Ferrari Portofino

Der Ferrari Portofino, der neue V8-Gran Turismo der Marke mit dem springenden Pferd aus Maranello, verdankt seinen Namen einem kleinen malerischen Ort an der ligurischen Küste und setzt sich mit seiner Leistung und Vielseitigkeit an die Spitze des Segments und bietet ein unvergleichliches Fahrerlebnis. Zudem wandelt sich das sportliche Coupé dank faltbarem Hard Top ruck-zuck in ein offenes Cabrio. Mit 600 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in nur 10,8 Sekunden ist der Ferrari Portofino somit das leistungsstärkste Cabrio auf dem Markt.

Dieser Motor kennt übrigens kein Turboloch. Auf jedes Antippen des Gaspedals reagiert er stets in weniger als einer Sekunde. Dies verdankt er besonderen technischen Merkmalen wie der „flachen“ Kurbelwelle, die bei geringer Masse kompakt baut und besonders strömungsgünstig ist, kleineren und dadurch weniger trägen Verdichterrädern in Twin-Scroll-Technik, die die Interferenzen der Abgaswellen aus den Zylindern und damit die zuluftseitigen Druckschwankungen vermindert, einem Krümmer aus einem Guss mit gleichlangen Rohren, die die Druckwellen in der Turbine optimieren.

Der Motor des Portofino verfügt weiterhin über „Variable Boost Management“. Dies ist eine durch Ferrari selbst entwickelte Motorsteuersoftware, die das abgerufene Drehmoment dem eingelegten Gang anpasst.

Beim Schalten vom dritten in den siebten Gang wird das verfügbare Drehmoment jeweils erhöht, bis schließlich 760 Nm erreicht werden. Dadurch sind zum einen in den höchsten Gängen längere Übersetzungen möglich, was dem Verbrauch und dem Emissionsausstoß zu Gute kommt, und zum anderen lassen sich in den niedrigeren Gängen adaptive Drehmomentkurven mit stetigem Anstieg erreichen, was das Gefühl von konstantem Schub vermittelt.

Der Portofino steht auch mit dem Sound ganz in der Tradition von Ferrari: jeder Motor hat seinen speziellen Klang mit ureigenem Timbre. Das macht ihn einzigartig. So ist auch der Portofino an dem ihm eigenen Sound eindeutig erkennbar. Neben der neuen Auspuffanlage gibt es zum allerersten Mal elektrische Bypassventile, die in Bezug auf Genauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit der Dämpfung deutliche Vorteile zeigen. Diese lassen den Motor je nach Fahrmodus auch unterschiedlich klingen:
– beim Anlassen bleiben die Ventile geschlossen, das ergibt einen zurückhaltenden und moderaten Sound,
– im fahrergewählten Komfortmodus werden die Ventile so angesteuert, dass der Sound markant und kohärent ist, er passt in Wohngebiete und zu langen Strecken,

– im Sportmodus sind die Ventile offen, der Sound ist aus den unteren Drehzahlen heraus bis hinauf zum Drehzahlbegrenzer packender und sportlicher.

Das dynamische Verhalten des Fahrzeugs wurde durch Maßnahmen an den Federbeinen optimiert: steifere Federn (15,5 % vorne, 19 % hinten), Dämpfer neuester Bauart auf magnetorheologischer Basis. Beides garantiert wesentlich mehr Komfort. Das Magnaride-System ist mit neuartigen Stoßdämpfern mit Doppelspule (Dual Coil) versehen, die die Regelung des Magnetfelds in puncto Genauigkeit und Schnelligkeit verbessern. Sie basieren auf einem neuen Steuergerät (Gen3) mit von Ferrari entwickelten Algorithmen. Insbesondere basiert die Regelung der Vertikaldynamik auf dem Frequenzgang des Fahrbahnoberflächensignals.

Das Ergebnis ist eine bessere Kontrolle der Karosseriebewegungen des Fahrzeugs. Vor allem in der Manettino-Stellung „Sport“ hat der Fahrer das Gefühl von mehr Sportlichkeit. In der Manettino-Stellung „Komfort“ hingegen werden Unebenheiten in der Fahrbahnoberfläche wesentlich besser als beim Vorgängermodell ausgeglichen.

Die erstmalige Verwendung des elektronischen Differenzials E-Diff3 bei dieser Art von Fahrzeug verleiht ihm bessere Seitenstabilität. Diese wird insbesondere in der Phase der Stabilisierung beim Einfahren in Kurven als auch in der Traktionsphase am Kurvenausgang durch das Zusammenwirken des elektronischen Differenzials mit der integrierten Traktionskontrolle F1-Trac verbessert.

Die erstmals bei einem Ferrari GT elektrische Servolenkung, spielt eine wesentliche Rolle für das Fahrgefühl. Es wurde möglich, die Reaktion auf Lenkbewegungen des Fahrers durch eine natürlichere und homogenere Lenkkraft zu verbessern, während das Rückstellen hin zur Mittenstellung dynamisch erfolgt und sich nach der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit während des Lenkvorgangs richtet. Schließlich ist es durch die mit der neuen Komponente hinzugekommenen dynamischen Möglichkeiten und der Integration mit dem E-Diff3 möglich, das Verhältnis von Lenkrad- zu Radeinschlag um 7 % zu reduzieren.

Der Portofino trägt die Handschrift des Ferrari Design Centers, sein besonderes Merkmal ist die Two-Box-Konfiguration „Fast-Back“ – revolutionär in einem Coupé-Cabrio mit Hardtop –, die die Silhouette besonders schlank gestaltet und ihr einen sportlicheren Charakter ohne jeden Abstrich an Eleganz oder Dynamik verleiht.

Neben dem breiten Kühlergrill befinden sich die seitlichen Lufteinlässe für die Ladeluftkühler. Zwei große Auslässe sind nach außen orientiert in die Motorhaube eingelassen und führen so die Wärme aus dem Motorraum ab, so dass die Abwärme aus dem Motor auch beim Fahren mit offenem Dach nicht stört.

Kennzeichnend für die Vorderfront sind weiterhin die Scheinwerfereinheiten im neugestalteten horizontalen Design, welche sich in vertikaler Linie an die Kotflügelformen anschmiegen. Nahezu versteckt finden unmittelbar neben den Scheinwerfern zwei aerodynamische Air-Curtain-Kanäle Platz. Diese innovative Lösung führt zu einem Luftstrom in die vorderen Radkästen mit dem Ziel, mehr Luft vom gesamten Rad und aus dem Radkasten herauszudrücken und in die Kehlführungen der Flanke zu leiten. Dadurch wird die Strömungswiderstand induzierende Umwirbelung der vorderen Räder wesentlich vermindert.

Das für den Heckspiegel gewählte Trimaranlayout betont den Eindruck von Solidität und Breite des hinteren Fahrwerks. Diese elegante Lösung formt die Oberfläche und verfolgt dabei das Ziel, das hinten zum Einziehen des Hardtops notwendige Volumen zu kaschieren. Die Heckleuchten, welche an der Karossiere seitlich ganz außen angeordnet sind statt wie bisher am Rand des Kofferraums, sind jetzt so leicht wie sie aussehen und enthalten alle Lichtfunktionen.

Das Hardtop, dessen Konstruktion vollständig überarbeitet wurde, lässt sich in nur 14 Sekunden öffnen und schließen. Damit der Fahrspaß nicht unterbrochen werden muss, ist dies bei Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit möglich. In den neu geformten Kofferraum passen bei eingezogenem Dach zwei Koffer in Handgepäckgröße und bei Coupéfahrt auch drei. Extra für Skier hat er eine Durchreiche.

Womit ich auch schon im Innenraum angelangt wäre. Auch wenn das Fahrzeug von außen gesehen recht kompakt erscheint hat Ferrari das Innere gut herausgearbeitet.

Betrachtet man die Gesamtanlage der Fahrgastzelle, so stellt man sofort die symmetrische Anordnung und eine bessere Unterbringung der zusätzlichen Rücksitze fest. Insbesondere der Aufbau des Armaturenbretts gliedert sich in zwei Schalen mit den technischen Vorrichtungen und eine Brücke, welche optisch anschließt und den Bereich der Instrumente mit dem anschließenden Mitteltunnel, der den Raum zwischen Fahrer und Beifahrer teilt, verbindet.

Wie die anderen Gran Turismo-Modellen von Ferrari hat der Portofino ein Armaturenbrett mit Doppel-TFT-Display. In dessen Mittelpunkt steht der analoge Drehzahlmesser mit einer eigenen tiefen und gegen Lichtreflexe schützenden Rundblende, die exakt auf das neue Ferrari-Lenkrad mit seinen Multifunktionstasten ausgerichtet ist.

Dem Beifahrer steht ein Display zur Verfügung, das mit dem Hauptdisplay verbunden ist und in dem alle Daten zu Geschwindigkeit, Motordrehzahl und Gangwahl angezeigt werden können. Alle Möglichkeiten des Infotainment sind über ein 10 Zoll-Multitouchdisplay mit Full-HD-Auflösung abrufbar, das sich mittig auf dem Armaturenbrett befindet und für beide Insassen gut erreichbar ist.

Stand: September 2017; Fotos: Ferrari

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