Die neue Mercedes-Benz S-Klasse zeigt schon auf den ersten Blick, dass sie ihre Rolle als technologische und repräsentative Speerspitze ernst nimmt. Der Auftritt wird markanter, der Grill wächst sichtbar und ist nun erstmals beleuchtet. Selbst der stehende Stern kann optional leuchten und wird Teil der Lichtsignatur. Zusammen mit dem neu gezeichneten DIGITAL-LIGHT-Design entsteht ein Auftritt, der vor allem nachts maximale Präsenz entfaltet, ohne plump zu wirken.

Auch technisch legt das Lichtsystem nach. Die weiterentwickelte DIGITAL-LIGHT-Generation arbeitet mit Micro-LED-Technologie, höherer Auflösung und größerem Leuchtfeld. Fernlichtreichweiten bis 600 Meter, präzisere Kurvenausleuchtung und gezieltes Teilfernlicht sorgen für bessere Sicht, ohne den Gegenverkehr zu stören. Kamera- und Kartendaten fließen direkt ein, die Reaktion erfolgt schneller, der Energiebedarf sinkt. Nachtfahrten werden damit nicht nur heller, sondern spürbar entspannter.
Im Hintergrund arbeitet künftig das neue Betriebssystem MB.OS als zentrale digitale Schaltzentrale. Es vernetzt Assistenz, Infotainment und Fahrzeugfunktionen deutlich enger und ermöglicht umfangreiche Over-the-Air-Updates. Die Rechenplattform wächst mit künftigen Funktionen mit und bildet die Basis für neue Assistenz- und Parksysteme. Mehr Sensorik, stärkere Datenverarbeitung und KI-gestützte Auswertung sorgen dafür, dass die S-Klasse ihre Umgebung noch präziser erfasst und situationsgerecht reagiert — vom Autobahnassistenten bis zum erweiterten Parken, inklusive Schrägparken und assistiertem Rückwärtsmanövrieren.

Die Mercedes-Benz S-Klasse setzt seither Maßstäbe und ist der Inbegriff von Luxus. Erst im vergangenen Sommer durfte ich die bis dato aktuelle Generation erleben und genießen. Nun legen die Stuttgarter mit der neuen S-Klasse nochmal eindrucksvoll nach.
Digitaler Innenraum mit KI-Begleitung
Im Innenraum zieht die nächste MBUX-Generation ein. Der Sprachassistent wird deutlich dialogfähiger, mehrere KI-Systeme arbeiten zusammen und ermöglichen natürlichere Gespräche, kontextbezogene Antworten und kurze Erinnerung an vorherige Anfragen. Der MBUX Superscreen spannt sich als durchgehende Glasfläche über Zentral- und Beifahrerdisplay, ergänzt um neue Anzeige- und Ambientemodi. Navigation basiert auf Google-Kartentechnologie, dazu kommt eine erweiterte 3D-Umgebungsdarstellung sowie ein Augmented-Reality-Head-up-Display, das Hinweise scheinbar direkt auf die Straße projiziert.

Bedienung und Materialien bleiben klassisch luxuriös, werden aber ergonomisch nachgeschärft. Überarbeitete Türverkleidungen, neue Holzelemente und eine neu gestaltete Mittelkonsole verbinden Handwerk mit Hightech. Praktisch: schnelleres USB-C-Laden, doppelte kabellose Ladeflächen und beleuchtete Getränkehalter. Auf vielfachen Wunsch kehren zudem echte Bedienelemente am Lenkrad für Lautstärke und Assistenzfunktionen zurück.
Im Fond wird die S-Klasse auf Wunsch zur rollenden Business-Lounge. Große Displays, abnehmbare Touch-Fernbedienungen und integrierte Kameras ermöglichen Videokonferenzen unterwegs. Streaming-Dienste und Entertainment-Apps sind direkt eingebunden, dazu kommen hochwertige Surround-Soundsysteme von Burmester.


Luxus wird persönlicher
Mit dem erweiterten MANUFAKTUR-Programm wird die Individualisierung nochmals ausgebaut. Neue Effekt- und Mattlacke, exklusive Leder- und Zierpakete sowie maßgeschneiderte Optionen ermöglichen eine extrem breite Personalisierung. Wer möchte, kann aus hunderten Farb- und Materialvarianten wählen und sein Fahrzeug digital vorab visualisieren lassen — bis hin zu sehr individuellen Sonderwünschen.
Komforttechnik bis ins Detail
Ein neues Klimakonzept mit digital gesteuerten Luftausströmern und elektrischem Innenraumfilter reinigt die Luft besonders fein und passt die Strömung automatisch an. Selbst der Sicherheitsgurt kann beheizt werden und sorgt an kalten Tagen für zusätzlichen Komfort. Neue 20-Zoll-Räder im filigranen Mehrspeichendesign setzen optische Akzente.


Elektrifizierte Motoren und vorausschauendes Fahrwerk
Bei den Antrieben setzt die S-Klasse konsequent auf elektrifizierte Benzin- und Dieselmotoren sowie Plug-in-Hybrid-Varianten mit rund 100 Kilometern elektrischer Reichweite. Überarbeitete Sechs- und Achtzylinder bieten mehr Drehmoment, spontaneres Ansprechen und nochmals verbesserte Laufruhe. Ein integrierter Startergenerator unterstützt mit Boost- und Rekuperationsfunktionen und macht Start-Stopp-Übergänge nahezu unmerklich.
Beim Fahrwerk arbeiten Luftfederung und optionale aktive Aufbauregelung jetzt mit vorausschauender Dämpfungsanpassung. Car-to-X-Daten helfen, lange Bodenwellen früh zu erkennen und die Abstimmung entsprechend vorzubereiten. Die serienmäßige Hinterachslenkung steigert zusätzlich Agilität in der Stadt und Stabilität bei höherem Tempo — gerade die Langversion gewinnt dadurch spürbar an Handlichkeit.

Bestellstart ist Ende Januar 2026. Der Einstieg beginnt bei gut 121.000 Euro, Leasing- und Finanzierungsangebote sollen den Zugang erleichtern.
Stand: Januar 2026; Fotos: Mercedes-Benz


