Antriebsquellen und kein typisches Hybridgefühl. Stattdessen erinnert der gleichmäßige Vortrieb deutlich stärker an ein Elektroauto – nur eben ohne Ladekabel und Reichweitenstress.

Für die dritte Generation des e-POWER-Systems hat Nissan nahezu sämtliche Kernkomponenten überarbeitet. Herzstück ist ein neuer 1,5-Liter-Turbobenziner, der speziell für den Einsatz als Stromgenerator entwickelt wurde. Hinzu kommt eine neue modulare 5-in-1-Antriebseinheit, welche Motor, Generator, Wechselrichter sowie weitere Komponenten in einem kompakteren und leichteren Gesamtpaket vereint. Das von Nissan entwickelte STARC-Verbrennungskonzept steigert den Wirkungsgrad des Motors auf beeindruckende 42 Prozent. Für den Fahrer macht sich das vor allem durch eine angenehmere Geräuschkulisse und einen effizienteren Betrieb bemerkbar.

Besonders viel Entwicklungsarbeit floss in die Optimierung für europäische Autobahngeschwindigkeiten. Genau dort zeigte sich der bisherige e-POWER zwar angenehm souverän, beim Verbrauch aber nicht immer von seiner sparsamsten Seite. Entsprechend deutlich fallen die Verbesserungen aus. Der WLTP-Verbrauch sinkt von bislang 5,1 bis 5,3 Litern auf nur noch 4,5 Liter pro 100 Kilometer. Gleichzeitig reduzieren sich die CO₂-Emissionen um rund zwölf Prozent.

Noch interessanter sind jedoch die Erfahrungen aus dem Alltag. Während mein zuletzt getesteter Qashqai e-POWER je nach Strecke und Fahrstil zwischen 5,5 und 6,5 Litern konsumierte, waren mit dem neuen Antrieb problemlos Einsparungen von bis zu einem Liter möglich. Realistische 4,5 Liter auf 100 Kilometer sind absolut erreichbar. In Kombination mit dem 55-Liter-Tank sind Reichweiten von deutlich über 1.000 Kilometern deshalb nicht nur ein theoretischer WLTP-Wert, sondern auch im Alltag durchaus realistisch.

Mit 151 kW (205 PS) liefert der Elektromotor zudem etwas mehr Leistung als bisher. Die bekannte Dauerleistung von 190 PS bleibt erhalten, im Sport-Modus stehen kurzfristig bis zu 205 PS zur Verfügung. Auf dem Papier mag der Unterschied überschaubar wirken, beim Überholen oder beim Beschleunigen aus niedrigeren Geschwindigkeiten heraus reagiert der Qashqai jedoch nochmals etwas spontaner.

Viel wichtiger als die nackten Leistungsdaten ist jedoch das Fahrgefühl. Der Qashqai spricht unmittelbar auf Gaspedalbefehle an, stellt sein Drehmoment ohne Verzögerung bereit und beschleunigt angenehm linear. Das bekannte Gummibandgefühl vieler Hybridfahrzeuge bleibt ihm dabei erspart. Zwar gelingt der Sprint auf 100 km/h laut Datenblatt in 7,9 Sekunden, entscheidender ist jedoch die Souveränität im Alltag. Gerade im Stadt- und Landstraßenverkehr fühlt sich der Nissan jederzeit kraftvoll und entspannt an.

Dazu trägt auch das sogenannte e-Pedal Step bei. Nach der Aktivierung lässt sich der Qashqai über weite Strecken nahezu ausschließlich mit dem Gaspedal fahren. Nimmt man den Fuß vom Pedal, verzögert das Fahrzeug spürbar und gewinnt gleichzeitig Energie zurück. Besonders im Stadtverkehr oder im Stop-and-Go-Verkehr erhöht dies den Fahrkomfort merklich. Unterstützt wird das System durch Autohold, Berganfahrhilfe und eine sanfte Kriechfunktion.

Am Ende bleibt genau das, was den Qashqai e-POWER schon bisher von vielen Wettbewerbern unterschieden hat: Er verbindet das entspannte und direkte Fahrgefühl eines Elektroautos mit der Alltagstauglichkeit eines Verbrenners. Mit der dritten Generation des Systems gelingt Nissan dabei der bislang größte Entwicklungsschritt. Der Antrieb arbeitet effizienter, leiser und harmonischer als je zuvor – und macht den Qashqai für mich mehr denn je zur interessantesten Variante innerhalb der Baureihe.

Fahrwerk und Fahreindruck

Die Verbesserungen des neuen e-POWER-Antriebs beschränken sich nicht allein auf Verbrauch und Effizienz. Auch akustisch hat Nissan spürbar nachgelegt. Einer der wenigen Kritikpunkte am bisherigen System war die mitunter recht präsente Geräuschkulisse des Dreizylinder-Benziners bei kräftigen Beschleunigungsmanövern. Genau an diesem Punkt haben die Ingenieure angesetzt.

Laut Nissan konnte das Geräuschniveau im Innenraum um bis zu 5,6 Dezibel reduziert werden. Gleichzeitig wurden Vibrationen weiter minimiert. Zahlen, die sich im Alltag tatsächlich bemerkbar machen. Bereits nach den ersten Kilometern hinterlässt der neue Qashqai einen deutlich kultivierteren Eindruck. Der Antrieb arbeitet angenehm unauffällig und rückt selbst unter Last wesentlich seltener in den Vordergrund. Gerade auf längeren Autobahnetappen profitiert das Reisegefühl von der verbesserten Geräuschdämmung. Bei Tempo 130 wirkt der Qashqai ruhiger und entspannter als sein Vorgänger, was den ohnehin komfortablen Gesamteindruck zusätzlich unterstreicht.

Die Schaltzentrale für das Fahrverhalten befindet sich gut erreichbar in der Mittelkonsole. Über ein Drehrad lassen sich die verschiedenen Fahrmodi anwählen. Neben dem ausgewogenen Standard-Modus stehen unter anderem Eco und Sport zur Verfügung. Während Eco den Fokus auf maximale Effizienz legt, reagiert der Qashqai im Sport-Modus spürbar spontaner auf Gaspedalbefehle. Modelle mit Allradantrieb bieten darüber hinaus zusätzliche Terrain-Programme für Schnee oder unbefestigte Wege. Der von mir gefahrene e-POWER setzt jedoch auf Frontantrieb und konzentriert sich klar auf den Alltagseinsatz auf befestigten Straßen.

Dort fühlt sich der Nissan ausgesprochen wohl. Das Fahrwerk präsentiert sich angenehm ausgewogen und findet einen gelungenen Mittelweg zwischen Komfort und Fahrstabilität. Unebenheiten werden sauber absorbiert, ohne dass die Karosserie ins Wanken gerät. Gleichzeitig wirkt die Abstimmung ausreichend straff, um auch auf kurvigen Landstraßen ein sicheres und kontrolliertes Fahrgefühl zu vermitteln.

Dazu passt die direkt abgestimmte Servolenkung, die eine ordentliche Rückmeldung liefert und harmonisch mit dem Fahrwerk zusammenspielt. Der Qashqai lässt sich präzise platzieren, ohne dabei nervös zu wirken. Genau diese Ausgewogenheit macht einen großen Teil seines Charakters aus. Er fährt sich entspannt und komfortabel, wenn man ihn gelassen bewegt, vermittelt aber gleichzeitig genügend Vertrauen, um auch einmal etwas zügiger unterwegs zu sein.

Ein angenehmer Nebeneffekt der technischen Überarbeitung zeigt sich zudem bei den Wartungskosten. Nissan verlängert die Wartungsintervalle von bisher 15.000 auf nunmehr 20.000 Kilometer. Das reduziert Werkstattaufenthalte und trägt langfristig zu niedrigeren Betriebskosten bei.

Unterm Strich bleibt der Nissan Qashqai auch fahrdynamisch seiner Linie treu. Er will kein Sportler sein und muss es auch nicht. Stattdessen überzeugt er mit einer gelungenen Mischung aus Komfort, Souveränität und Alltagstauglichkeit. Eigenschaften, die hervorragend zum Charakter des e-POWER-Antriebs passen.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit muss sich der Nissan Qashqai längst nicht mehr hinter den Klassenbesten verstecken. Bereits die dritte Generation überzeugte mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, die auch im überarbeiteten Modelljahr 2025 nahezu vollständig erhalten bleibt.

Schon ab Werk übernimmt eine ganze Armada elektronischer Helfer die Überwachung des Verkehrsgeschehens. Dazu zählen unter anderem der adaptive Tempomat, die Verkehrszeichenerkennung, ein Müdigkeitswarner sowie aktive Spurhalte- und Totwinkelassistenten. Ergänzt wird das Paket durch einen autonomen Notbremsassistenten, der neben anderen Fahrzeugen auch Fußgänger und Radfahrer erkennt und in kritischen Situationen frühzeitig eingreifen kann.

Im Alltag besonders hilfreich erwiesen sich während meines Tests der Querverkehrswarner und der Kreuzungs-Assistent. Gerade beim rückwärtigen Ausparken aus unübersichtlichen Parklücken oder beim Abbiegen in dichtem Stadtverkehr sorgen die Systeme für zusätzliche Sicherheit und machen zuverlässig auf herannahende Fahrzeuge aufmerksam.

Zu den Highlights zählt weiterhin der ProPILOT Fahrerassistent. Nissan hat das System in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, sodass es heute einen spürbaren Beitrag zum entspannten Reisen leistet. In Verbindung mit Navi-Link verknüpft der Assistent Tempomat, Spurführung und Navigationsdaten miteinander. Das System reduziert beispielsweise automatisch die Geschwindigkeit vor Kreisverkehren, Kurven oder Tempolimits und unterstützt den Fahrer besonders auf längeren Autobahnetappen sowie im zähfließenden Verkehr. Dabei arbeitet der ProPILOT angenehm unaufgeregt und hinterließ während meines Tests einen souveränen Eindruck.

Zusätzliche Sicherheit bietet der flankierende Seiten- und Bewegungsschutz. Sensoren überwachen beim Rangieren das Fahrzeugumfeld und können bei drohenden Kollisionen sogar aktiv eingreifen. Gerade in engen Parkhäusern oder unübersichtlichen Situationen ein beruhigendes Extra.

Abgerundet wird das Sicherheitskonzept durch zahlreiche passive Schutzmaßnahmen. Dazu gehört unter anderem ein zentraler Airbag zwischen Fahrer- und Beifahrersitz, der bei einem Seitenaufprall das Risiko eines Zusammenstoßes der Frontinsassen reduziert.

Unterm Strich präsentiert sich der Nissan Qashqai als moderner Begleiter mit einem sehr umfassenden Sicherheitspaket. Die Vielzahl an Assistenzsystemen arbeitet weitgehend unauffällig im Hintergrund, greift bei Bedarf jedoch zuverlässig ein und erhöht damit sowohl den Komfort als auch die Sicherheit im Alltag.

Digital-Update mit Google built-in

Mit der umfangreichen Modellpflege erhielt der Nissan Qashqai nicht nur ein geschärftes Außendesign, sondern auch zahlreiche technische und digitale Verbesserungen im Innenraum. Besonders sichtbar wird dies beim Infotainmentsystem, das inzwischen auf vollintegrierte Google-Dienste setzt.

Google Maps, Google Assistant und der Google Play Store sind direkt ins Fahrzeug eingebunden und ermöglichen eine deutlich komfortablere Bedienung im Alltag. Wer sein Google-Konto verknüpft, kann gespeicherte Ziele und Favoriten nahtlos übernehmen, zusätzliche Apps installieren und von regelmäßigen Over-the-Air-Updates profitieren. Besonders praktisch: Viele Funktionen lassen sich per Sprachbefehl steuern. Ob Navigation, Klimaanlage oder Sitzheizung – ein kurzes „Hey Google“ genügt häufig, um die gewünschte Funktion auszuführen, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.

Ergänzt wird das digitale Angebot durch die NissanConnect Services App. Sie informiert beispielsweise über offene Türen oder Fenster, meldet ungewollte Fahrzeugbewegungen und bietet im Ernstfall sogar die Möglichkeit, das Fahrzeug aus der Ferne zu lokalisieren oder zu sichern. Auch Amazon Alexa lässt sich integrieren und erweitert die Sprachsteuerung um zahlreiche Smart-Home-Funktionen.

Besonders positiv fällt dabei das Bedienkonzept auf. Nissan verzichtet erfreulicherweise auf den aktuellen Trend, sämtliche Funktionen in Touchmenüs zu verstecken. Die wichtigsten Bedienelemente bleiben weiterhin über klassische Tasten und Drehregler erreichbar. Das sorgt für eine intuitive Handhabung und verhindert unnötige Ablenkungen während der Fahrt.

Einen großen Schritt nach vorne macht auch das Kamerasystem. Der weiterentwickelte Around View Monitor zählt für mich nach wie vor zu den besten Lösungen im Segment. Dank hochauflösender 360-Grad-Darstellung und neuer 3D-Ansicht lässt sich das Fahrzeug aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Besonders hilfreich ist die sogenannte „Durchsicht durch die Motorhaube“, welche die Position der Vorderräder sichtbar macht. Wer regelmäßig in engen Parkhäusern unterwegs ist, dicht an Bordsteinen rangiert oder schmale Zufahrten meistern muss, wird diese Funktion schnell zu schätzen wissen. Die zusätzliche Front-Weitwinkelkamera erleichtert darüber hinaus das Herausfahren aus unübersichtlichen Einmündungen und Grundstücksausfahrten.

Kofferraum & Alltagstauglichkeit

Doch moderne Technik allein macht noch keinen guten Alltagsbegleiter. Ebenso wichtig sind Platzangebot und Variabilität – und auch hier sammelt der Qashqai Pluspunkte.

Bereits hinter dem Lenkrad fällt das großzügige Raumgefühl auf. Die erhöhte Sitzposition sorgt für eine gute Übersicht, während Fahrer und Beifahrer ausreichend Bewegungsfreiheit genießen. Doch auch in der zweiten Reihe müssen sich Erwachsene keineswegs einschränken. Mit meinen 1,80 Metern sitze ich selbst im Fond angenehm entspannt, ohne dass Knie oder Kopf an ihre Grenzen stoßen.

Verantwortlich dafür ist die moderne CMF-C-Plattform, die gegenüber der Vorgängergeneration nochmals optimierte Platzverhältnisse ermöglicht. Der Beinraum im Fond wuchs um 28 Millimeter, die Kopffreiheit legte um weitere 15 Millimeter zu. Werte, die auf dem Papier unspektakulär wirken mögen, im Alltag aber durchaus spürbar sind.

Auch der Kofferraum zeigt sich erfreulich praxisnah. Je nach Ausstattung stehen zwischen 455 und 504 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Werden die im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehnen umgelegt, wächst das maximale Ladevolumen auf bis zu 1.440 Liter an. Damit bietet der Qashqai ausreichend Platz für den Wochenendeinkauf, Urlaubsgepäck oder den Familienalltag.

Genau diese Mischung aus moderner Technik, intuitiver Bedienung und hoher Alltagstauglichkeit macht den Nissan Qashqai seit Jahren zu einem der beliebtesten Vertreter seiner Klasse. Auch das aktuelle Modell bleibt dieser Linie treu und präsentiert sich als vielseitiger Begleiter für nahezu jede Lebenslage.

Karosserie und Design

Optisch unterscheidet sich mein getesteter Nissan Qashqai e-POWER N-Connecta mit Erstzulassung 2026 praktisch nicht vom umfangreich überarbeiteten Facelift-Modell, das ich bereits im vergangenen Jahr in der attraktiven Ausstattungslinie N-Design kennenlernen durfte.

Da Nissan mit der Einführung des neuen e-POWER-Antriebs ausschließlich die Technik unter der Haube überarbeitet hat, blieb das markante Facelift mit dem neu gestalteten Kühlergrill, den überarbeiteten Leuchten und den zahlreichen Detailverbesserungen unverändert erhalten.

Alle Informationen zu den Designänderungen, den neuen Ausstattungen und den optischen Neuerungen des Facelifts findest Du in meinem ausführlichen Fahrbericht zum Nissan Qashqai N-Design.

Ausstattung, Kosten und ein Sondermodell

Seit Oktober 2025 ist die dritte Generation des e-POWER-Antriebs für den Nissan Qashqai erhältlich. Die Preise starten aktuell bei 40.180 Euro für die Ausstattungslinie Acenta. Am oberen Ende des Portfolios positionieren sich die Varianten N-Design und Tekna, die jeweils ab 46.520 Euro erhältlich sind.

Dabei verfolgt Nissan innerhalb der Baureihe eine klare Rollenverteilung. Während sich der N-Design mit seiner Zweifarblackierung, den 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, Alcantara-Akzenten und zahlreichen optischen Details gezielt an designorientierte Käufer richtet, übernimmt der N-Connecta die Rolle des vernünftigen Allrounders.

Genau diese Ausstattungslinie halte ich für den eigentlichen Sweet Spot der Baureihe. Sie bietet bereits nahezu alles, was man im Alltag benötigt, ohne den Preis unnötig in die Höhe zu treiben. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Lederlenkrad, verdunkelte Scheiben ab der B-Säule, der Around View Monitor mit 360-Grad-Rundumsicht, eine Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie der ProPILOT Assistant mit Navi-Link. Gerade in Verbindung mit dem e-POWER-Antrieb ergibt sich daraus ein äußerst stimmiges Gesamtpaket aus Komfort, Sicherheit und moderner Technik.

Eine interessante Alternative stellt zudem das aktuell verfügbare Sondermodell N-Tec dar. Es basiert auf dem N-Connecta und ergänzt diesen um zusätzliche Komfortmerkmale wie eine beheizbare Frontscheibe, ein beheizbares Lenkrad sowie beheizbare Vordersitze. Preislich startet der Qashqai N-Tec bei 39.450 Euro, als e-POWER-Version bei 42.150 Euro.

Doch die eigentliche Geschichte dieses Fahrberichts spielt sich ohnehin nicht bei Design oder Ausstattung ab. Sie findet unter der Motorhaube statt. Mit der dritten Generation des e-POWER-Antriebs hat Nissan genau an den Stellen nachgebessert, an denen es bislang noch Verbesserungspotenzial gab. Der Antrieb arbeitet spürbar leiser, effizienter und kultivierter, ohne dabei seine größte Stärke zu verlieren: das angenehm direkte Fahrgefühl eines Elektroautos ohne Ladekabel.

Genau deshalb bleibt der Nissan Qashqai auch knapp 20 Jahre nach seinem Debüt einer der überzeugendsten Vertreter seiner Klasse. Er versucht nicht, der Sportlichste, Größte oder Auffälligste zu sein. Stattdessen konzentriert er sich auf die Dinge, die im Alltag wirklich zählen: Platz, Komfort, Sicherheit, Effizienz und eine unkomplizierte Bedienung. Mit dem neuen e-POWER-Antrieb gelingt ihm diese Balance besser denn je.

Stand: Juni 2026; Test und Fotos: Lexi Lind; Innenraumfotos: Nissan

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