Wenn der Fokus auf dem Ford Focus liegt.

Der Kompaktklassewagen Focus ist mit über 16 Millionen verkauften Exemplaren seit seinem Debüt vor 20 Jahren eines der wichtigsten Zugpferde im Stall von Ford und einer der weltweiten Bestseller im Segment. So steckten die Verantwortlichen verständlicherweise viel Energie in die Entwicklung des neuen Modells. Sehr selbstbewusst spricht der Hersteller davon, mit dem neuen Ford Focus die anderen Mitwerber hinter sich zu lassen und den Ton anzugeben. Klingt sehr „focussiert“. Doch hält der neue Focus, was Ford verspricht? Finde es mit mir heraus.

Die völlig neu entwickelte vierte Generation des Ford Focus kommt hierzulande im September auf den Markt. Die Kombi-Version legt Ford zu einem Aufpreis von tausend Euro sofort nach. Heute geht es jedoch um den Fünftürer, der voraussichtlich Anfang 2019 auch als sogenannter Active erstmals in einer Crossover-Variante erhältlich ist.

Die Entwicklung begann mit dem sprichwörtlichen „weißen Blatt Papier“, für die Designer natürlich ein Freudenfest, konnten sie sich so völlig neu erfinden. Und tatsächlich, an den Vorgänger erinnert hier sogar nichts mehr. Der ein oder andere Kollege lies allerdings verlauten, er sehe deutliche Ähnlichkeiten zu Mitbewerbern. Das sei jetzt mal dahin gestellt und von mir nicht näher kommentiert. Fest steht, mir gefällt, was ich sehe.

Vor allen Dingen in der ST-Line hat es mir der neue Ford Focus angetan. Dann noch den Wagen in dem schicken Dynamic-Blau Metallic lackiert… aber gut, hier muss jeder für sich selbst entscheiden. Und Auswahl bietet Dir Ford mehr als genug.

Die Ausstattungen differenzieren und setzen jeweils auf eigenständige Elemente. Mein Favorit, die ST-Line setzt auf betont sportliche Attribute, so wollte ich den Heckdiffusor, die größer ausgeführten Luftöffnungen oder beispielsweise die charakteristischen ST-Line-Flügelelemente beim Focus nicht mehr missen. Wer möchte, kann optional sogar noch einen üppigen Dachspoiler, rote Bremssättel und mehr drauf packen.

Der neue Ford Focus Vignale verfolgt dagegen die elegante Stilrichtung, verwöhnt das Auge mit satiniertem Chrom und hat die exklusiv für den Vignale erhältliche Lackierung Dark Berry Metallic im Angebot.

Der erstmals eingeführte Ford Focus Active mit 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit, in Schwarz ausgeführte Radkästen- und Schwellerverkleidungen und zusätzlichen Details in kontrastierendem Silber vermittelt eher den robusten Charme und nimmt die Rolle des Crossover-Modells im Portfolio.

Der hochwertige und ungewohnt prominente „Focus“-Schriftzug am Heck zählt zweifelsohne zu meinen Highlights und prägt den neuen Ford Focus sehr gelungen. Einzig in der exklusivsten Variante wird die Bezeichnung Focus durch den Vignale-Schriftzug ersetzt. Was der Wirkung aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Wenn meine persönliche Wahl auch auf die ST-Line fallen würde, so muss ich zugeben, die wunderschöne Vignale-Rückansicht kann sie nicht übertreffen.

Als erster Ford, basiert die vierte Generation Focus auf der neu entwickelten C2-Architektur. Diese ermöglicht unter anderem ein größeres Platzangebot. Gegenüber der Vorgängergeneration legt der Radstand des Fünftürers letztlich um über 50 Millimeter zu. Diese fünf Zentimeter bekomme ich beim Entern der Rückbank deutlich zu spüren und fühle mich auch als Großgewachsener sehr wohl aufgehoben.

Ein ausreichendes Raumangebot hält der Ford Focus auch im Gepäckabteil bereit und legt gegenüber dem vorherigen Ford Focus um 25 auf 341 Liter zu. Klappst Du die Rücksitzbank zusätzlich um, wächst das Ladevolumen gegenüber dem Vorgänger sogar um 92 auf 1.354 Liter.

Doch gerade nachdem die Sitze umgelegt sind, geht einem gerne mal die Gepäckraumabdeckung im Weg umher. Ford bietet Dir hier eine feine Lösung, kannst Du sie bei Nichtgebrauch bequem unter dem Ladeboden verstauen.

Die sensorgesteuerte Heckklappe hält in der Automobilbranche immer mehr Einzug, so auch im neuen Ford Focus. Näherst Du Dich mit vollgepackten Taschen Deinem Fahrzeug, ermöglicht Dir eine einfache Fußbewegung unter der Heckschürze den Zugang zum Gepäckraum, ohne die Taschen zuvor abstellen zu müssen.

Deutlich gewonnen, hat die vierte Modellgeneration aber auch bei der Cockpitgestaltung. Mit dem neuen Kia Ceed kann der Ford Focus zwar nicht mithalten, doch der hat die Messlatte auch wirklich sehr hoch gelegt, wie Du in meinem ersten Fahrbericht des Kia Ceed nachlesen kannst.

Fairerweise muss ich sagen, es handelte sich bei meiner Ausfahrt mit dem neuen Ford Focus noch um Vorserienmodelle, doch die Koreaner haben den Wow-Moment einfach auf Ihrer Seite.

Die neue optische Ausrichtung im Focus bringt eine wahrlich notwendige Reduzierung der Schaltelemente und eine deutliche Verbesserung der Bedienbarkeit mit sich. Mit dem Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3 und dem integrierten acht Zoll großen Touchscreen lassen sich Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen auf Wisch- und Ziehbewegungen oder sogar per Sprachbefehl steuern.

Eigenständig und individuell treten die einzelnen Ausstattungslinien auch im Interieur hervor. Die ST-Line sieht sich mit seinen Oberflächen im sportlichen Carbon-Look und roten Ziernähten der Vignale-Version mit Holz-Dekor-Einlagen und Premium-Leder gegenüberstehen, während der Ford Focus Active auch hier seinen robusten Charakter präsentieren wird.

Ford hebt nun ihre optionalen Ergonomie-Vordersitze besonders hervor und wenn ich diese auch sehr begrüße, so muss sich der Autohersteller aus Köln aber doch eingestehen, hier macht Opel und den großartigen AGR-zertifizierten Premium-Ergonomie-Sitzen schon lange keiner mehr was vor.

So muss sich Ford im direkten Vergleich geschlagen geben, erlaubt das Gestühl aus Rüsselsheim noch etwas mehr Flexibilität und Sitzkomfort. Wenn auch der Sitz von Ford insgesamt 18-fach verstellbar ist, eine 4-fach elektrisch einstellbare Lendenwirbelstütze und eine ausziehbare Oberschenkelauflage in petto hat.

Und so wirst Du immer etwas finden, was der eine Hersteller vielleicht etwas besser kann, ihm aber auf der anderen Seite ein Extra in der Aufpreisliste fehlt.

So führt Ford dort zum Beispiel ein Head-up-Display auf, ein Feature, dass noch sehr selten im Segment der Kompaktfahrzeuge zu finden ist und im Ford Focus in der ST-Line oder im Titanium für 450 Euro erhältlich und im Vignale sogar Serie ist.

Im Ford Focus werden die Informationen auf eine ausfahrbare Projektionsfläche direkt in Dein Sichtfeld projiziert. Dabei kannst Du das Informationsangebot individuell zusammenstellen. Zur Wahl stehen Dir die Anzeigen des Verkehrsschild-Erkennungssystems, der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, des Navigationssystems, Warnhinweise sowie die Schaltempfehlungsanzeige.

Ohne das entsprechende Konnektivitätsangebot kommt heute eigentlich keiner mehr aus, die beiden Einstiegsversionen ausgenommen, findest Du im neuen Focus den FordPass Connect serienmäßig vor oder erhältst ihn für 300 Euro.

Inklusive dem eCall-Notrufsystem, Echtzeit-Verkehrsdaten („Live Traffic“) für eine stressfreie Fahrt, wird Dein Focus auch zum mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte gleichzeitig. Über die FordPass App gewährt FordPass Connect zugleich den Zugang zu folgenden Services:

  • Fahrzeugortung
  • Die Abfrage des aktuellen Fahrzeugstatus
  • Entriegeln und Verriegeln aus der Ferne

Kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto zu sein, ist für Ford ebenso selbstverständlich wie Dir die Möglichkeit zu bieten, Deinem Smartphone (vorausgesetzt es erfüllt bereits den Qi-Standard) für einen Aufpreis von 150 Euro (Basisversion ausgenommen) kabellos über die induktive Ladestation den nötigen Saft zu verabreichen.

Ein wirklich einmaliges Musikerlebnis bescherte mir Ford beim Kennenlernen des B&O PLAY Premium-Sound-Systems. Mit 675 Watt und zehn Lautsprechern darunter auch einem 140 Millimeter großen Subwoofer im Kofferraum sowie einem Mittelfrequenz-Töner in der Mitte des Armaturenträgers verspricht Ford bereits auf dem Papier puren Klanggenuss. Doch Ford hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, uns dieses Musikvergnügen im Fahrzeug erleben zu lassen.

Stell Dir vor, eine Band spielt ihr Konzert, während sich die anderen vor der Bühne drängeln, konnte ich ganz bequem im Ergonomiesitz Platz nehmen und das Konzert einfach vom Ford Focus aus genießen und das live. Und hier hat die Soundanlage wahrlich aufgezeigt, was sie kann. Absolutes Oberklasse-Niveau, jedoch zum fairen Preis von 350 Euro bzw. 550 Euro mit digitalem Radioempfang (Basis mal wieder ausgenommen) und so ist das B&O PLAY Premium-Sound-System absolut eine Investition wert.

Im Kapitel Fahrwerk hat Ford reichlich neues zu berichten, setzt der Hersteller erstmals auf zwei unterschiedliche Hinterachsen. Je nach gewähltem Modell und Motorisierung verbaut Ford entweder eine gewichtsoptimierte Verbundlenker-Hinterachse mit neu entwickelten Force-Vectoring-Fahrwerksfedern – übrigens, einem weiteren Patent von Ford – oder eine Multilink-Hinterachse.

Für die Modelle mit Multilink-Hinterachse stellt Dir Ford erstmals auf Wunsch ein interaktives Fahrwerkssystem mit adaptiver elektronischer Dämpferregelung CCD zur Verfügung. Das Ansprechverhalten der Stoßdämpfer wird somit zugunsten des bestmöglichen Federungskomforts angepasst. Dabei soll das System sogar Schlaglöcher auf der Straße erkennen.

Mit dem serienmäßigen selektiven Fahrmodus-Schalter hat die Focus-Baureihe eine weitere Premiere an Bord. Damit kannst Du unter anderem das Ansprechen des Gaspedals oder die Lenkung anpassen und aus den Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „Eco“ auswählen.

Der Ford Focus Active wird diesen Umfang um zwei weitere Fahrmodi „Rutschig“ und „Gelände“ ergänzen. Und wer sich für die aufpreispflichtige Dämpferregelung CCD entschieden hat, ergänzt die drei Basis-Modi um die Einstellungen „Komfort“ und „Eco-Komfort“.

Wenn auch meine erste Ausfahrt keine wirklich sportlichen Passagen bereitgehalten hat, so hatte ich zumindest bei der ST-Line einen etwas rassigeren Charakter erwartet, dennoch ist dem Focus ein fahrdynamisches Fahrverhalten zu attestieren. Der an sich angenehme Fahrwerkskomfort ging allerdings bei starken Querrillen auf der Autobahn verloren. Ein Verhalten, dass mich durchaus überrascht hat.

Auf Seite der Ottomotoren setzt Ford auf ihre Erfahrungen und die vielfach preisgekrönten Ford EcoBoost-Dreizylinder, die Turbobenziner stehen Dir wahlweise mit 1,0 Liter Hubraum in den drei Leistungsstufen 63 kW / 85 PS, 74 kW / 100 PS und 92 kW / 125 PS oder aber mit 1,5 Liter Hubraum in den beiden Leistungsstufen 110 kW / 150 PS und 134 kW / 182 PS zur Verfügung.

Das Dreizylinder keine knatternden Rasenmäher sein müssen, hat Ford schon vor langer Zeit bewiesen. Darüber hinaus hat Ford als erster Automobilhersteller eine intelligente Zylinder-Steuerung für Dreizylinder-Motoren eingeführt. Wird die volle Leistung nicht abgerufen, legt Ford tatsächlich einen Zylinder still, um Kraftstoff zu sparen. Dieser Vorgang bleibt von Dir unbemerkt.

Gerade Vielfahrer setzen trotz anhaltender Dieseldiskussion auf Selbstzünder und können beim neuen Ford Focus aus folgenden EcoBlue-Turbodiesel-Motoren wählen: Einen 1,5-Liter-Selbstzünder mit 95 oder 120 PS Leistung oder einen 2,0-Liter-Diesel, der auf 150 PS kommt.

Das gesamte zum Marktstart zur Wahl stehende Portfolio erfüllt bereits die Emissionsklasse Euro 6d-TEMP. Auf Basis des neuen WLTP-Testzyklusses kann die neue Focus-Baureihe, stets serienmäßig mit automatischen Start-Stopp-Systemen ausgestattet, einen um bis zu zehn Prozent reduzierten Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Emissionen zum Vorgänger verzeichnen.

Ein serienmäßiger Otto-Partikelfilter säubert die Abgase bei den EcoBoostTurbobenzinern, der 1,5-Liter-EcoBlue-Diesel hat zwei hintereinander geschaltete Stickoxid-Fallen (Lean NOx Traps) und im 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel wird ein SCR-Katalysator mit Harnstoff-Einspritzung (AdBlue) eingesetzt.

An dem serienmäßigen 6-Gang-Schaltgetriebe gibt es nun wirklich nichts zu meckern, dennoch möchte ich meinen Fokus auf die erstmals im Focus verbaute 8-Gang-Automatik legen. Für 1.900 Euro kannst Du die 125 und 150 PS starken EcoBoost-Benziner sowie die EcoBlue-Dieselmotorisierungen mit 120 und 150 PS mit der neuen Getriebealternative kombinieren.

Die Automatik hinterlässt einen sehr feinen Eindruck, schade nur, dass sie im manuellen Modus letztlich eingreift und doch wieder das Ruder übernimmt. Willst Du dennoch in den Schaltbetrieb eingreifen, gelingt Dir das über die Schaltwippen am Lenkrad. Der klassische Schalthebel wurde in den Modellen mit Automatikgetriebe durch einen sogenannten „Electronic Shifter“ ersetzt, hinzu kommt eine elektrische Feststellbremse mit AutoHold-Funktion.

Die Vorfreude auf einen rassigen ST und einen gewaltigen RS ist bei mir groß, aber genaue Infos gibt es hierzu noch nicht. Und auch zu den alternativen Antrieben kann ich noch nicht viel sagen, ein Mild-Hybrid soll wohl erst im Jahr 2020 nachgelegt werden, von weiteren umweltfreundlichen Lösungen ist gar nicht erst die Rede. Ob Ford hier wirklich den richtigen Weg einschlägt?

Unbestritten lag der Fokus auf der Sicherheit und hier hängt Ford nicht nur Gleichgesinnte ab. Unter dem Begriff „Ford Co-Pilot360“ fasst der Automobilbauer zahlreiche Fahrer-Assistenten zusammen, die dem neuen Ford einen sehr „sicheren“ Stand in der Kompaktklasse garantieren. Können bis dato nur wenige Hersteller in diesem Segment mit einer derartigen Fülle an Sicherheitssystemen aufwarten. Eine Falschfahrer-Warnfunktion oder ein vollautomatischer Aktiver Park-Assistent findest Du derzeit ohnehin erst bei sehr wenigen Autoherstellern.

Aber der Reihe nach, um letztlich kein Sicherheitsdetail aus den Augen zu verlieren.

Der neue Ford Intelligent Drive Assist umfasst die intelligente adaptive Geschwindigkeitregelanlage ACC, die wiederum mit einem Stau-Assistenten aufwarten kann. Während meiner ersten Ausfahrt konnte ich diesen sogleich testen und dank der Stop & Go-Funktion und dem Fahrspur-Pilot konnte mich auch der stockende Verkehr nicht aus der Ruhe bringen, der Ford Focus meisterte die Stausituation mit Bravour, die neue 8-Gang-Automatik ist für diesen sehr empfehlenswerten Assistenten allerdings Voraussetzung.

Wer sich die Automatik und darüber hinaus den aktiven Park-Assistent „Plus“ gönnt, kann dann auch beim Ein- und Ausparken die Gangwahl sowie die Brems- und Gaspedalbefehle aus der Hand geben.

Die Verkehrsschilderkennung erkennt nicht nur Tempolimits, sie reagiert auch darauf und passt die Geschwindigkeit automatisch an. Dein Führerschein wird es Dir danken.

Auf Verkehrsschilder reagieren nun auch die adaptiven LED-Scheinwerfer, besser gesagt der enthaltene blendfreie Fernlicht-Assistent und das kamerabasierte Kurvenlicht. Eine Funktion auf die Ford übrigens das Patent besitzt.

Leider kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, wenn Autofahrer die Einfahrt-Verbotsschilder an Autobahnen übersehen und in falscher Richtung auf selbige auffahren. Die Falschfahrer-Warnfunktion erkennt diese Situationen nun im Ford Focus und warnt Dich optisch und akustisch vor der drohenden Gefahr.

Der Ausweich-Assistent ESA zählt zu einem weiteren Highlight in dieser Fahrzeugklasse und dient als aktive Lenkunterstützung für den Fall, dass Du Hindernisse umfahren musst, um eine Kollision zu vermeiden.

Der Fahrspur-Pilot hilft Dir wiederum bei aktiviertem ACC mittels Lenkunterstützung Dein Fahrzeug in der Spur zu halten.

Die Hände am Lenkrad sind bei autonomen Level 2 Voraussetzung, auch wenn die Systeme in dieser Stufe schon viel übernehmen, so ist die Vorgabe allein der Sicherheit geschuldet.

Das serienmäßige Pre-Collision-Assistenzsystem hilft Kollisionen zu verhindern, zumindest die Unfallschwere zu verringern, hierzu erhältst Du als Fahrer eine visuelle und akustische Warnung und das System bremst wenn notwendig mit voller Kraft. Dabei erkennt der neue Ford Focus neben Fahrzeugen, auch Fußgänger und nun auch Fahrradfahrer.

Ist ein Unfall dennoch unvermeidbar, reduziert der Post-Collision-Assist nach einem Unfall automatisch die Gefahr oder die Schwere eines zweiten Aufpralls.

Und ein Ende der im Ford Focus erhältlichen Assistenz-Technologien ist damit noch längst nicht erreicht. Optional sind für die neue Generation Focus außerdem erhältlich:

  • Der Ausweich-Assistent (Evasive Steering Assist)
  • Der Toter-Winkel-Assistent BLIS (Blind Spot Information System)
  • Der Cross-TrafficAlert, der Dich vor Querverkehr warnt und bei Bedarf auch das Bremssystem aktiviert
  • Die Rückfahrkamera mit „Split View“-Technologie

Besonders Eltern dürfte die serienmäßige Ford MyKey-Technologie ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Kannst Du hiermit bestimmte Funktionen des Fahrzeuges einschränken. Gibst Du den Ford MyKey-Autoschlüssel beispielsweise an einen Führerschein-Neuling, kannst Du im voraus die Höchstgeschwindigkeit begrenzen, die Annahme von Telefongesprächen über die Freisprecheinrichtung während der Fahrt unterbinden, die Lautstärke des Soundsystems beschränken oder das Abschalten von Sicherheitssystemen wie ESP untersagen.

Bei 18.700 Euro geht es mit dem Ford Focus Trend los, da die Einstiegsvariante jedoch zahlreiche Innovationen ausschließt, von der induktiven Ladestation angefangen über das Head-up-Display, den Ford Intelligent Drive Assist, die Technologie-Pakete, das Panorama-Schiebedach, die Ford Navigation inkl. SYNC 3 mit App-Link und 8 Zoll Touchscreen bis hin zum B&O Premium Sound-System, sollte man mit der nächst höheren und sogenannten Cool & Connect Version für 22.600 Euro einsteigen. Die von mir favorisierte ST-Line startet ab 25.200 Euro und liegt somit mit dem Titanium gleich auf. Der neue Ford Focus wird ab Verkaufsstart im September darüber hinaus in der Vignale-Version erhältlich sein, mit mindestens 28.700 Euro nimmt dieses exklusive Modell auch bei diesem Ford die Rolle des Topmodells ein.

So glänzen die Vignale-Modelle nicht nur mit reichlich Ausstattung, auch ein Premium-Aufbereitungsservice mit jeder Vignale-Inspektion, ein vergleichbarer Ersatzwagen, ein Hol- und Bringservice bei Werkstattterminen sowie eine kostenlose Fahrzeugwäsche einmal monatlich sind im Preis enthalten.

Während die Basisausstattung Trend als einzige Variante auch mit dem 85 PS starken 1.0 l EcoBoost erhältlich ist, steht der Einstiegsdiesel 1.5l EcoBlue mit 95 PS oder der 100 PS starke 1.0 EcoBoost auch der Cool & Connect Line zur Wahl. Die leistungsstärkere Version des 1.5er Diesels ist wiederum mit allen Ausstattungslinien sowie mit der neuen 8-Gang-Automatik kombinierbar, dass gilt auch für den 1.0 l EcoBoost mit 125 PS. Der Topdiesel wie auch der 1.5 l EcoBoost in der Leistungsstufe 150 PS stehen wiederum nicht der Basis zur Seite, können auf Wunsch jedoch mit der neuen Automatik bestückt werden. Der 187 PS starke EcoBoost ist ausschließlich mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe verfügbar und in der ST-Line oder im Vignale erhältlich.

Über die voraussichtlich Anfang 2019 eingeführte Crossover-Variante Active kann ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Preisangaben machen. Selbstverständlich halte ich Dich aber auch diesbezüglich auf dem Laufenden.

Stand: Juli 2018; Test: CARWALK – Der Autoblog; Fotos: CARWALK / Ford

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