Der Citroën C3 Aircross ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie Stellantis aktuell an seine Modelle herangeht — nämlich nicht mit einem vorsichtigen Facelift hier und ein bisschen neuem Infotainment da, sondern mit einem echten Reset. Einmal neu denken, einmal neu aufstellen. Und genau das spürt man bei diesem Fahrzeug vom ersten Moment an.

Denn der erste C3 Aircross, so wie wir ihn hier kannten, hatte mit einem klassischen SUV eigentlich nur bedingt etwas zu tun. Seine technische Basis bildete noch die PSA-PF1-Plattform — sprich Kleinwagenarchitektur. Entsprechend trat er auch auf: verspielt im Design, mit Airbumps, Farbclips und dieser charmanten Crossover-Leichtigkeit, die mehr Lifestyle als Abenteuer ausstrahlte.
Er war praktisch, sympathisch, angenehm unkompliziert — aber weder ein Raumriese noch ein Offroad-Darsteller. Die leicht erhöhte Sitzposition und die SUV-Anmutung blieben eher optischer Natur, während unter der Haube klassische Verbrenner wie PureTech-Benziner und BlueHDi-Diesel arbeiteten. Ein Auto, das gefiel, aber nie den Anspruch hatte, wirklich in der SUV-Liga mitzuspielen.

Mit der neuen Generation dreht Citroën das Konzept nun einmal komplett auf links. Der C3 Aircross wird neu erfunden. Weg vom verspielten Lifestyle-Crossover, hin zum klar budgetorientierten Familien-SUV. Das deutlich kantigere, robustere Design unterstreicht diesen Wandel sichtbar. Plötzlich steht da ein Fahrzeug, das nicht mehr nur so tut, als wäre es ein SUV — sondern auch eines sein will.
Der spürbare Größenzuwachs schiebt ihn selbstbewusst in die Kompakt-SUV-Liga, und mit der optionalen 7-Sitzer-Variante bringt Citroën sogar ein Ausstattungsmerkmal ins Spiel, das in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich ist. Der Fokus liegt nun klar auf Familien, Platzangebot und Alltagstauglichkeit.
Positioniert wird der neue C3 Aircross ganz bewusst als erschwingliches Einstiegs-SUV mit Multi-Energy-Ansatz. Man bekommt ihn klassisch mit Verbrenner, als Hybrid und vollelektrisch als ë-C3 Aircross.

Technische Basis ist die neue Stellantis Smart Car Platform. Und damit wird es spannend, denn im Kern ist der C3 Aircross das Schwestermodell des ebenfalls getesteten Opel Frontera. Die Gene sind also nahezu identisch — doch Charakter, Auftritt und Fahrwerksabstimmung folgen klar der jeweiligen Marken-DNA. Gleiche Technik, völlig unterschiedliche Interpretation.
Neuinterpretation mit robustem Design
Mit einer Länge von 4,39 Metern, 1,79 Metern Breite (ohne Spiegel) und 1,66 Metern Höhe inklusive Dachreling stellt der neue C3 Aircross seine gewachsenen Proportionen schon auf dem Papier selbstbewusst zur Schau. Doch entscheidend ist weniger die Zahl — sondern das, was Citroën daraus gemacht hat.
Denn der neue Auftritt wirkt wie ein bewusster Bruch mit der Vergangenheit. Wo der Vorgänger noch verspielt, rundlich und fast schon crossover-leicht daherkam, setzt die neue Generation auf klare Kanten, vertikale Flächen und eine deutlich robustere SUV-Optik. Die neue Citroën-Designsprache wird hier erstmals konsequent ins B-SUV-Segment übertragen. Kantiger, strukturierter und sichtbar erwachsener.

Über 20 Zentimeter Bodenfreiheit, die erhöhte Sitzposition und gezielt eingesetzte Lichtakzente im Karosseriedesign unterstreichen diesen Anspruch zusätzlich. Besonders prägnant zeigt sich das an der Front. Hier trägt der Aircross erstmals das neue Citroën-Logo, eingebettet in eine markante, horizontale Linienführung. Die Scheinwerfer greifen die neue Dreipunkt-Lichtsignatur der Marke auf und verleihen dem Fahrzeug eine moderne, sofort wiedererkennbare Lichtgrafik.
Spannend gelöst: die vertikalen Farbclips in Frontschürze und C-Säule. Kleine Design-Details mit großer Wirkung, die sich individuell austauschen lassen und dem SUV eine persönliche Note geben. Dieses Spiel mit Farben bleibt ein typisches Citroën-Stilelement — nur eben erwachsener interpretiert als früher.
Das SUV-Selbstverständnis wird zusätzlich durch die hohe, nahezu horizontale Motorhaube sowie die stark betonten, vertikal gezeichneten Frontlinien verstärkt. In Kombination mit den ausgeprägten Kotflügeln entsteht ein stämmiger, stabiler Stand auf der Straße.

Auch die Seitenlinie folgt dieser klaren Haltung. Eine bewusst nicht abfallende, vertikale Dachlinie sorgt nicht nur für eine markante Silhouette, sondern vor allem für großzügige Platzverhältnisse im Innenraum. Die Fahrzeughöhe von 1,66 Metern spielt dabei ebenso hinein wie die erhöhte Bodenfreiheit von über 200 Millimetern. Ein Pluspunkt für Übersicht, Einstiegskomfort und Alltagstauglichkeit.
Am Heck greift Citroën die Designlinie der Front wieder auf. Eine breite Heckklappe mit niedrig gehaltener Ladekante erleichtert den Zugang zum Kofferraum, während das schwarze Logo-Band samt neuem Markenemblem für einen sauberen, modernen Abschluss sorgt.
Für die farbliche Inszenierung stehen sechs Karosserietöne zur Wahl: Perla Nera Schwarz, Mercury Grau, Elixir Rot, Monte Carlo Blau, Polar Weiß und Montana Grün. Kombiniert werden können sie mit einem Kontrastdach in Weiß oder Schwarz, das dem Aircross — je nach Konfiguration — eine frische oder besonders souveräne Note verleiht.

Zusätzlich bietet Citroën austauschbare Farbclips in drei Serienfarben an. Wer es individueller mag, kann über Zubehör-Kits mit vier weiteren Clip-Elementen nachschärfen.
Bewusst analog statt digital inszeniert
Statt Keyless-Go heißt es im C3 Aircross noch ganz klassisch: Schlüsselbart ins Schloss, drehen — und los.
Schon dieser Moment macht deutlich, wohin die Reise hier geht. Nicht in Richtung Hightech-Inszenierung, sondern bewusst hin zu bezahlbarer, unkomplizierter Mobilität. Citroën bleibt seiner Linie treu und setzt weiterhin auf einfache Mechanik. Weder Startknopf noch elektronische Spielereien halten Einzug.

Wer also digitalen Komfort per Knopfdruck erwartet, wird auch in höheren Ausstattungslinien nicht fündig. Es bleibt bei der elektrischen Zentralverriegelung in Kombination mit dem klassischen Zündschloss — funktional, robust und klar kostenorientiert gedacht.
Gewachsen für den Familienalltag
Zu den größten Stärken des neuen C3 Aircross zählt ohne Frage das Raumangebot.
Sowohl vorne als auch im Fond fühlen sich Passagiere angenehm luftig untergebracht. Die Beinfreiheit fällt großzügig aus, und selbst über den Köpfen bleibt ausreichend Luft — ein spürbarer Vorteil der aufrechteren Karosserieform.
Trotz einer Gesamtlänge von „nur“ 4,39 Metern holt Citroën erstaunlich viel aus dem Packaging heraus. Der Radstand von 2,67 Metern schafft eine solide Basis für ein alltagstaugliches Platzangebot.

In der 5-Sitzer-Konfiguration stehen bei aufgestellten Rücksitzen bis zu 460 Liter Kofferraumvolumen bereit. Werden die Lehnen umgelegt, erweitert sich das Ladevolumen auf rund 1.600 Liter. Mit flachgelegter zweiter Reihe entsteht eine große, ebene Ladefläche. Praktisch für sperriges Gepäck oder größere Transporte.
Ein serienmäßiger doppelter Ladeboden erleichtert die Organisation zusätzlich, auch wenn Citroën auf eine verschiebbare Rückbank verzichtet. Die Ladekante liegt bei rund 77 Zentimetern und bewegt sich damit auf klassentypischem Kompakt-SUV-Niveau.
Sieben Sitze für maximale Flexibilität
Wer noch mehr Platzbedarf anmeldet, kann den C3 Aircross optional auch als Siebensitzer konfigurieren — eine in diesem Segment eher seltene Option.

Für 850 Euro Aufpreis erweitern zwei zusätzliche Einzelsitze in der dritten Reihe das Platzangebot. Die Karosserieabmessungen bleiben dabei unverändert, was bereits erahnen lässt, dass sich Reihe drei primär an Kinder richtet oder für kürzere Strecken gedacht ist.
Bei Nichtgebrauch lassen sich die Sitze separat umklappen, wodurch wieder eine ebene Ladefläche entsteht. Diese Flexibilität macht den Aircross besonders für Familien interessant, die situativ zwischen Personen- und Transportbedarf wechseln.
Serienmäßig verbaut Citroën zudem seine Advanced Comfort Sitze. Sie bieten ordentlichen Seitenhalt, bleiben aber vor allem auf längeren Strecken angenehm gepolstert. Die Mittelarmlehne vorne steigert den Reisekomfort und lässt sich zusätzlich verschieben.
Wohnzimmer-Atmosphäre auf Citroën-Art
Der Innenraum folgt dem bekannten Citroën-Konzept der C-Zen Lounge®, das bereits aus ë-C3 und C3 bekannt ist und im Aircross konsequent weitergedacht wird.

Das horizontal aufgebaute Armaturenbrett ist zweigeteilt gestaltet und integriert die markentypischen vertikalen Lüftungsdüsen. Die Gestaltung wirkt bewusst reduziert, ohne steril zu erscheinen. Physische Taster bleiben vorhanden und sind schnell erreichbar — ein Pluspunkt in Sachen Bedienlogik.
Besonders ins Auge fällt der stoffbezogene Abschnitt im Armaturenbrett, der visuell wie haptisch Wohnraum-Charakter vermittelt und zum Wohlfühlanspruch der Marke passt.
Die Fahrinformationen werden auf ein Head-up-Display am Übergang zwischen Armaturenträger und Windschutzscheibe projiziert. Diese Lösung ersetzt ein klassisches Kombiinstrument und liefert alle relevanten Infos, ohne den Blick von der Straße abzuwenden.

Das kleine, höhen- und winkelverstellbare Multifunktionslenkrad liegt gut in der Hand und fügt sich in seiner markanten Form stimmig ins minimalistische Cockpit ein. Für das Preissegment insgesamt überzeugend wirkt die Verarbeitung und Materialanmutung solide, ohne in billigen Plastikcharme abzurutschen.
Vernetzung je nach Ausstattung
Beim Infotainment folgt der C3 Aircross einem zweistufigen Ansatz.
In der YOU-Version kommt eine Smartphone-Station zum Einsatz. Eine integrierte Halterung verbindet sich via NFC drahtlos mit dem Gerät und startet automatisch eine dedizierte App zur Steuerung von Radio, Playlists oder Navigation. Bedient wird das System ergänzend über Lenkradtasten, inklusive Home-Button für die schnelle Rückkehr zur Startoberfläche.
Die höheren MAX-Ausstattungen setzen hingegen auf einen 10,25-Zoll-Farb-Touchscreen. Die widgetbasierte Benutzeroberfläche orientiert sich an Smartphone-Logiken und ermöglicht den Zugriff auf Navigation, Telefonie, Medien und Apps.

Dank drahtloser WiFi-Anbindung sind Apple CarPlay und Android Auto kabellos nutzbar. Zwei USB-C-Ports vorne sowie zwei weitere in Reihe zwei versorgen mobile Geräte mit Energie. Ergänzt wird das Ganze durch eine induktive 15-W-Ladematte, integriert in einen separaten Stauraum der Mittelkonsole.
Wahl zwischen Benziner-, Hybrid- und Elektro-Variante
Der neue C3 Aircross basiert auf der Stellantis Smart Car-Plattform, einer Architektur, die bewusst von Anfang an für verschiedene Antriebsformen ausgelegt wurde. Verbrenner, Hybrid und vollelektrische Varianten lassen sich innerhalb derselben technischen Basis realisieren.
Für den Kunden eröffnet das maximale Wahlfreiheit — vom klassischen Einstiegsmotor bis hin zur lokal emissionsfreien Elektroversion. Ein Ansatz, der nicht nur strategisch Sinn ergibt, sondern auch die Positionierung als erschwingliches Familien-SUV unterstreicht.

Im Test unterwegs war die Hybridvariante! Ein Antriebskonzept, das innerhalb des Stellantis-Konzerns längst bekannt ist. Man findet es unter anderem auch in Modellen wie dem Peugeot 3008 Hybrid 48V, Opel Astra Hybrid 48V oder Jeep Avenger Hybrid wieder. Technisch also kein Neuland, sondern ein erprobtes Setup.
Der Hybrid: Elektrifizierung light
Herzstück des 48-Volt-Hybridsystems ist der speziell für teilelektrifizierte Anwendungen entwickelte 1,2-Liter-PureTech-Benziner der neuesten Generation. Ein Dreizylinder, der 136 PS (100 kW) sowie 230 Nm Drehmoment bei 1.750 U/min bereitstellt. Und damit sehr gut zum entspannten Charakter des Aircross passt.
Der Motor arbeitet mit Turbolader samt variabler Geometrie und setzt auf eine Steuerkette, was sich langfristig positiv auf Robustheit und Wartungsaufwand auswirken dürfte.

Kombiniert wird das Aggregat mit einem elektrifizierten e-DCT-Doppelkupplungsgetriebe, in das ein 21 kW bzw. 28 PS starker Elektromotor integriert ist. Gespeist wird dieser von einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie. In Summe ergibt sich daraus eine Systemleistung von 145 PS (106 kW).
Souverän im Alltag
Bereits beim Anfahren zeigt sich der Hybrid angenehm agil. Das Zusammenspiel aus Verbrenner, E-Unterstützung und Sechsgang-Doppelkupplung wirkt harmonisch abgestimmt. Die Gangwechsel erfolgen schnell und weich, das Getriebe hält meist zielsicher die passende Übersetzung bereit.

Ruft man die volle Leistung ab, sprintet der C3 Aircross in 9,1 Sekunden auf 100 km/h. Auch Zwischenspurts gelingen überzeugend, Überholmanöver lassen sich entspannt absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h, mehr als ausreichend für das Einsatzprofil eines komfortorientierten Familien-SUV. Untermotorisiert fühlt sich das kompakte SUV zu keinem Zeitpunkt an.
Effizienz ohne Ladepflicht
Der Elektromotor — ausgeführt als Permanentmagnet-Synchronmaschine — unterstützt den Verbrenner situativ, senkt so Verbrauch und Emissionen und gewinnt beim Rekuperieren Energie zurück.
Elektrisches Rangieren ist ebenso möglich wie kurze Segelphasen im Teillastbereich. Wer den Hybrid entsprechend vorausschauend bewegt, kann sich den Herstellerangaben von 5,3 bis 5,5 Litern durchaus annähern.

Im Test pendelte sich der Durchschnittsverbrauch bei unter sechs Litern pro 100 Kilometer ein, ein realistischer Wert im Alltagsmix. Die CO₂-Emissionen gibt Citroën mit 120 bis 123 g/km an.
Die Antriebsalternativen
Neben dem Hybrid stehen weitere Motorisierungen zur Wahl.
Die vollelektrische Variante des ë-C3 Aircross bietet eine kombinierte WLTP-Reichweite von über 300 Kilometern. An der Schnellladesäule lässt sich die Batterie laut Hersteller in rund 26 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden.
Für Reichweitenoptimierer folgt zusätzlich die Version „Extended Range“. Hier kommt eine 54-kWh-LFP-Batterie zum Einsatz, die bis zu 400 Kilometer ermöglichen soll. Geladen wird mit bis zu 100 kW DC.

Wer es klassisch halten möchte, kann weiterhin zum reinen Benziner greifen. Der 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder leistet 100 PS (73 kW) und wird mit einem manuellen Sechsganggetriebe kombiniert — die preislich attraktivste Einstiegslösung innerhalb der Baureihe.
Sänfte statt Sportler
Serienmäßig rollt der C3 Aircross auf der markentypischen Citroën Advanced Comfort® Federung vom Hof. Und genau hier zeigt sich sehr schnell, wo seine Kernkompetenz liegt.
Die Abstimmung ist klar auf Wohlbefinden ausgelegt. Unebenheiten, Kopfsteinpflaster oder Bodenschwellen steckt das Fahrwerk angenehm gelassen weg. Gerade auf rauem Untergrund wird deutlich, wie konsequent Citroën den Komfortgedanken verfolgt. Was akustisch noch wahrnehmbar ist, kommt im Innenraum nur stark gefiltert an. Man hört die Straße, spürt sie aber deutlich weniger.

Die Geräuschdämmung bewegt sich insgesamt auf solidem Niveau. Kein Flüstermodus wie in höheren Klassen, aber absolut passend für Positionierung und Preissegment.
Wenn die Straße kurvig wird
Weniger zuhause fühlt sich der C3 Aircross dort, wo es dynamisch zugeht.
Auf kurvigen Landstraßen zeigen sich die komfortorientierten Gene naturgemäß deutlicher. Wankbewegungen in schnell gefahrenen Kurven sind wahrnehmbar — allerdings nie unangenehm oder unkontrolliert. Vielmehr kündigt sich der Grenzbereich sehr früh und transparent an, sodass jederzeit ausreichend Reaktionsspielraum bleibt.

Der Aircross will hier gar kein Kurvenräuber sein. Seine Rolle ist eine andere: entspannt reisen, gelassen gleiten, den Alltag komfortabel abfedern. Der C3 Aircross ist kein sportiver Kurvenmeister, sondern ein souveräner Komfortgleiter mit klarem Fokus auf Ruhe statt Rasanz.
Solide Sicherheitsbasis für den Alltag
Trotz seiner klar kostenorientierten Positionierung bringt der C3 Aircross eine umfassende Palette an Fahrerassistenzsystemen mit, die den Alltag spürbar erleichtern und das Sicherheitsniveau zeitgemäß absichern.

Zentrale Rolle spielt dabei das Notbremssystem Active Safety Brake. Es arbeitet sowohl tagsüber als auch nachts im Geschwindigkeitsbereich von 5 bis 135 km/h und erkennt neben anderen Fahrzeugen auch Fußgänger sowie Radfahrer. Ziel ist es, Kollisionen im Idealfall ganz zu vermeiden oder zumindest deren Folgen deutlich zu reduzieren.
Unterstützung, wenn die Konzentration nachlässt
Auf längeren Strecken greift der aktive Spurhalteassistent unterstützend ein. Verlässt das Fahrzeug unbeabsichtigt die Spur, erfolgt eine sanfte Lenkkorrektur, um den C3 Aircross wieder mittig zwischen den Fahrbahnmarkierungen zu positionieren.
Ergänzt wird das System durch den Driver Attention Alert, der das Fahrverhalten analysiert und den Fahrer informiert, wenn Auffälligkeiten innerhalb der Spurführung auftreten — ein Indikator für nachlassende Aufmerksamkeit.

Der sogenannte Coffee Break Alert geht noch einen Schritt weiter: Nach zwei Stunden ununterbrochener Fahrt über 65 km/h empfiehlt das System eine Pause und wiederholt den Hinweis anschließend stündlich, sofern keine Unterbrechung erfolgt.
Tempolimits im Blick
Die Verkehrszeichenerkennung liest Geschwindigkeitsbegrenzungen und projiziert diese direkt ins Citroën Head-up-Display. Neben kamerabasiert erfassten Schildern greift das System zusätzlich auf Navigationsdaten zurück und kann auch temporäre Tempolimits berücksichtigen.
In Kombination mit dem Tempomat inklusive Geschwindigkeitsbegrenzer lässt sich das Tempo aktiv anpassen oder nach oben hin deckeln.
Der Geschwindigkeitswarner lässt sich erfreulicherweise bei jedem Fahrtantritt über eine eigene Taste per langem Druck unkompliziert deaktivieren, ohne Menüsuche oder Umwege.

Zur serienmäßigen Ausstattung zählt auch die elektrische Feststellbremse. Sie aktiviert sich automatisch beim Abstellen des Motors und löst sich selbstständig beim Anfahren. Wer möchte, kann sie zusätzlich manuell über den Bedienhebel in der Mittelkonsole steuern.
Der Berganfahrassistent hält das Fahrzeug an Steigungen über drei Prozent für einige Sekunden in Position. Ein kleines, aber im Alltag sehr hilfreiches Detail, um ungewolltes Zurückrollen zu vermeiden.
Licht & Sicht im Fokus
Der automatische Fernlichtassistent nutzt eine Kamera an der Windschutzscheibe, um entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge zu erkennen. Je nach Verkehrssituation wechselt das System selbstständig zwischen Fern- und Abblendlicht und entlastet so den Fahrer bei Nachtfahrten.

Im Rangieralltag unterstützen Parksensoren an Front und Heck, die akustisch vor Hindernissen warnen. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs aktiviert sich zusätzlich die Rückfahrkamera, deren Bild — je nach Ausstattung — auf dem 10,25-Zoll-Infotainmentdisplay dargestellt wird und so die Sicht nach hinten deutlich erleichtert.
Einstieg mit Ansage
Preislich bleibt Citroën seiner neuen Markenstrategie treu: viel Auto für möglichst wenig Einstiegshürde.
So startet der vollelektrische C3 Aircross in der Standard-Range-Version mit dem Elektromotor 113 in der Basislinie YOU bei 26.490 Euro. Ein Preisniveau, mit dem Citroën weiterhin das Versprechen unterstreicht, elektrische Mobilität breiter zugänglich machen zu wollen.

Wer mehr Reichweite wünscht, greift zur Extended-Range-Variante. Diese startet in der Ausstattung PLUS bei 30.690 Euro, wobei der größere Akku mit einem Aufpreis von rund 2.000 Euro gegenüber der Standard-Range kalkuliert wird.
Klassisch, hybrid oder elektrisch
Auch auf Verbrennerseite bleibt der Einstieg erfreulich niedrigschwellig.
Der 1.2-Liter-Turbo mit 100 PS beginnt in der Ausstattung YOU bei 18.890 Euro brutto — und markiert damit die preislich attraktivste Tür in die Baureihe.

Die im Test gefahrene Hybridversion positioniert sich darüber: Ab 25.390 Euro startet der elektrifizierte 48-Volt-Antrieb in der Linie PLUS. In meiner getesteten Ausstattung MAX liegt der Listenpreis bei 27.590 Euro.
Sieben Sitze als Optionsjoker
Erhältlich ist der C3 Aircross sowohl als 5- als auch als 7-Sitzer. Das sogenannte 7-Sitzer-Paket kann — ausgenommen die Basislinie YOU — für 850 Euro hinzugebucht werden. Gerade im B-SUV-Segment bleibt diese Option eine echte Besonderheit und unterstreicht den klaren Familienfokus des Modells zusätzlich.
YOU: Die Basis kann schon viel
Bereits die Einstiegslinie YOU fällt alles andere als karg aus. Serienmäßig an Bord sind unter anderem:

Citroën Advanced Comfort® Federung, sechs Airbags, manuelle Klimaanlage, Smartphone-Station, aktive Notbremsfunktion, Spurhalteassistent, Fahreraufmerksamkeitswarner, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Verkehrszeichenerkennung, Parksensoren hinten, höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorne, eine 40/60-umklappbare Rückbank sowie LED-Scheinwerfer inklusive Tagfahrlicht und 16-Zoll-Räder.
Für eine Basisvariante im Budget-SUV-Umfeld eine absolut solide Grundausstattung.
MAX: Komfort-Upgrade mit Technikplus
Die höchste Ausstattungslinie MAX legt in Sachen Komfort und Technik spürbar nach.
Hier rollt der Aircross unter anderem auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im Aragonite-Diamond-Cut-Design, ergänzt um LED-Rückleuchten sowie ein je nach Außenfarbe kontrastierend lackiertes Dach in Weiß oder Schwarz.

Innen erweitern 3D-Navigation, kabelloses Smartphone-Laden, Advanced Comfort® Sitze sowie der 10,25-Zoll-Infotainment-Touchscreen das Technik- und Wohlfühllevel.
Hinzu kommen Außenspiegel mit Toter-Winkel-Erkennung sowie Parksensoren an der Front — ein stimmiges Gesamtpaket für den Alltagskomfort.
Sonderedition „Team D“
Anlässlich der Partnerschaft mit Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen 2026 bringt Citroën in Deutschland die Sondermodelle „Team D“ an den Start.
Sie bauen jeweils auf der höchsten Ausstattungslinie MAX auf und erweitern diese um zusätzliche Design-, Komfort- und Technologieelemente — bei gleichzeitigem Preisvorteil.
Optisch setzen die Sondermodelle auf ein schwarzes Team-D-Badge an der B-Säule, ein Heck-Sticker sowie speziell entwickelte Color Clips in Schwarz-Rot-Gold.

Neben der Optik profitieren Käufer auch funktional. Der C3 Aircross erhält im Rahmen der Sonderedition unter anderem ein umfangreiches Winter-Paket mit Sitzheizung vorn, beheizbarem Lenkrad, beheizbarer Frontscheibe sowie Nebelscheinwerfern.
Bei den vollelektrischen Varianten kommt zusätzlich ein dreiphasiger 11-kW-Onboard-Charger inklusive Mode-3-Ladekabel hinzu.
Je nach Baureihe ergibt sich ein Preisvorteil von bis zu 450 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten MAX-Serienmodell.
Die Team-D-Editionen sind dabei mit sämtlichen verfügbaren Antriebsarten kombinierbar, vom Verbrenner über Hybrid bis hin zur vollelektrischen Variante. Mein getesteter Hybrid würde als Team-D-Sondermodell preislich bei 27.990 Euro liegen.
Stand: Februar 2026; Test und Fotos: Lexi Lind; Innenraumfoto: Citroën


