Hyundai Grand Santa Fe

Die im Jahr 2013 eingeführte Langversion des Hyundai Santa Fe, der sogenannte Grand Santa Fe, wird je nach Fondsitzkonfiguration nicht nur vom Sechs- zum Siebensitzer, er hält auch ein derart üppiges Raumangebot bereit, ob nun für Deine Mitreisenden und / oder aber das Gepäck. Diese Qualitäten bewahrt sich das SUV-Flaggschiff unverändert, doch seit einer Modellpflege im vergangen Jahr präsentiert sich der Hyundai Grand Santa Fe optisch aufgefrischt, nochmals deutlich aufgewertet und kann gerade in punkto Sicherheit mit modernen Assistenten aufwarten – die ich bis dato vermisst habe. Eine Motorenalternative fehlt zwar auch künftig, dafür konnten die Verantwortlichen aber die Effizienz des 2.2 CRDi weiter steigern.

Rein über das Preis-/Leistungsverhältnis allein definiert sich Hyundai schon längst nicht mehr, haben die Verantwortlichen nicht nur erkannt, das Design zu einer der Hauptkaufargumente zählt, sie haben ihren Modellen in den vergangenen Jahren auch durch die Bank ein gelungenes Blechkleid verpasst.

Auch die Langversion ist unverkennbar ein Santa Fe, geht aber letzten Endes doch seine eigenen Wege, dies wird im neuen Modelljahr sogar noch deutlicher. So setzt das 4,91 Meter lange Flaggschiff zwar auf den markentypischen Hexagonal-Kühlergrill, dieser wirkt aber mit einer kräftigen Chromumrandung und zwei zusätzlichen Chromstreben noch dominanter.

Und auch an den neuen LED-Nebelscheinwerfern, dem modifizierten Stoßfänger und dem silberfarbenen Unterfahrschutz ist eine optische Differenzierung und zugleich eine Auffrischung zu erkennen.

Das Tagfahrlicht besteht jetzt außerdem aus jeweils sechs LED-Leuchten, die erstmals vertikal angeordnet sind. Bi-Xenon-Licht in Verbindung mit einem Fernlicht-Assistenten hast Du in der Ausstattungslinie Premium serienmäßig verbaut und bekommst diese für den Style gegen Aufpreis.

Lass ich meinen Blick über die Seitenpartie schweifen, fallen besonders die länger ausgeführten Fondtüren sowie das größer dimensionierte hintere Seitenfenster ins Auge, kommt der Grand Santa Fe immerhin auf einen Längenzuwachs von stolzen 22 Zentimetern. Die silbern lackierte Seitenschutzleiste und die neuen Leichtmetallfelgen lassen zudem auf das Facelift schließen.

Am Heck ist ein neues Layout der LED-Rückleuchten zu erkennen, ebenso ein modifizierter Stoßfänger mit senkrecht ausgerichteten Nebelschlussleuchten. Und auch hier ist der Unterfahrschutz wuchtiger ausgeführt und umschließt jetzt die schicken, außenliegenden Endrohre.

Die Langversion des Santa Fe spielt natürlich im Innenraum all seine Vorzüge aus. Nicht nur, dass der Grand Santa Fe auf allen Plätzen mehr Raum bietet, er stellt auch eine 7-Sitzerkonfiguration zur Wahl. Von Haus aus mit zwei Einzelsitzen in Reihe zwei ausgeliefert (somit bereits ein Sechs-Sitzer), kannst Du das Fahrzeug auch mit einer durchgängigen Rückbank ordern und das sogar ganz ohne Aufpreis.

Ob Einzelsitze oder Sitzbank, die Lehnen lassen sich in der Neigung verstellen und die Sitze bzw. die Bank längsverschieben. Nicht nur die Sitze lassen sich einzeln umklappen, auch die Rückbank kann mit optimaler Flexibilität aufwarten und lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umlegen. Praktischerweise kann ich die Entriegelung auch vom Kofferraum aus vornehmen.

Das Platzangebot kann dabei bis in die letzte Reihe überzeugen, hat der Koreaner stets drei Sitzreihen an Bord. Während zahlreiche andere Siebensitzer hier lediglich Kinder beherbergen können, reise ich im Grand Santa Fe auch noch mit einer Körpergröße von 1,80 Metern bequem. Und selbst jetzt nimmt das Ladeabteil noch einen großzügigen Einkauf wie auch Getränkekisten auf.

Benötigst Du allerdings mehr Platz für Gepäck oder anderweitiges Ladegut, stellt Dir der Hyundai Grand Santa Fe bei versenkter dritter Sitzreihe bereits stolze 634 Liter bereit, im Handumdrehen ist dieses Stauvolumen auf 1.842 Liter vergrößert.

Die für solch ein Fahrzeug angenehm niedrige Ladekante wie auch die groß gestaltete Heckklappe bieten mir dann einen problemlosen Zugang zum Gepäckabteil. In der Topausstattung öffnet die Kofferraumklappe nicht nur elektrisch sondern auch berührungslos. Stehe ich mit dem Schlüssel in der Tasche einige Sekunden hinter dem Fahrzeug, öffnet sich die Heckklappe auch schon ganz von allein.

Doch die Verantwortlichen haben den Ausstattungsumfang im Zuge der Modellpflege noch weiter ausgebaut und so nimmst Du bereits in der Variante Style auf Ledersitzen in Schwarz, Grau, Beige oder dem neuen Farbton Burgunderrot inklusive Sitzheizung Platz. Wohlig warm wird es übrigens auch den Insassen in Reihe zwei, ist auch hier eine Sitzheizung serienmäßig verbaut. Hinzu kommt eine Zweizonen-Klimaautomatik einschließlich separater Klimaanlage für die dritte Sitzreihe. Das höhen- und längsverstellbare Lenkrad ist ebenfalls beheizbar.

In heutigen Zeiten darf ein modernes Infotainment-System nicht mehr fehlen und so fährt die Audioanlage im Grand Santa Fe serienmäßig mit DAB+-Radio, einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradfernbedienung vor. Dagegen nur noch selten vorzufinden, ein CD-Player, der hier ebenfalls noch Serie ist. Ebenso AUX- und USB-Anschlüsse für Dein Smartphone oder andere externe Geräte und jetzt kommen sogar Deine Freunde in Reihe drei in den Genuss eines USB-Anschlusses.

Das Radio-Navigationssystem ist nicht nur an ein tolles Premium-Soundsystem gekoppelt, das Kartenmaterial wird dank Hyundai MapCare bis zu fünf Jahre lang kostenlos aktualisiert und bietet Dir den TomTom Live Services. Sieben Jahre lang kannst Du in Echtzeit Verkehrs- und Wettermeldungen aber auch Infos zu rund 30 Millionen sogenannter Points of Interest kostenlos via Smartphone-Hotspot auf den Display holen.

Der intelligente Dynamax-Allradantrieb soll dem Hyundai Grand Santa Fe großartige Offroad-Qualitäten bescheren und wenn Du mit dem Flaggschiff auch keinen Halt vor einer Fahrt ins Gelände machen musst – sind darüber hinaus auch eine Bergan- und eine Bergabfahrhilfe an Bord – so sorgt das System im realen Fahrbetrieb doch viel mehr für eine optimale Traktion, so beispielsweise auf nass-rutschigen Straßen. Dabei arbeitet Hyundai variabel und treibt in der Regel lediglich die Vorderräder an um somit auch Sprit zu sparen.

Der Hyundai Grand Santa Fe ist wirklich ein gemütlicher Wegbegleiter, hierzu passt auch das angenehm weich ausgelegte Fahrwerk. Entspanntes Cruisen ist genau sein Ding, störende Fahrbahnunebenheiten werden hier wunderbar abgefedert und von mir und meinen Mitreisenden ferngehalten.

Diesen vorbildlichen Fahrkomfort bewahrt sich das große SUV auch bei höheren Autobahngeschwindigkeiten und so konnte ich auch längere Strecken ganz bequem zurücklegen.

Dass ich Kurven gerne schneller nehme weiß der aufmerksame CARWALK-Leser, doch im Hyundai Grand Santa Fe ging auch ich es gerne gemütlicher an. Liegt ihm die Kurvenräuberei einfach nicht. Nichts desto trotz, bleibt er auch dann gut beherrschbar.

Mit der FlexSteer Servolenkung ausgestattet, kann ich per Tastendruck direkt am Lenkrad zwischen verschiedenen Modi wählen und die Lenkung auf die jeweilige Situation abstimmen. Von sportlich straff über normal bis hin zu einer sehr leichtgängigen Ausrichtung, die beim Rangieren sehr von Vorteil und gerade mit Hänger interessant ist. Und schließlich erweist sich der Hyundai Grand Santa Fe mit einer Anhängelast von bis zu zwei Tonnen als zuverlässiges Zugpferd.

Wer Schwierigkeiten mit dem Einparken hat, der wird sich im Großstadtdschungel über den Einparkassistenten freuen und den Aufpreis hierfür gerne in Kauf nehmen, lenkt das Fahrzeug selbstständig in parallel zur Fahrbahn liegende Parklücken ein. Einzig Gas und Bremse müssen vom Fahrer betätigt werden.

Apropos Bremse, auf die muss man sich natürlich in allen Klassen verlassen können, aber gerade bei einem Fahrzeug dieser Größenordnung hat das Bremssystem einiges zu leisten und im Falle des Grand Santa Fe tat es das auch, erwies sich die Bremse durchweg als standfest und lies sich angenehm dosieren.

Unverändert, wird der Hyundai Grand Santa Fe ausschließlich von dem 2.2 CRDi angetrieben, der nun allerdings auf drei PS mehr kommt und die 200 Pferdestärken voll macht. Stets an eine Sechsstufenautomatik gekoppelt, ist der Allradantrieb ebenso grundsätzlich und nicht wählbar.

Mit 9,9 Sekunden für den Spurt aus dem Stand heraus bis auf Tempo 100 fährt der Koreaner gewiss immer noch keine Rekordwerte ein, gleiches gilt für die Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h, dennoch fühle ich mich nicht untermotorisiert.

Und so garantiert mir der im Kern kultivierte Common-Rail-Direkteinspritzer mit seinen turbogeladenen 147 kW und seinem auf 440 Nm gesteigerten maximalen Drehmoment ein durchaus angenehmes Vorankommen. Kommt das SUV doch auf ein Gewicht von stolzen zwei Tonnen.

Die Sechsgang-Automatik ist ohnehin spürbar dem komfortablen als dem sportlichen Ritt zugetan. Neu ist hier aber die serienmäßige Start-Stopp-Automatik, die dem Fahrzeug hilft bei Ampelstopps etwas Sprit einzusparen. Wenn auch nicht so sparsam wie vom Hersteller mit jetzt rund sieben Litern Mixverbrauch angegeben (0,6 Liter weniger als zuvor, der CO2-Ausstoß liegt nun bei 184 g/km), so kam ich bei nicht all zu zurückhaltender Fahrweise immerhin mit knapp unter neun Liter aus.

Das Euro 6-Aggregat erweist sich im aktuellen Modelljahr außerdem wartungsärmer, konnte das Serviceintervall auf 30.000 Kilometer erhöht werden.

Ein Rußpartikelfilter dient zur Reduzierung der im Abgas von Dieselaggregaten vorhandenen Partikel. Wer in die Situation kommen sollte, den Dieselpartikelfilter in seinem Fahrzeug ersetzen zu müssen oder auf der Suche nach anderen Kfz-Teilen ist, ob neu oder gebraucht, ob den Motor, das Getriebe oder die Reifen betreffend, der wird mit Sicherheit bei PartsBit fündig, dem Marktplatz für günstige Autoersatzteile, Zubehör und Reifen für alle PKW.

Eine spürbare Nachbesserung ist im aktuellen Modelljahr zweifelsohne im Bereich der Sicherheit zu verzeichnen.

Denn abgesehen von den diversen Airbags, sieben an der Zahl, darunter auch ein Knieairbag für den Fahrer, dem Reifendruckkontrollsystem oder einer Anhängerstabilisierung hat der Grand Santa Fe jetzt noch weitere sehr hilfreiche Assistenten an Bord.

Neben der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage die auch den Abstand zu Deinem Vordermann einhält und in einer Stausituation das Fahrzeug bis zum Stillstand bringt, steigert auch der neue Toter-Winkel-Assistent und vor allen Dingen das Auffahrwarnsystem die Sicherheit erheblich.

Denn in Verbindung mit dem autonomen Bremsassistenten erkennt das System nicht nur vorausfahrende Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 180 Stundenkilometer oder die Fahrbahn überquerende Fußgänger bis Tempo 70, es leitet bei ausbleibender Reaktion Deinerseits – trotz akustischer und optischer Warnung – auch eine Notfallbremsung ein.

Und auch der Querverkehrswarner (Rear-Cross-Traffic-Alert) hält Einzug. In diesem Fall erkennen die Sensoren doch weitaus früher andere Verkehrsteilnehmer als es dem Mensch gelingen würde, sei es beispielsweise beim Rückwärtsfahren aus einer unübersichtlichen Ausfahrt. Ebenso hilfreich beim Rangieren ist darüber hinaus der Around-View-Monitor.

Eine Motorenauswahl ist beim Hyundai Grand Santa Fe mit lediglich einem Aggregat nicht wirklich gegeben, gerade in Zeiten der großen Dieseldiskussion wäre eine Benziner-Alternative doch irgendwie angebracht.

Dafür ist der 2.2 CRDi 4WD immerhin in zwei Ausstattungslinien lieferbar, die „Einstiegsvariante“ Style startet derzeit bei 47.900 Euro. Natürlich ist das nicht gerade wenig, doch nicht zu vergessen, handelt es sich hierbei um das Flaggschiff der Marke, dass darüber hinaus mit zahlreichen Komfortfeatures ausgestattet ist.

Für einen Preis von 52.300 Euro scheinen dann in der Ausstattungslinie Premium wahrlich keine Wünsche mehr offen zu bleiben. Ob das Smart-Key-System inklusive Start-/Stopp-Knopf zum schlüssellosen Zugang, das Spurhaltewarnsystem, die Bi-Xenon-Scheinwerfer, der Fernlichtassistent, eine elektrische Heckklappe oder das Radio-Navigationssystem inkl. Premium-Soundsystem, all dieses Features sind Serie und somit wurde auch hier der Umfang zum neuen Modelljahr weiter aufgestockt.

Viele Extras bleiben da verständlicherweise nicht mehr und so hält sich die Aufpreisliste mit diversen Metallic- und Mineraleffektlackierungen und dem elektrisch betätigten Panorama Hub -/Schiebedach oder den jeweils erhältlichen Options-Paketen für beide Lines knackig kurz.

Ob Style oder Premium, das vorbildliche Garantiepaket von fünf Jahren auf das gesamte Fahrzeug und ohne Kilometerbegrenzung ist stets aufpreisfrei im Umfang enthalten. Dies gilt auch für die Lackgarantie, ebenfalls über fünf Jahre, wie auch die Mobilitätsgarantie über 60 Monate. Das Sorglos-Paket ist ebenfalls Serie und verlängert sich mit jeder Wartung bei Deinem Hyundai Vertragspartner um weitere zwölf Monate ohne Begrenzung des Fahrzeugalters bis zu einer Laufzeit von maximal 200.000 Kilometern.

Stand: Dezember 2017; Test und Fotos: CARWALK – Der Autoblog

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