Mitsubishi Eclipse Cross EV Diamant TOP – Wie überzeugend ist der elektrische Japaner?
Vom klassischen Verbrenner über Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid bis hin zum rein elektrischen Antrieb: Mitsubishi stellt sich zunehmend breiter auf. Mit dem neuen Eclipse Cross EV schlagen die Japaner ein weiteres Kapitel auf und bringen erstmals ein vollelektrisches Kompakt-SUV an den Start.

Dabei setzt Mitsubishi nicht nur auf moderne Antriebstechnik, sondern verleiht dem Stromer auch optisch einen eigenständigen Charakter. Doch der Eclipse Cross EV möchte mehr bieten als ein ausdrucksstarkes Design. Alltagstauglichkeit, Komfort und nicht zuletzt die Reichweite stehen ebenso im Fokus.
Zwei Batteriegrößen stehen zur Wahl. Mein Testwagen fährt mit dem großen 87-kWh-Akku vor, der laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 635 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Ein durchaus vielversprechender Wert. Doch wie viel davon bleibt im realen Alltag übrig? Und kann der neue Mitsubishi Eclipse Cross EV auch abseits seiner elektrischen Qualitäten überzeugen? Diese und weitere Fragen kläre ich in meinem Fahrbericht.
Die Historie – Ein großer Name, ein neues Kapitel
Ein Name mit Geschichte. Denn lange bevor der Eclipse Cross als SUV die Straßen eroberte, stand die Bezeichnung „Eclipse“ für ein sportliches Coupé aus dem Hause Mitsubishi. Von 1989 bis 2012 wurde der Mitsubishi Eclipse in vier Generationen gebaut und erfreute sich insbesondere auf dem amerikanischen Markt großer Beliebtheit.

2017 ließen die Japaner den traditionsreichen Namen wieder aufleben. Allerdings nicht in Form eines neuen Sportwagens, sondern als kompaktes SUV mit coupéhafter Linienführung. Auf dem Genfer Automobilsalon feierte der Mitsubishi Eclipse Cross seine Premiere und verband damit das sportliche Erbe seines Namensgebers mit den Anforderungen einer neuen Fahrzeugklasse.
Mit der umfassenden Modellpflege im Jahr 2021 entwickelte Mitsubishi den Eclipse Cross konsequent weiter. Neben einem deutlich überarbeiteten Design rückte vor allem die Elektrifizierung in den Mittelpunkt. Fortan setzte der Hersteller in Deutschland auf einen Plug-in-Hybridantrieb, mit dem der Eclipse Cross bis 2025 unterwegs war.
Nun folgt der nächste große Schritt. Mit der zweiten Generation verabschiedet sich der Mitsubishi Eclipse Cross vollständig vom Verbrennungsmotor und startet in eine rein elektrische Zukunft. Ein Neustart, der weit über den Antrieb hinausgeht.

Technisch baut der neue Eclipse Cross EV auf der CMF-EV-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz auf und ist damit eng mit dem Renault Scénic E-Tech Electric verwandt. Doch auch wenn sich beide Modelle die technische Basis teilen, möchte Mitsubishi optisch eigene Akzente setzen. Die weiterentwickelte „Dynamic Shield“-Designsprache verleiht dem Japaner ein markentypisches Gesicht und unterstreicht den Anspruch, mehr als nur ein elektrischer Zwilling des Franzosen zu sein.
Ein traditionsreicher Name, eine völlig neue technische Basis und der Schritt in die Elektromobilität. Der Mitsubishi Eclipse Cross hat sich in seiner noch recht jungen SUV-Geschichte bereits mehrfach neu erfunden. Nun steht seine bislang größte Veränderung an.
Eigenständiger Auftritt mit markentypischen Akzenten
Auch wenn sich der neue Mitsubishi Eclipse Cross EV seine technische Basis mit dem Renault Scénic E-Tech Electric teilt, schlägt er optisch durchaus eigene Wege ein. Mitsubishi hat seinem vollelektrischen SUV ein eigenständiges Erscheinungsbild verliehen, das die vertraute Designsprache der Marke aufgreift und zugleich modern interpretiert.

Besonders die Frontpartie setzt ein deutliches Zeichen. Das weiterentwickelte, dreidimensional gestaltete „Dynamic Shield“-Design verleiht dem Eclipse Cross einen starken Ausdruck. Die markanten LED-Lichtsignaturen unterstreichen den futuristischen Charakter und lassen den Japaner bereits auf den ersten Blick als Mitglied der Mitsubishi-Familie erkennen.
Auch die Seitenansicht präsentiert sich charakterstark. Eine markante, J-förmige Linienführung setzt besondere Akzente und bringt Bewegung in die Silhouette. Versenkbare Türgriffe und Leichtmetallfelgen mit ungewöhnlichem Dreiecksdesign, die je nach Ausstattung bis zu 20 Zoll messen, runden den modernen Auftritt ab.
Am Heck greift Mitsubishi mit dem charakteristischen Hexagon-Motiv ein weiteres Element seiner traditionellen Designsprache auf. So entsteht eine interessante Verbindung zwischen der Geschichte der Marke und ihrer elektrischen Zukunft.

Bei der Farbgestaltung stehen fünf Metallic-Lackierungen zur Wahl. Neben dem neuen Kosmos-Blau zählt dazu auch das ausdrucksstarke Aurora-Rot meines Testwagens, das dem Eclipse Cross EV besonders gut steht. Wer zusätzliche Kontraste setzen möchte, kann in den Ausstattungslinien Intro Edition und Diamant TOP außerdem eine Zweifarblackierung mit Onyx-schwarzem Dach wählen.
Damit gelingt Mitsubishi ein eigenständiger Auftritt, der trotz der engen technischen Verwandtschaft zum französischen Allianzpartner seine japanische Herkunft nicht verleugnet.
Wohlfühlatmosphäre trifft digitale Intelligenz
Auch im Innenraum weiß der Mitsubishi Eclipse Cross EV zu gefallen. Das Cockpit präsentiert sich modern, aufgeräumt und angenehm übersichtlich. Die digitalen Instrumente und der hochkant angeordnete Infotainment-Bildschirm fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Dazu gesellen sich sorgfältig ausgewählte Materialien, die nicht nur optisch überzeugen, sondern sich auch hochwertig anfühlen.

Je nach Ausstattungslinie nehmen Fahrer und Passagiere auf Stoffbezügen (Diamant und Diamant PLUS), einer Kombination aus Stoff und Kunstleder (Intro Edition) oder Kunstleder (Diamant TOP) Platz. Mein Testwagen in der höchsten Ausstattungslinie verwöhnt darüber hinaus mit einer Massagefunktion für den Fahrersitz. Ein willkommenes Extra, gerade auf längeren Strecken.
Über die MITSUBISHI MOTORS App lassen sich bereits vor Fahrtantritt die Innenraumtemperatur sowie die Sitz- und Lenkradheizung steuern. Und selbst während eines Ladestopps muss niemand auf Komfort verzichten. Klimatisierung, Beleuchtung und Infotainment bleiben nutzbar. Im sogenannten Relax-Modus wird die Ladepause angenehmer.
Google an Bord – und Gemini übernimmt das Wort
Besonders gelungen finde ich das Google-basierte Infotainmentsystem. Wer Google Maps bereits aus dem Alltag kennt, fühlt sich hier sofort zu Hause. Navigation, Kartenführung und Sprachsteuerung funktionieren ausgesprochen gut und wirken in vielerlei Hinsicht ausgereifter als so manches herstellereigene System.

Der große Touchscreen reagiert prompt auf Eingaben, die Menüstruktur ist nachvollziehbar und dank echter Direktzugriffe für wichtige Funktionen verliert man sich nicht ständig in irgendwelchen Untermenüs. Eine Bedienung, wie ich sie mir wünsche: intuitiv, logisch und ohne unnötige Spielereien. Auch Apple CarPlay und Android Auto lassen sich kabellos einbinden.
Mit Google built-in sind neben Google Maps auch der Play Store und der Sprachassistent direkt ins Fahrzeug integriert. Und hier hält inzwischen die nächste Generation Einzug: Google Gemini löst den bisherigen Google Assistant ab und erweitert das System um einen KI-basierten, dialogorientierten Helfer.
Ob Fragen zur Navigation, zur Unterhaltung oder zu Fahrzeugfunktionen – Gemini versteht auch komplexere Anliegen und kann beispielsweise bei der Suche nach passenden Restaurants oder Ausflugszielen unterstützen. Dabei fließen sogar Bewertungen und individuelle Vorlieben in die Empfehlungen ein. Voraussetzung für die Nutzung ist die Anmeldung mit einem Google-Konto und das entsprechende Update.

Viel Licht, viel Platz und ein kleiner Wermutstropfen
Für eine besonders angenehme Atmosphäre sorgt das großzügige Glasdach, das den Innenraum mit Tageslicht flutet. Eine klassische Sonnenjalousie gibt es allerdings nicht. Stattdessen lässt sich das Glas elektrisch abdunkeln. Eine moderne Lösung, die bei intensiver Sonneneinstrahlung einen mechanischen Sonnenschutz für meinen Geschmack aber nicht vollständig ersetzt.
Am Platzangebot gibt es dagegen wenig auszusetzen. Vorne sitzt man bequem und auch im Fond finden die Passagiere großzügige Platzverhältnisse vor. Vor allem die Beinfreiheit überzeugt, während die Kopffreiheit ebenfalls erfreulich großzügig ausfällt.
Weniger Begeisterung kommt beim Blick in den Kofferraum auf. Mit 487 Litern Fassungsvermögen beziehungsweise bis zu 1.670 Litern bei umgeklappten Rücksitzlehnen bewegt sich der Eclipse Cross EV zwar im soliden Mittelfeld. Das eigentliche Problem liegt allerdings weniger im Volumen als vielmehr in der Nutzbarkeit.

Nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen entsteht eine deutliche Stufe, die das Verstauen längerer Gegenstände unnötig erschwert. Ein doppelter Ladeboden könnte hier Abhilfe schaffen und eine ebene Ladefläche ermöglichen. Ausgerechnet darauf verzichtet Mitsubishi jedoch, während der technisch eng verwandte Renault Scenic E-Tech diese praktische Variabilität bietet. Hinzu kommt eine recht hohe Ladekante.
Immerhin findet sich unter dem regulären Kofferraumboden noch ein kleines Staufach für die Ladekabel. Einen zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube, den sogenannten Frunk, sucht man hingegen vergeblich.
Und so bleibt ein kleiner Alltagstipp: Wer den Kofferraum bis unters Dach belädt, sollte vorher überlegen, ob das Ladekabel noch benötigt wird. Sonst darf man am nächsten Ladepunkt erst einmal das gesamte Gepäck wieder ausräumen.

Dynamik mit einer angenehmen Portion Komfort
Schon auf den ersten Kilometern vermittelt der Mitsubishi Eclipse Cross EV ein gutes Gefühl für die Straße. Die Abstimmung ist angenehm straff, ohne dabei den Komfort aus den Augen zu verlieren. Unebenheiten filtert das Fahrwerk souverän heraus, lässt aber stets ausreichend Rückmeldung zu, um den Kontakt zur Fahrbahn nicht zu verlieren.
Besonders auf kurvigen Landstraßen weiß der Japaner zu gefallen. Hier zeigt er sich durchaus agil, lässt sich präzise durch die Kurven dirigieren und vermittelt dabei jederzeit ein sicheres, ausgewogenes Fahrgefühl. Die grundsätzlich komfortable Ausrichtung bleibt dennoch unverkennbar. Mitsubishi ist hier ein gelungener Kompromiss gelungen, der sowohl dem entspannten Alltagsfahrer als auch dem etwas dynamischeren Naturell entgegenkommt.

Dazu passt die Lenkung, die sich angenehm leichtgängig präsentiert, ohne dabei schwammig zu wirken. Sie spricht ausreichend direkt an und vermittelt ein stimmiges Gefühl für das Fahrzeug. Selbst bei schnelleren Richtungswechseln bleibt der Eclipse Cross EV stabil und gut kontrollierbar. Das Zusammenspiel aus Fahrwerk und Lenkung sorgt insgesamt für eine souveräne Straßenlage, die Vertrauen schafft.
Vier Fahrprogramme für unterschiedliche Vorlieben
Wer das Fahrerlebnis seinen persönlichen Wünschen anpassen möchte, kann ab der Ausstattungslinie Diamant TOP auf verschiedene Fahrprogramme zurückgreifen.
Im ECO-Modus steht die Effizienz im Vordergrund, während COMFORT auf ein möglichst entspanntes Fahrerlebnis ausgelegt ist. Wer es etwas lebhafter mag, wählt SPORT und verleiht dem Mitsubishi eine dynamischere Note. Und mit PERSO lassen sich individuelle Einstellungen ganz nach den eigenen Vorlieben vornehmen.

So lässt sich der Charakter des Eclipse Cross EV je nach Stimmung und Fahrsituation verändern, ohne dass er seine angenehme Grundabstimmung verliert.
Auf der Autobahn zeigt sich eine kleine Schwäche
Auch auf der Autobahn hinterlässt der Mitsubishi zunächst einen überzeugenden Eindruck. Bis zur empfohlenen Richtgeschwindigkeit von 130 km/h liegt er ruhig auf der Straße, der elektrische Antrieb verrichtet seine Arbeit angenehm leise und das Fahrzeug vermittelt auch hier ein souveränes Fahrgefühl.
Mit zunehmender Geschwindigkeit macht sich allerdings eine Schwäche bemerkbar. Wind- und Abrollgeräusche treten immer deutlicher in den Vordergrund. Besonders auf gröberem Asphalt oder bei stärkerem Seitenwind wird es im Innenraum hörbar lauter.
Das trübt den ansonsten positiven Eindruck zwar nicht grundsätzlich, fällt aber gerade bei einem Elektrofahrzeug auf, dessen leiser Antrieb andere Geräuschquellen umso deutlicher hervortreten lässt.

Unterm Strich überzeugt der Mitsubishi Eclipse Cross EV mit einem harmonischen Fahrverhalten, das Komfort und Dynamik gekonnt miteinander verbindet. Er will kein ausgesprochen sportlicher Kurvenräuber sein, muss es aber auch gar nicht. Vielmehr präsentiert er sich als angenehmer, sicherer und durchaus agiler Begleiter, der sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Landstraße und bei längeren Autobahnetappen eine gute Figur macht.
Kraftvoll, souverän und angenehm genügsam
Dass ein Elektroauto nicht mit brachialer Leistung aufwarten muss, um Fahrfreude zu vermitteln, beweist der Mitsubishi Eclipse Cross EV. Sein elektrisch erregter Synchronmotor (EESM) leistet 160 kW (218 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern bereit. In Verbindung mit dem Ein-Gang-Getriebe entfaltet sich die Kraft gleichmäßig und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung.
Schon beim ersten Tritt aufs Fahrpedal zeigt sich der Mitsubishi angenehm reaktionsfreudig. Leistung steht jederzeit ausreichend zur Verfügung, ob beim zügigen Anfahren an der Ampel, beim Überholen auf der Landstraße oder beim Auffahren auf die Autobahn. Dabei drängt sich der Antrieb nicht unnötig in den Vordergrund, sondern passt mit seiner harmonischen Leistungsentfaltung wunderbar zum ausgewogenen Charakter des Fahrzeugs.

Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Eclipse Cross EV laut Datenblatt in 7,9 Sekunden, bei 170 km/h ist Schluss. Werte, die sich durchaus sehen lassen können und im Alltag mehr als ausreichend sind. Schließlich muss nicht jedes Elektroauto zum verkappten Sportwagen mutieren.
Rekuperation – Energie zurückgewinnen statt verschenken
Die Wahl der Fahrstufen erfolgt über einen Hebel an der Lenksäule. Dahinter befinden sich weitere Bedienelemente, während ab der Ausstattungslinie Diamant TOP zusätzliche Schaltwippen am Lenkrad die Steuerung der Rekuperation ermöglichen.
In vier Stufen von B0 bis B3 lässt sich bestimmen, wie stark der Mitsubishi beim Verzögern Bewegungsenergie zurückgewinnt und wieder in die Batterie einspeist.

Je nach Fahrsituation und persönlicher Vorliebe kann man das Fahrzeug damit stärker rollen lassen oder die Verzögerung durch Rekuperation erhöhen. Gerade im Stadtverkehr oder auf Strecken mit häufigem Tempowechsel eine praktische Möglichkeit, die vorhandene Energie möglichst sinnvoll zu nutzen.
Verbrauch – Erfreulich vernünftig unterwegs
Und wie sieht es mit dem Stromhunger aus? Erfreulich unaufgeregt! Während meiner Testfahrten zeigte der Bordcomputer Werte zwischen 16 und 19 kWh auf 100 Kilometer an. Für ein Elektro-SUV dieser Größenordnung ist das ein durchaus ordentliches Ergebnis.
Der Eclipse Cross EV erweist sich damit weder als ausgesprochenes Effizienzwunder noch als Stromschlucker. Vielmehr bewegt er sich in einem vernünftigen Rahmen, der gut zu seinem entspannten Charakter passt.

Natürlich spielt auch hier das persönliche Fahrprofil eine entscheidende Rolle. Wer überwiegend auf Landstraßen und im Stadtverkehr unterwegs ist, dürfte erfreuliche Verbrauchswerte erzielen. Bei höheren Autobahngeschwindigkeiten steigt dagegen naturgemäß der Energiebedarf.
Mitsubishi verspricht für die 87-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 635 Kilometern nach WLTP. Im realen Fahrbetrieb erscheinen unter günstigen Bedingungen durchaus rund 500 Kilometer möglich. Wie weit man tatsächlich kommt, hängt allerdings von Fahrweise, Geschwindigkeit, Außentemperatur und Beladung ab.
Laden – Hier dürfte es gerne etwas schneller gehen
So erfreulich sich der Eclipse Cross EV beim Verbrauch präsentiert, beim Ladetempo kann er mit einigen Wettbewerbern nicht ganz mithalten.

An einer entsprechenden DC-Schnellladestation sind laut Mitsubishi maximal 150 kW Ladeleistung möglich. Für den Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent gibt der Hersteller rund 37 Minuten an. Das ist durchaus alltagstauglich, setzt im Vergleich zu schnelleren Konkurrenten allerdings etwas mehr Geduld voraus.
Gerade auf längeren Reisen, bei denen mehrere Ladestopps notwendig werden, kann sich dieser Zeitunterschied durchaus bemerkbar machen. Zumal die maximale Ladeleistung bekanntlich nicht über den gesamten Ladevorgang konstant anliegt.
Mehr Flexibilität bietet der Mitsubishi beim Wechselstromladen. Serienmäßig verfügt der Eclipse Cross EV über einen 11-kW-AC-Lader, optional steht ein dreiphasiger 22-kW-Lader zur Verfügung. Ein durchaus interessantes Extra, insbesondere für alle, die regelmäßig öffentliche AC-Ladesäulen nutzen.

Unterm Strich hinterlässt der elektrische Antrieb einen überzeugenden Eindruck. Die Leistung ist mehr als ausreichend, die Kraftentfaltung angenehm harmonisch und der Verbrauch erfreulich vernünftig. Lediglich beim Schnellladen hätte ich mir angesichts der großen Batterie etwas mehr Tempo gewünscht.
Sicherheit – Gut geschützt und bestens unterstützt
Bei aller Freude an moderner Technik, Komfort und elektrischem Fahrvergnügen darf ein Aspekt natürlich nicht zu kurz kommen: die Sicherheit. Hier zeigt sich der Mitsubishi Eclipse Cross EV bestens aufgestellt. Zahlreiche Assistenzsysteme sollen den Fahrer im Alltag unterstützen, Gefahren frühzeitig erkennen und kritische Situationen nach Möglichkeit entschärfen.
Dass Mitsubishi beim Thema Sicherheit nicht nur große Versprechen macht, belegt das Ergebnis beim unabhängigen Euro-NCAP-Crashtest. Mit fünf Sternen sicherte sich der vollelektrische Eclipse Cross die bestmögliche Gesamtbewertung.

Für ein hohes Maß an Sicherheit sorgt das Zusammenspiel aus Kameras, Radar und weiteren Sensoren. Sie erfassen kontinuierlich das Fahrzeugumfeld und liefern die notwendigen Informationen für die verschiedenen Assistenzsysteme. Ob beim Halten des Sicherheitsabstands, einem drohenden Zusammenstoß oder beim Spurwechsel – der Eclipse Cross EV unterstützt seinen Fahrer auf vielfältige Weise.
Zum umfangreichen Sicherheitspaket zählen unter anderem ein Notfallassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Totwinkelassistent, eine intelligente Geschwindigkeitsüberwachung sowie ein Aufmerksamkeitsassistent.
Besonders praktisch finde ich die „My Safety“-Taste neben dem Lenkrad. Über einen einfachen Doppelklick lassen sich zuvor ausgewählte Assistenzfunktionen mit einem Handgriff deaktivieren beziehungsweise wieder aktivieren. Welche Systeme dabei berücksichtigt werden, legt man ebenso wie den gewünschten Umfang bequem über das Fahrzeugmenü fest. Eine durchdachte Lösung, die den Umgang mit den elektronischen Helfern im Alltag erfreulich unkompliziert gestaltet.

Auch beim Rangieren denkt Mitsubishi mit. Der Ausparkassistent RCTA überwacht beim Rückwärtsfahren den querenden Verkehr und warnt optisch und akustisch vor herannahenden Fahrzeugen. Gerade auf unübersichtlichen Parkplätzen kann sich diese Unterstützung als äußerst hilfreich erweisen.
Eine weitere Sicherheitsfunktion übernimmt der Notfalllenkassistent. Erkennt das System bestimmte kritische Fahrsituationen, etwa eine drohende Kollision mit dem Gegenverkehr oder ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrbahn, kann es mit gezielten Lenkeingriffen unterstützen. Dabei geht es nicht darum, dem Fahrer die Kontrolle abzunehmen, sondern ihn in entscheidenden Momenten zu unterstützen.
Teilautomatisiertes Fahren – Entlastung auf langen Strecken
Noch einen Schritt weiter geht Mitsubishi mit dem MI-Pilot-System. Dieses kombiniert verschiedene Assistenzfunktionen und ermöglicht teilautomatisiertes Fahren, insbesondere auf längeren Autobahnfahrten ein durchaus angenehmer Begleiter.

Das System hält nicht nur die zuvor eingestellte Geschwindigkeit, sondern passt diese mithilfe der adaptiven Geschwindigkeitsregelung automatisch an den vorausfahrenden Verkehr an. Gleichzeitig unterstützt die aktive Spurführung dabei, den Eclipse Cross mittig innerhalb der Fahrbahnmarkierungen zu halten.
Wird der Verkehr langsamer, reduziert das Fahrzeug selbstständig das Tempo und kann bei Bedarf bis zum Stillstand abbremsen. Sobald es die Situation erlaubt und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, setzt der Eclipse Cross seine Fahrt wieder fort.
Gerade im dichten Verkehr oder bei längeren Autobahnetappen kann diese Kombination den Fahrer spürbar entlasten. Dennoch bleibt die Verantwortung jederzeit beim Menschen hinter dem Steuer. Denn auch wenn der Eclipse Cross EV zahlreiche Aufgaben unterstützend übernimmt, handelt es sich nicht um autonomes Fahren.

Die Bedienung des MI-Pilot gestaltet sich erfreulich einfach und logisch. Auch im Fahrbetrieb überzeugt mich das System mit seiner harmonischen Arbeitsweise. Der Eclipse Cross EV lenkt vorausschauend und angenehm sanft mit, ohne dabei bevormundend zu wirken. Besonders positiv fällt mir auf, dass sich die Lenkeingriffe natürlich anfühlen und nicht wie ein störendes Gegenlenken, wie ich es bereits bei manch anderem Modell erlebt habe. Statt gegen das System arbeiten zu müssen, entsteht ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Fahrer und Fahrzeug. Genau so wünsche ich mir eine moderne Lenkunterstützung.
Damit zeigt der Mitsubishi Eclipse Cross EV, wie moderne Assistenzsysteme den mobilen Alltag nicht nur sicherer, sondern zugleich komfortabler gestalten können.
Preise und Ausstattung – Viel Komfort, verschiedene Möglichkeiten
Mitsubishi schickt den neuen Eclipse Cross EV mit einer umfangreichen Ausstattung ins Rennen und lässt Interessenten die Wahl zwischen verschiedenen Komfortstufen. Dabei fällt auf, schon die günstigeren Varianten haben einiges zu bieten. Wer sich dagegen für das Topmodell entscheidet, darf sich auf zahlreiche Annehmlichkeiten freuen.

Den Einstieg mit der großen 87-kWh-Batterie markiert aktuell der Eclipse Cross Diamant PLUS mit einem 11-kW-On-Board-Charger. Regulär werden dafür 47.990 Euro fällig, dank des derzeitigen Aktionsrabatts sinkt der Preis auf 43.990 Euro. Mit dem leistungsfähigeren 22-kW-On-Board-Charger steigt der Aktionspreis auf 45.390 Euro.
Darüber rangiert der Diamant TOP, der mit 11-kW-Ladetechnik ab 48.790 Euro erhältlich ist. Wer sich für den stärkeren On-Board-Charger entscheidet, muss 50.190 Euro investieren.
Mein Testwagen fährt in der besonders umfangreich ausgestatteten Variante Diamant TOP mit Luxury-Paket und 22-kW-On-Board-Charger vor. Für diese Kombination ruft Mitsubishi regulär 57.590 Euro auf. Unter Berücksichtigung des aktuellen Aktionsrabatts reduziert sich der Preis auf 53.590 Euro. Mit dem serienmäßigen 11-kW-Lader ist diese Ausführung bereits für 52.190 Euro zu haben.

Doch was bekommt man für sein Geld?
Bereits die Grundausstattung Diamant bietet unter anderem LED-Scheinwerfer, ein digitales 12-Zoll-Kombiinstrument, einen 9-Zoll-Touchscreen sowie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Hinzu kommen das praktische Smart-Key-System, eine Rückfahrkamera und eine Wärmepumpe inklusive Vorklimatisierung. Auch bei der Sicherheit zeigt sich Mitsubishi großzügig und spendiert dem Eclipse Cross unter anderem einen aktiven Spurhalteassistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung und einen Aufmerksamkeitsassistenten.
Die Ausstattungslinie Diamant PLUS legt beim Komfort nach. Beheizbare Vordersitze, eine induktive Smartphone-Ladefunktion und eine elektrisch einstellbare Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz erhöhen den Wohlfühlfaktor. Mit Google built-in halten außerdem Google Maps und zusätzliche Dienste speziell für Elektrofahrzeuge Einzug. Weitere Parksensoren erleichtern den Alltag. Ab dieser Variante steht auf Wunsch auch der stärkere 22-kW-On-Board-Charger zur Verfügung.

Noch mehr Technik und Komfort bringt die Intro Edition ins Spiel. Dazu zählen ein auf 12 Zoll gewachsener Infotainment-Bildschirm, ein 360-Grad-Kamerasystem, eine elektrische Heckklappe sowie verschiedene Park- und Ausparkhilfen. Auch das Assistenzsystem MI-Pilot, adaptive LED-Scheinwerfer und ein digitaler Innenspiegel gehören zum Ausstattungspaket. Eine Ambientebeleuchtung mit 48 wählbaren Farben sowie eine Kombination aus Stoff- und Kunstlederbezügen werten den Innenraum zusätzlich auf.
An der Spitze rangiert der Diamant TOP. Hier schöpft Mitsubishi bei der Komfortausstattung aus dem Vollen. Elektrisch einstellbare Sitze mit Memory- und Massagefunktion, eine Gesichtserkennung, das Panorama-Glasdach und ein Harman Kardon Premium-Soundsystem mit neun Lautsprechern sorgen für ein hochwertiges Ambiente. Schwarze Kunstledersitze runden den Auftritt ab.

Damit bietet der Mitsubishi Eclipse Cross EV eine beachtliche Bandbreite. Von einer bereits gut ausgestatteten Einstiegsversion bis zum komfortbetonten Topmodell dürfte sich für unterschiedliche Ansprüche die passende Variante finden lassen.
Prämien und Garantien – Doppelt profitieren
Auch beim Preis hat Mitsubishi derzeit ein interessantes Argument in petto. Denn neben der staatlichen E-Auto-Förderung gewährt der Hersteller einen eigenen Aktionsrabatt. Beide Vergünstigungen lassen sich miteinander kombinieren und können den Anschaffungspreis deutlich reduzieren.
Aktuell beträgt der von Mitsubishi empfohlene Aktionsrabatt für den vollelektrischen Eclipse Cross 4.000 Euro. Dieser wird unabhängig von der staatlichen Förderung vom regulären Listenpreis abgezogen. Damit sinkt der Einstiegspreis des Diamant PLUS mit 87-kWh-Batterie und 11-kW-On-Board-Charger von 47.990 auf 43.990 Euro.

Wer zusätzlich die Voraussetzungen für die maximale staatliche E-Auto-Prämie erfüllt, kann den rechnerischen Anschaffungspreis sogar auf 37.990 Euro reduzieren. Allerdings kommt längst nicht jeder Käufer in den Genuss der vollen 6.000 Euro.
Die staatliche Förderung richtet sich nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen und der Anzahl minderjähriger Kinder. Für rein batterieelektrische Fahrzeuge beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Bei einem Haushaltseinkommen von maximal 60.000 Euro erhöht sich der Zuschuss auf 4.000 Euro, bei maximal 45.000 Euro auf 5.000 Euro. Pro minderjährigem Kind kommen weitere 500 Euro hinzu, wobei maximal zwei Kinder berücksichtigt werden.
Die höchstmögliche Förderung von 6.000 Euro erhalten somit Haushalte mit mindestens zwei minderjährigen Kindern und einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 45.000 Euro.

Die Einkommensobergrenze für die Förderberechtigung liegt grundsätzlich bei 80.000 Euro. Für jedes der ersten beiden minderjährigen Kinder steigt diese um 5.000 Euro. Somit können Familien mit zwei oder mehr Kindern bis zu einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 90.000 Euro anspruchsberechtigt sein.
Wichtig zu wissen: Die staatliche Prämie wird nicht unmittelbar beim Fahrzeugkauf abgezogen, sondern muss gesondert beantragt werden. Sie gilt für förderfähige Neuzulassungen seit dem 1. Januar 2026 und setzt unter anderem eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten voraus.
Unabhängig von möglichen Preisnachlässen und staatlichen Zuschüssen überzeugt Mitsubishi mit einem umfangreichen Garantiepaket. Fünf Jahre Herstellergarantie bis zu einer Laufleistung von 100.000 Kilometern gehören zum Standard. Bei Einhaltung der entsprechenden Wartungsvorgaben lässt sich dieser Schutz für wesentliche Bauteile im Rahmen des Garantiepakets auf bis zu acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer erweitern.

Auch die Hochvoltbatterie ist über acht Jahre oder bis zu einer Laufleistung von 160.000 Kilometern abgesichert.
Damit liefert Mitsubishi nicht nur beim Kaufpreis interessante Argumente, sondern bietet seinen Kunden auch langfristig ein gutes Stück Sicherheit. Gerade beim Einstieg in die Elektromobilität ist das ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.
Stand: September 2026; Test und Fotos: Lexi Lind; Innenraumfoto: Mitsubishi
