Fiat Panda Cross – Der Berg ruft.

Der neue Fiat Panda Cross macht die bereits bestehende Panda-„Offroad“-Familie perfekt und verbindet die Vorteile des Panda Trekking inklusive elektronischem Traktionskontrollsystem Traction+ mit denen des Panda 4×4 mit dem intelligenten Vierradantrieb „Torque on Demand“ und stellt mit exklusiver Optik sowie zahlreichen Ausstattungsmerkmalen und minimal gesteigerter Leistung die Topvariante der Baureihe dar.

Fiat Panda Cross 06Das Erscheinungsbild der „Cross“-Variante vereint trendige Lifestyle-Elemente mit rauen Offroad-Anleihen, was dem Panda den perfekten Auftritt garantiert.

Der wuchtige Unterfahrschutz in Lochoptik und schickem, mattiertem Chrom stellt sowohl an Front wie auch am Heck den absoluten Blickfang dar. Farblich darauf abgestimmt sind neben den Seitenschutzleisten auch die serienmäßige Dachreling. Kontrastierend hierzu, haben die Verantwortlichen die umgestalteten Stoßfänger sowie die Kotflügelverbreiterungen in grauem Kunststoff gehalten und die im vorderen Unterfahrschutz verankerten Abschleppösen in knalligem rot lackiert.

Und auch die gesamte Lichteinheit zeigt sich gegenüber dem Fiat Panda 4×4 neu interpretiert und zudem mit serienmäßigem Tagfahrlicht in LED-Technik. Das brünierte (gebräunte) Finish der Fünfspeichen-Felgen im 15-Zoll-Format machen die Modifikationen des Panda Cross komplett.

Zumindest was das Äußere anbelangt, denn auch im Innenraum beweist das Topmodell Eigenständigkeit. So wurden eigens für den Cross Stoffe in naturfarbenem oder braunem Eco-Leder ausgewählt, die sich sowohl an den Sitzen inklusive „Cross“-Schriftzug und den Türverkleidungen wiederfinden und auf eine Armaturentafel im Kupferton treffen.
Der Schaltknauf ist, wie auch das höhenverstellbare Lenkrad mit Bedientasten für die Audioanlage in Leder gehüllt, im Panda Cross serienmäßig und vervollständigt den vorbildlichen Ausstattungsumfang.

Fiat Panda Cross 03

Im Gelände macht der permanente Vierradantrieb „Torque on Demand“ den Panda Cross in Verbindung mit dem elektronischen Sperrdifferenzial ELD (Teil der Fahrdynamikregelung ESP) zu einer der wendigsten und handlichsten Weggefährten. Der Panda Cross spielt hier ganz klar seine Vorteile gegenüber großen SUVs aus und sichert sich das Prädikat „schonend für die Natur“, womit er sich gerade bei Förstern und Weinbauern großer Beliebtheit erfreut.

Mit dem neuen Traktionsregelsystem „Terrain Control“ ausgestattet, kann der Fahrer mit nur einem Handgriff mittels Drehschalter an der Mittelkonsole auf drei Programme zugreifen. So passt die Elektronik im Auto-Modus die Kräfteverteilung den Traktionsverhältnissen an, während in der Regel die meiste Kraft an die Vorderräder geht, schaltet das System bei fehlendem Schlupf die Hinterachse zu.

Werden die Bedingungen abseits der asphaltierten Piste rauer, schalte ich bis Tempo 50 den Offroad-Modus (Lock-Funktion) zu, nun sind sowohl der Vierradantrieb als auch das elektronische Sperrdifferenzial und die automatische Drehmomentverteilung zwischen den Rädern permanent aktiv und verliert nun ein Rad an Haftung, wird dieses eingebremst und die Kraft an die Räder mit Grip geleitet.

Geht es den Berg wieder hinab, drehe ich den Controller noch eine Stufe weiter und aktiviere die Bergabfahrhilfe „Hill Descent“. Die Elektronik bremst die Geschwindigkeit des Fahrzeuges jetzt selbstständig ein und bringt mich wieder sicher und ohne ins Schwitzen zu geraten zurück ins Tal.

Doch der Cross zeigt sich nicht nur bei der Abstimmung geländetauglicher als die anderen Panda-Baureihen, dank spezieller Ganzjahresreifen im Breitformat 185/65R15, Stahlprotektoren am Unterboden und spezifischer Karosserieänderungen meistert dieser Panda weitaus mehr als nur Feldwege und so ist auch ein Durchkommen in schwierigerem Terrain kein Problem.

Bis zu 16 Zentimeter Bodenfreiheit, ein Böschungswinkel von 24 Grad vorn und 34 Grad hinten sowie ein Rampenwinkel von 21 Grad lassen dies bereits erahnen und entsprechen bei weitem keinen Kleinwagenwerten.

Der Panda Cross kann 70-prozentige Steigungen hochkraxeln und auch Wasserdurchfahrten muss er nicht scheuen, dem höher gelegten Ansaugtrakt sei Dank.

Fiat Panda Cross 02Motorseitig stehen dem Panda Cross zwei zwar bekannte Aggregate zur Auswahl, dennoch wurde sowohl der Zweizylinder-Benziner TwinAir Turbo wie auch der 1.3 16V Multijet Turbodiesel entsprechend den höheren Anforderungen modifiziert und können jeweils eine Leistungssteigerung von fünf PS verbuchen.

Im Berg-Terrain wahrlich von Vorteil, ist beim Ottomotor der erste Gang des manuellen Sechsgang-Getriebes spürbar kürzer übersetzt. Ohne lautstarkes Dröhnen, marschiert der kleine Italiener gar spielerisch die Alp hinauf.

Für ein Fahrzeug mit den Abmessungen eines Kleinwagens verfügt der Panda Cross also über eine überraschend hohe Geländetauglichkeit und kraxelt munter die Berge rauf und runter. Diese Offroad-Qualitäten wie auch der pfiffige Look spiegeln sich allerdings auch im Preis wieder. So gibt es den Panda Cross nicht unter 18.000,- Euro.

Weitere Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken):

Stand: November 2014; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Fiat/CARWALK

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